Bluthochdruck (Hypertonie)


Ernährungstipps & Patienteninfos & Beratungsmaterialien

Ernährungstipps

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Die Ernährungstipps werden ab 12/2025 sukzessive überarbeitet.

Patienteninfos

Ganz neu konzipiert haben wir kurze und prägnante Patienteninfos zur Weitergabe an Betroffene und Interessierte. Der Inhalt kann unten eingesehen werden, zum Ausdruck empfehlen wir das übersichtliche zweiseitige PDF-Format.

Beratungsmaterialien

Dieser Bereich wird nach und nach mit Schulungsunterlagen, LM-Tabellen und anderen Beratungsmaterialien gefüllt, die dann unter den PREMIUM-Anwendern ausgetauscht werden können. Wir freuen uns dabei auf Ihre Anregungen und Ihre Mitwirkung.


Patienteninfos/Ernährungsinfos

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Patienteninfo Bluthochdruck (Hypertonie)

Krankheitsbild

Definition

Bluthochdruck – medizinisch „arterielle Hypertonie“ – liegt vor, wenn wiederholt Blutdruckwerte von ≥ 140 mmHg systolisch und ≥ 90 mmHg diastolisch gemessen werden.

Kategorie Systolischer Blutdruck
(mmHg)
Diastolischer Blutdruck
(mmHg)
Optimaler Blutdruck < 120 < 80
Normaler Blutdruck 120 - 129 80 - 84
Hochnormaler Blutdruck 130 - 139 85 - 89
Bluthochdruck (Hypertonie) ≥ 140 ≥ 90

Symptome

Viele Betroffene fühlen sich wohl und verspüren lange Zeit keine Beschwerden. Mögliche Symptome sind: Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Sehstörungen oder Ohrensausen.

Ursachen

In über 90 % der Fälle handelt es sich um eine primäre (essentielle) Hypertonie mit genetisch bedingter Veranlagung. Lebensstilfaktoren wie Fehlernährung, Übergewicht, hoher Kochsalzkonsum, Alkohol, Nikotin, Stress und Bewegungsmangel wirken zusätzlich verstärkend. Die seltene sekundäre Hypertonie (< 10 %) wird in Folge anderer Erkrankungen wie Nieren-, Herz- oder Drüsenerkrankungen verursacht.

Diagnose

Eine einmalige Blutdruckerhöhung bedeutet noch keine Hypertonie. Für eine sichere Diagnostik bedarf es mindestens zwei Messungen bei zwei Arztbesuchen, die einen erhöhten Blutdruckwert aufzeigen, idealerweise eine 24-Stunden-Blutdruckmessung und zusätzlicher Blutdruckselbstmessungen zu Hause.

Therapie

Die wichtigste Maßnahme ist eine Änderung des Lebensstils. Schon kleine Schritte können große Wirkung zeigen und helfen, den Blutdruck auf unter 140/90 mmHg zu senken:

Bewegung Ernährung Gesundes
Körpergewicht
Alkohol und
Nikotinverzicht
Stressbewältigung
  • 3 - 5 x / Woche für 30 bis 45 Minuten
  • moderate Intensität: z. B. Walken, Radfahren, Schwimmen
  • Vorsicht vor Überanstrengung! Faustregel: sich unterhalten können ohne außer Atem zu geraten
  • vollwertig, salzreduziert und kaliumreich
  • gesunde Fette bevorzugen
  • Koffein: wenn dann moderat (max. 4 Tassen Kaffee à 150 ml/Tag)
  • Normalgewicht BMI < 25 kg/m² halten
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht um mind. 5-10% (= spürbarer Blutdruckabfall
  • Alkohol erhöht den Blutdruck und kann Wechselwirkungen mit Medikamenten verursachen
  • schon geringe Mengen sind gesundheitlich riskant
Auslöser erkennen und Bewältigungsstrategien erlernen
  • Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Atemübungen
  • bewusste Achtsamkeitsübungen und Pausen im Alltag
  • Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
    ggf. zusätzl. medikamentöse Therapie

    Ernährungstherapie


    Basis: vollwertig, salzreduziert und kaliumreich

    Eine Ernährungsumstellung hat einen deutlichen Einfluss auf den Blutdruck und kann die Wirkung der Medikamente verbessern. Die Basis ist eine an den Energiebedarf angepasste, gesunde und ausgewogene, salzreduzierte und kaliumreiche, ballaststoffreiche und fettmodifizierte Kost. Bei Übergewicht/Adipositas ist zur Gewichtsreduktion ein Energiedefizit von 500 - 600 kcal empfehlenswert. Der Konsum von koffeinhaltigen Getränken z.B. Kaffee, sollte moderat erfolgen. Auf Alkohol ist zur effektiven Blutdrucksenkung zu verzichten.


    Salzreduziert und kaliumreich

    Eine kaliumreiche Kost fördert die Ausscheidung des blutdruckerhöhenden Natriums. Empfehlenswert sind daher mind. 3000 bis 4000 mg Kalium und max. 4-6 g Kochsalz (NaCl) (= 2400 mg Natrium)/Tag.

    Eine echte Challenge

    Bereits ohne Zusalzen enthält eine gesunde und ausgewogene Mischkost von Natur aus 4 g Kochsalz, es bleiben für die Zugabe bei der Speisenzubereitung noch 1-2 g Kochsalz übrig.

    Tipps

    • kochsalzreiche Lebensmittel kennen und beurteilen.
    • für Fertigprodukte wie Pizza, Tütensuppen und Dressings, Konserven, Salzgebäck, gepökelte und geräucherte Fleisch- und Fischwaren oder Laugenbrezel eine bessere Alternative finden, selbst zubereiten und/oder meiden.
    • für die Zubereitung reichlich frische, getrocknete oder tiefgekühlte Kräuter bzw. Gewürze verwenden, geschmacksintensive Zubereitungsarten wählen (z.B. Grillen, Dämpfen, Garen in Folie) und Speisen zunächst ohne Salz, Gewürzsalz oder salzhaltige Gewürzmischungen zubereiten
    • Öle mit hohem Eigengeschmack einsetzen (z.B. Olivenöl, Walnussöl, Kürbiskernöl)
    • täglich 25 g naturbelassene oder leicht geröstete Nüsse, Samen oder Saaten als wertvolle und geschmacksgebende Zutat zu Salaten, Gemüse, Haupt- und Vorspeisen, Desserts oder Müslis.
    • Brot selbst zubereiten mit max. 5 g Kochsalz auf 500 g Mehl
    • ein gut ausgewähltes oder selbst zubereitetes Müsli zum Frühstück, anstatt Brot mit Belag.
    • kaliumreichen Lebensmittel in jeder Mahlzeit einen hohen Stellenwert einräumen: Täglich 3 Portionen Gemüse (400 g/Tag), 2 Portionen Obst (200 g/Tag), Hülsenfrüchte, Kartoffeln oder Vollkorngetreideprodukte wie Vollkornreis, – nudeln und –brot.
    • Rohkostsalate, mariniertes Gemüse oder ungesalzene Gemüsesäfte statt Suppen als Vorspeise
    • Natriumgehalt der Mineralwässer beachten: ein natriumarmes mit < 20 mg Natrium pro Liter wählen
    • fettbewusste Auswahl und Speisenzubereitung, da Fettgehalt und Fettsäurenzusammensetzung eine Auswirkung auf das kardiovaskuläre Risiko haben (siehe Patienteninfo: Fettstoffwechselstörung).

    Wo finde ich Unterstützung und weitere Informationen?

    Weitere Informationen und professionelle Beratungsangebote

    In unserer DEBInet-Rezeptdatenbank finden Sie zahlreiche kochsalzarme Rezepte und können sich den Salzgehalt von Lebensmitteln anzeigen lassen.
    Ausführlichere Informationen zu Krankheitsverlauf und Ernährungstherapie erhalten Sie im Premium- Bereich, bei einer zertifizierten Ernährungsfachkraft oder einem Ernährungsmediziner DAEM/DGEM.

    Literatur

    • DEBInet – Deutsches Ernährungsberatungs- & -informationsnetz: Ernährungstipps I Bluthochdruck (Hypertonie)
    • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) (2020): DGE Beratungsstandards. 1. Auflage 2020
    • Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie – Langfassung, Version 1.0 2023. https://doi.org/10.6101/AZQ/000502


    Ernährungstipps


    • Krankheitsbild: Was ist "Blutdruck"?, Definition Bluthochdruck, Verbreitung / Epidemiologie, Ursachen und Risikofaktoren, Symptome, Komplikationen, Diagnose
    • Ernährungstherapie: Allgemeine Hinweise, Salzreduktion, 9 Tipps zur gesunden Ernährung bei Bluthochdruck, Geeignete Lebensmittel, Kochsalzreduzierte Lebensmittel
    • Praktische Tipps: Kochsalz in Lebensmitteln, Natriumgehalt in Mineralwasser, Sport und Bewegung, Rezepte
     

    Was ist "Blutdruck"?

    Das Herz als Pumpe

    Das Herz arbeitet wie eine Pumpe: Indem sich der Herzmuskel zusammenzieht, pumpt es das Blut durch die Schlagadern (Arterien) des Körpers. Diese setzen dem hineindrängenden Blut einen bestimmten Widerstand entgegen, ähnlich einem Gartenschlauch, bei dem auch Wasser gegen einen Widerstand hindurchläuft. Beides, also die Pumparbeit des Herzens und der Gefäßwiderstand zusammen bewirken das, was der Arzt bei Ihnen als Blutdruck misst. Angegeben wird der Druck dann in "mmHg".

    Hoher Blutdruck schadet den Gefäßen

    Der Blutdruck darf nicht zu hoch sein. Bei einem dauerhaft erhöhten Blutdruck nämlich muss das Herz ständig mehr Arbeit leisten als unter normalen Druckverhältnissen. Außerdem werden auch die Arterien einer unnötig hohen Druckbelastung ausgesetzt, was zu bleibenden Schäden der Blutgefäße führt (vgl. Komplikationen).

    [premium]

    Oberer und unterer Blutdruckwert

    Bei der Blutdruckmessung ermittelt der Arzt zwei Werte, nämlich einen oberen Wert, der in der Fachsprache als systolisch bezeichnet wird und einen unteren Wert, den man diastolisch nennt. Der obere Wert entspricht den Druckverhältnissen in der Arterie (meistens der Schlagader des Oberarms) im Moment der Kontraktion - also des Zusammenziehens - des Herzmuskels, in der Fachsprache auch Systole genannt. Sobald der Herzmuskel sich entspannt - diese Phase nennt man Diastole - sinkt der Blutdruck auf seinen zweiten, unteren Wert ab.

    Schwankungen sind normal

    Beim gesunden Menschen schwankt der Blutdruck im Laufe eines Tages ganz erheblich, denn das Herz und die Blutgefäße passen ihre Aktivität jeweils dem aktuellen Bedarf des Körpers an Sauerstoff und Nährstoffen an. Der systolische Blutdruck steigt z.B. bei Anstrengung und Aufregung. Grund dafür ist, dass die Blutmenge, die aus dem Herzen gepumpt wird, ansteigt und das Herz kräftiger schlagen muss. Zusätzlich nimmt noch die Geschwindigkeit der Herzmuskelkontraktion zu. Beides führt zu einem Anstieg des systolischen Blutdrucks. Der diastolische Blutdruck steigt, wenn die Blutgefäße sich verengen und sich so der Widerstand, der dem Blutfluss entgegengesetzt wird, erhöht.

    Der obere Blutdruckwert ist der systolische Wert, z.B. 130 mmHg, der untere Messwert ist der diastolische Wert, z.B. 85 mmHg. Man spricht dann von einem Blutdruck von "130 zu 85", geschrieben wird es 130/85.

    Definition Bluthochdruck

    Maximal 140/90 mmHg

    Bei jedem Menschen ändert sich im Laufe des Tages der Blutdruck in den Arterien. Er sinkt bei körperlicher und seelischer Ruhe und steigt bei Anstrengung, Aufregung und nach den Mahlzeiten. Bei krankhaftem Bluthochdruck hingegen ist der Blutdruck dauerhaft hoch und das Herz muss immer mit erhöhter Anstrengung schlagen. Werden mit einer Blutdruckmanschette am Oberarm eines Erwachsenen in Ruhe wiederholt Blutdruckwerte von 140 mmHg systolisch und 90 mmHg diastolisch und höher gemessen, liegt nach internationaler Übereinkunft ein erhöhter Blutdruck, auch arterielle Hypertonie genannt, vor.

    Schweregrade

    Der Bluthochdruck wird in drei Schweregrade, Stadium 1, 2 und 3 (s. Tabelle unten), eingeteilt. Die Behandlung des Bluthochdrucks richtet sich ganz wesentlich nach diesen Stadien und begleitenden Komplikationen. Zusätzlich wird noch, je nachdem ob der systolische Blutdruck (erster Wert bei der Blutdruckmessung) oder der diastolische Blutdruck (zweiter Wert bei der Blutdruckmessung) erhöht ist, in eine "systolische" oder "diastolische Hypertonie" unterteilt. Sind beide Blutdruckwerte zu hoch, spricht man von einer "kombinierten Hypertonie".

    Klassifikation

    Kategorie

    Systolischer Blutdruck (mmHg)

    Diastolischer Blutdruck (mmHg)

    Optimal*

    < 120

    < 80

    Normal

    < 130

    < 85

    Hochnormal

    130-139

    85-89

    Hypertonie

    Stadium 1

    140-159

    90-99

    Stadium 2

    160-179

    100-109

    Stadium 3

    >180

    >110

    * Im Hinblick auf das Risiko für eine Herz- oder Gefäßkrankheit liegt der optimale Blutdruck eines Erwachsenen niedriger als 120/80 mmHg. Ungewöhnlich niedrige Blutdruckwerte insbesondere in Zusammenhang mit Beschwerden sollten aber auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden.

    Normalwerte für Kinder

    Alter

    systolisch (mmHg)

    diastolisch (mmHg)

    0-3 Monate

    70-86

    -----

    3-12 Monate

    86-93

    60-62

    1-9 Jahre

    95-101

    65-69

    9-14 Jahre

    101-110

    68-74

    Vorsicht bei Blutdruckwerten über 180/100 mmHg

    Eine Erhöhung des Blutdrucks auf Werte über 180 mmHg systolisch und 100 mmHg diastolisch muss immer sehr ernst genommen werden. Werte über 230/120 mmHg können akut lebensbedrohlich werden, weil hier besonders vorgeschädigte Gefäßwände leicht einreißen und es zu gefährlichen Blutungen u.a. im Gehirn kommen kann.

    Bei einem mehrmals gemessenen Blutdruck von über 140/90 mmHg besteht bereits ein Bluthochdruck, der in der Regel behandelt werden sollte. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

    Verbreitung / Epidemiologie

    Jeder zweite Bundesbürger hat zu hohen Blutdruck

    Studien, die sich mit der Häufigkeit des Auftretens von Bluthochdruck in der Bevölkerung befassen, haben ergeben, dass in Ländern mit westlicher Lebensweise etwa jeder zweite Erwachsene an einem Bluthochdruck (Blutdruckwerte von > 140/ 90) leidet.

    Nur etwa 5% der Patienten mit Bluthochdruck sind erfolgreich behandelt.

    Die unterschiedlichen Häufigkeitszahlen in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht für das Jahr 1988 sind in der nächsten Tabelle aufgezeichnet. Man sieht, dass die Häufigkeit des hohen Blutdrucks in hohem Maße nicht nur geschlechtsabhängig, sondern auch altersabhängig ist.

    Im jüngeren Lebensalter sind deutlich weniger Frauen als Männer betroffen, in höherem Lebensalter heben sich diese Unterschiede wieder weitgehend auf.

    Lebensalter

    Blutdruck in % der Probanden > 140/90

    männlich

    weiblich

    25-29

    25,8

    11,4

    30-39

    33

    16,5

    40-49

    46,5

    34,9

    50-59

    61,3

    53,9

    60-69

    70,7

    67,5

    Häufigkeit von Blutdruckwerten über 140/90 in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht (Deutsche Herz-Kreislauf-Präventionsstudie, 1988).

    Ursachen und Risikofaktoren

    In 80-90% liegt eine sogenannte "essentielle Hypertonie" vor. Das bedeutet, dass bei den meisten Hypertonikern eine genetisch bedingte Veranlagung zu Bluthochdruck besteht.

    Neben dieser erblichen Disposition wirken aber Lebensstilfaktoren (und hierbei im besonderen die Ernährung) letztlich auslösend oder verstärkend. Vielfältige wissenschaftliche Untersuchungen konnten den Einfluss der folgenden Risikofaktoren sichern:

    • Übergewicht

    • zuviel Kochsalz

    • Alkohol

    • Nikotin

    • Stress

    • mangelnde Bewegung

    Bei Frauen wirkt sich zusätzlich die Hormonumstellung in den Wechseljahren ungünstig auf den Bluthochdruck aus. Faktoren unseres Wohlstandslebens bleiben aber die Hauptauslöser.

    Nur 10-20% der Hypertoniker haben eine sogenannte sekundäre Hypertonie. Hier tritt der Bluthochdruck in Folge einer Organ- oder Systemerkrankung auf. Beispiel ist die renale (durch eine Nierenerkrankung bedingte) Hypertonie, die aufgrund einer Verengung der Nierenarterien, entzündlicher Nierenerkrankungen oder eines Tumors entstehen kann. Ein anderes Beispiel ist das Auftreten eines Bluthochdrucks beim Diabetes mellitus infolge von Nierenveränderungen, die durch längerfristig erhöhte Blutzuckerwerte verursacht werden.

    Auch bestimmte Medikamente können zu einer Erhöhung des Blutdrucks führen wie z.B.

    Lebensstilfaktoren beeinflussen den Blutdruck entscheidend. Hier können Sie etwas ändern!

    Symptome

    Kann ich hohen Blutdruck bemerken?

    Viele Menschen fühlen sich trotz des erhöhten Blutdrucks vollständig wohl und haben keine Beschwerden. Andere klagen über:

    • Allgemeine Unruhe und Nervosität

    • Kopfschmerzen

    • Schwindel

    • Atemnot

    • Müdigkeit

    • Hitzegefühl, Schweißausbrüche

    • Sehstörungen

    • Ohrensausen, Nasenbluten

    Bei extrem hohen Blutdruckwerten (hypertone Krise):

    • Bewusstseinseintrübung

    • Krämpfe

    • Lähmungserscheinungen

    Die Kopfschmerzen treten meist am Morgen auf und gehen im Laufe des Vormittags wieder zurück. Die oben genannten Symptome können einzeln oder gemeinsam auftreten.

    Regelmäßige Kontrollen

    Oft fühlt sich der Patient vollkommen gesund und hat keinerlei Beschwerden. Hierin liegt die Gefahr des hohen Blutdrucks, denn bei länger bestehender Hypertonie entwickeln sich zunächst unbemerkt Organveränderungen, die zu schweren Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen und Erblindung führen können (siehe unten).

    Eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ist wichtig. Besteht bei Ihnen bereits ein Bluthochdruck, sollten Sie ihn, auch bei Beschwerdefreiheit, auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, sondern ihn zusammen mit Ihrem Arzt behandeln.

    Komplikationen

    Besteht ein zu hoher Blutdruck über einen längeren Zeitraum, so treten Schädigungen an den Gefäßwänden der Arterien auf, die sog. Arteriosklerose entsteht: Durch den ständigen Druck auf die Gefäßwände werden diese so verändert, dass sich - besonders, wenn gleichzeitig eine Fettstoffwechselstörung besteht - Fett und Kalkpartikel ablagern können.

    Die Blutgefäße werden enger

    Der Innendurchmesser der Blutgefäße wird langsam enger und die Gefäßwände starrer und poröser. In Folge der abnehmenden Elastizität können sich die Blutgefäße nicht mehr durch Eng- oder Weitstellen den normalen Schwankungen des Blutflusses anpassen: der diastolische Blutdruck steigt.


    normales Blutgefäß

    arteriosklerotisch verändertes Blutgefäß


    Es entsteht ein Teufelskreis: Da die Gefäße immer enger werden, muss auch das Herz gegen einen ständig wachsenden Widerstand anpumpen: Der systolische Blutdruck steigt, was wiederum zu einer erhöhten Druckbelastung der Blutgefäße und des Herzens führt.

    Angina pectoris

    Durch den ständig erhöhten Blutdruck und die Verkalkung der Herzkranzgefäße gerät der Herzmuskel in Durchblutungsnot. Es entsteht die sog. Angina pectoris (Enge der Brust). Ein solcher Herzanfall kündigt sich z.B. durch einen bohrenden Schmerz in der linken Brustseite mit Ausstrahlung in den linken Arm an.

    Herzinfarkt

    Führt die Verengung und Verkalkung einer oder mehrerer Äste der Herzkranzgefäße zu einem völligen Verschluss derselben, so stirbt der abhängige Bezirk des Herzmuskels aufgrund der fehlenden Blutversorgung ab. Es entwickelt sich ein lebensbedrohlicher Herzinfarkt

    Schlaganfall

    Wenn das Gehirn von der lebensnotwendigen Blutzufuhr abgeschnitten wird oder wenn diese durch die Gefäßverengung stark eingeschränkt ist, kann als schlimmste Folge der Schlaganfall auftreten. Als zweiter Mechanismus kann das Einreißen von porös gewordenen Blutgefäßen zu einer Einblutung in das Gehirn führen. Je nachdem, wie viele und welche Bereiche des Gehirns betroffen sind, können bleibende Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen oder der Tod resultieren.

    Nierenversagen

    Wenn die Nieren nicht mehr genügend mit Blut versorgt werden, können sie ihre wichtigste Funktion, nämlich die Ausscheidung von Stoffwechselabbauprodukten, nicht mehr ausreichend erfüllen, schließlich kann sogar das ganze Organ versagen.

    Augenschäden

    Veränderungen der Blutgefäße des Augenhintergrunds (Netzhaut) lassen sich schon sehr früh in einer augenärztlichen Untersuchung erkennen. Bei chronischem Bluthochdruck kann es durch das Einreißen kleinerer Blutgefäße zu Einblutungen in die Netzhaut kommen. Die Verengung der Arterien kann eine Minderdurchblutung bis zum Infarkt des Sehnerven und der Netzhaut führen. Beides führt zu einer Sehverschlechterung bis zur Erblindung des betroffenen Auges.

    Für den Patienten stellt die Hypertonie ein hohes Risiko dar, an einer der oben beschriebenen Komplikationen zu erkranken oder sogar zu sterben. Vorsorgeuntersuchungen, Prävention und Therapie sind also lebenswichtig!

    Diagnose

    Zunächst muss der Arzt abklären, ob bei Ihnen eine Hypertonie vorliegt, um welche Form es sich handelt und ob schon Organschäden vorliegen oder nicht. Eine einmalig gemessene Blutdruckerhöhung besagt noch nicht, dass Sie unter einer Hypertonie leiden, denn schon die Aufregung des Patienten beim Arztbesuch kann zu erhöhten Blutdruckwerten führen, die im normalen Leben nicht auftreten. Daher sollten mindestens zwei Messungen bei zwei Arztbesuchen einen erhöhten Blutdruckwert aufzeigen, bevor man von einer Hypertonie spricht.

    Noch besser ist bei Verdacht auf Bluthochdruck eine 24-Stunden- Blutdruckmessung, um das Verhalten des Blutdrucks mit seinen Tagesschwankungen zu erfassen. Hierfür eignet sich auch die Blutdruckselbstmessung durch den Patienten mittels auf dem Markt erhältlicher Blutdruckmessgeräte. Die selbst gemessenen Werte sollten aber vom Arzt überprüft werden.

    Wird nun eine Hypertonie diagnostiziert, werden noch weitere Untersuchungen der Gefäße, der inneren Organe und der Augen sowie Blutuntersuchungen durchgeführt, um Form und Schweregrad des Bluthochdrucks zu erkennen. Danach wird die individuelle Therapie festgelegt und eingeleitet.

    Nur durch mehrmals durchgeführte Blutdruckkontrollen kann eine Hypertonie diagnostiziert oder ausgeschlossen werden.

    Allgemeine Hinweise

    Eine Änderung der Lebensgewohnheiten ist daher die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Bluthochdrucktherapie. Allein hierdurch kann eine medikamentöse Therapie, die natürlich immer das Risiko von Nebenwirkungen birgt, oft vermieden oder zumindest minimiert werden.

    • Abbau von Übergewicht (BMI<25 kg/m², Blutdrucksenkung pro kg Gewichtsverlust ca. 2 mmHg)

    • gesunde Ernährung; natriumarm; Fertiggerichte, gepökelte Fleischwaren und Räucherwaren meiden

    • ausreichende Bewegung

    • Rauchen einschränken oder besser noch ganz einstellen

    • Kaffee in Maßen (max. 4 Tassen täglich!)

    • Alkohol in Maßen

    • Stress abbauen

    • Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen

    Quelle: Rationalisierungsschema 2004 des Bundesverbandes Deutscher Ernährungsmediziner

    Reichen diese Maßnahmen nicht aus, den Blutdruck dauerhaft zu senken, ist gegebenenfalls zusätzlich eine medikamentöse Therapie erforderlich.

    Salzreduktion

    Weniger Salz

    Eine hohe Kochsalzzufuhr begünstigt in der Regel die Entstehung eines Bluthochdrucks, d.h. durch einen geringeren Salzverzehr lässt sich der Blutdruck effektiv behandeln. Dies trifft allerdings nicht für alle Hypertoniker zu. Es gibt auch Personen, bei denen eine Kochsalzrestriktion keine bzw. nur eine geringe Wirkung zeigt (Salzresistenz). Die Ursache hierfür ist noch unklar. Dennoch sollte die tägliche Zufuhr von Kochsalz ca. 6 g nicht übersteigen.

    Tipp: Kochsalzarme Rezepte

    In unserer Rezeptdatenbank finden Sie zahlreiche kochsalzarme Rezepte.

    Mehr Kalium

    Neben der alleinigen Natrium- bzw. Kochsalzzufuhr spielt v.a. das Verhältnis zwischen Natrium und Kalium eine wichtige Rolle. Der positive Effekt einer kaliumreichen Ernährung ist auf eine vermehrte Natrium- und Wasserausscheidung über die Niere zurückzuführen.

    Quelle: Rationalisierungsschema 2004 des Bundesverbandes Deutscher Ernährungsmediziner

    Salzarm essen bedeutet für viele Patienten eine große Umstellung, da sie an den Salzgeschmack gewöhnt sind. Viele Gerichte schmecken aber auch mit weniger Salz ganz hervorragend. Im folgenden möchten wir Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie durch die richtige Auswahl von Lebensmitteln und Gewürzen Kochsalz einsparen können. Diese Informationen ersetzen natürlich nicht ein Gespräch mit Ihrem Arzt oder Ernährungsberater, sollen aber schon einmal eine kleine Hilfe für den Alltag darstellen.

    9 Tipps zur gesunden Ernährung bei Bluthochdruck

    Angepasste Energiezufuhr

    • Normalgewicht anstreben und halten (Normalgewicht = Körpergröße in cm - 100 +/- 10 %)

    • "Leere Kalorien" meiden, da dadurch Übergewicht begünstigt wird ( z.B. zuckerhaltige Speisen/Getränke und Alkohol)

    • Ausreichend Bewegung

    Kochsalzreiche Lebensmittel meiden

    • Gepökelte, gesalzene und geräucherte Fleisch- und Fischwaren (Rauchfleisch, gekochter und roher Schinken, Pökelhering)

    • Dauerwurst- und -fischwaren

    • Fertigprodukte (z.B. Suppen, Saucen) und Konserven

    • Salzgebäck z.B. Salzstangen, Salzbrezeln, Käsegebäck

    Kochsalzzufuhr reduzieren

    • Bei der Zubereitung auf die Verwendung von Kochsalz, Gewürzsalzen und Gewürzmischungen mit Kochsalz verzichten (Zutatenliste beachten)!

    • Geschmacksverstärker (Natriumglutamat) vermeiden!

    • Nicht zusätzlich salzen!

    • Reichlich frische Kräuter und Gewürze bei der Zubereitung verwenden!

    • Speisen und Gerichte auswählen, die auch ohne Salz gut schmecken (z.B. vegetarische Gerichte, Süßspeisen oder Salate)

    • Vorsicht bei Außerhausverpflegung (Kantine, Restaurant, Schnellimbiss, etc.). Hier wird oft überreichlich gesalzen! Informieren Sie das Küchenpersonal darüber, dass Sie salzarm essen möchten (z.B. Pommes frites ohne Salz, etc.).

    Natriumgehalt der Mineralwässer beachten

    Schmackhafte Zubereitung

    Zubereitungsarten wählen, bei denen Röststoffe erzeugt werden

    • beschichtete Pfannen

    • Römertopf

    • Backofen

    • Grill

    Gesamtfettzufuhr reduzieren

    • fettarme Nahrungsmittel auswählen

    • fettsparende Zubereitungsarten wählen (beschichtete Pfannen, Bratschlauch, Bratfolie, Römertopf, Grill, Mikrowelle, Alufolie)

    • bei der Zubereitung von Saucen und Suppen das erstarrte Fett abschöpfen

    Auswahl der Fette

    • Ersatz von gesättigten Fetten durch solche mit einem hohen Anteil an mehrfach oder einfach ungesättigten Fettsäuren.

    • tierische Fette wie z.B. Butter, Speck, Schmalz, Talg meiden.

    • pflanzliche Fette mit einem hohen Anteil an einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren als Streich-, Brat- und Backfett bevorzugen (z.B. Margarine, Distelöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl)

    Ballaststoffreiche Ernährung

    • bevorzugen Sie Vollkornprodukte wie z.B. Vollkornbrot, Vollkornteigwaren, Naturreis

    • Gemüse, Rohkost

    • Obst

    Kaliumreiche Ernährung

    • regelmäßiger Verzehr von Reis, Kartoffeln und Obst

    Geeignete Lebensmittel

    Die folgende Austauschtabelle kann Ihnen als kleine Einkaufshilfe dienen. Drucken Sie sich die Tabelle doch einfach aus und nehmen Sie sie auf Ihren Einkauf mit.

    geeignete Lebensmittel

    ungeeignete Lebensmittel

    Fleisch

    mageres Fleisch aller Art von Kalb, Rind oder Schwein ohne sichtbares Fett

    fettes Fleisch aller Art, z.B. Speck, Schweinebauch

    Wurst

    salzarme Wurstsorten, z.B. Fleischsülze

    salzreiche Wurstsorten, z.B. gekochter und roher Schinken, Rauchfleisch

    fettarme Wurstsorten, z.B. kalter Braten, Geflügelwurst

    fettreiche Wurstsorten, z.B. Leberwurst, Mettwurst, Cervelat, Mortadella, Salami, Plockwurst

    Wild

    alle fettarmen Stücke

    Wildpasteten

    Geflügel

    ohne Haut

    Mastente, Mastgans

    Fisch

    Magerfische, z.B. Kabeljau, Scholle, Heilbutt, Schellfisch, Seelachs, Zander, Barsch, Hecht, Seezunge

    Fettfische z.B. Aal, Lachs, Hering, Thunfisch, Bückling, Schillerlocken

    Fischwaren

    magere Fischwaren ohne Öl oder in Gelee

    geräucherten, gesalzenen Fisch, z.B. Pökelhering, geräucherte Forelle, Fischkonserven in Öl oder in Saucen mariniert

    Eier

    Eier (Empfehlung: höchstens 2 Ei pro Woche, alle verarbeiteten Eier miteingerechnet!)

    Milch/-Produkte

    Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Kefir, Quark, Dickmilch etc.

    Käse

    Käse in Maßen, da besonders die mageren Käsesorten relativ salzhaltig sind.

    Fette/Öle

    Margarine, Olivenöl, Halbfettmargarine reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Distel-, Maiskeim-, Sonnenblumenöl

    Butter, Schmalz, Talg, Speck, Kokosfett, Mayonnaise (bei Salatmarinaden ersetzen durch fettarme Milchprodukte)

    Obst

    alle Arten (je nach Jahreszeit)

    Gemüse

    alle Arten, gedünstet oder als Rohkost, frisch oder Tiefkühlkost (TK) (je nach Jahreszeit)

    Gemüsekonserven

    Kräuter/Gewürze

    Kräuter und Gewürze frisch, TK oder gefriergetrocknet, Diätsalz

    Kochsalz, Gewürzsalze, Natriumglutamat, Gewürzmischung mit Kochsalz, Senf, Ketchup, Fertigsaucen

    Kartoffeln

    Pellkartoffeln, Schalenkartoffeln, Kartoffelpüree, Kartoffelklöße

    Pommes frites, Chips, Bratkartoffeln, Salzkartoffeln

    Nährmittel

    Naturreis (unpolierter Reis), Vollkornteigwaren

    Polierter Reis, Weißmehlteigwaren

    Brot

    alle Vollkornprodukte

    Weißmehl- und Stärkeprodukte

    Backwaren

    alle fettarmen Arten, z.B. magerer Hefeteig, Quark-Öl-Teig mit Obstbelag, Vollkornkuchen, Vollkorngebäck

    Salzgebäck z.B. Salzstangen, alle fettreichen Arten z.B. fetter Hefeteig, Blätterteig, Mürbeteig, Biskuitboden, Rührkuchen, Torten, Fettgebackenes, Gebäck oder Kuchen aus Weißmehl

    Nüsse

    alle Arten ungesalzen in kleinen Mengen

    gesalzene Nüsse z.B. Erdnüsse

    Getränke

    alle alkoholfreien Getränke z.B. Tee, Mineralwasser, alle Getränke ohne Zusatz von Zucker (kalorienreduziert) z.B. naturtrübe/ -reine Obst- und Gemüsesäfte bzw. Schorle, Kaffee (max. 4 Tassen tgl.)

    Alkohol, Fruchtsäfte und Fruchtnektare mit Zusatz von Zucker, Limonaden, Brausen

    Tipps bei Übergewicht

    Wenn Sie übergewichtig sind, sollte der Verzehr von Fetten/Ölen (Vorsicht besonders bei versteckten Fetten z.B. in Wurst und Käse!), Kuchen/Gebäck, Süßwaren und Nüssen eingeschränkt werden. Genauere Infos hierzu finden Sie unter dem Kapitel Übergewicht.

    Kochsalzreduzierte Lebensmittel

    Als Erleichterung und Ergänzung bietet die Lebensmittelindustrie kochsalzreduzierte Lebensmittel an:

    • streng natriumarme Lebensmittel: weniger als 40 mg Natrium = 0.1 g Kochsalz in 100 g verzehrsfertiger Zubereitung

    • natriumarme Lebensmittel: weniger als 120 mg Natrium = 0.3 g Kochsalz in 100 g verzehrsfertiger Zubereitung

    • natriumarme Getränke/Mineralwässer: weniger als 20 mg Natrium = 0,05 g Kochsalz in 100 g verzehrsfertiger Zubereitung

    Kochsalz in Lebensmitteln

    Durch einen geringeren Salzverzehr lässt sich Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie) effektiver behandeln oder vermeiden (siehe Natrium). Die maximale Zufuhr von 4 - 6 g Kochsalz/Tag (1600 – 2400 mg Natrium/Tag) nicht zu überschreiten wird daher insbesondere bei Hypertonie empfohlen.

    In vielen Lebensmitteln ist Kochsalz „versteckt“. Die folgende Liste zeigt, wieviel Natrium bzw. Kochsalz in einigen ausgewählten Lebensmittel enthalten ist. Sie ist nach Lebensmittelgruppen geordnet und zur besseren Vergleichbarkeit innerhalb der Gruppen an realistische Portionsgrößen angelehnt.

    Die Tabelle soll Ihnen helfen, kochsalzarme Alternativen zu finden, um kochsalzreiche Lebensmittel zu reduzieren oder gar zu ersetzen.

    Natrium- und Kochsalzgehalt ausgewählter Lebensmittel

    Menge

    Zutaten

    Na (mg)

    NaCl* (g)

    Brot, Getreide, Getreideprodukte

    60

    Gramm

    Laugengebäck

    698

    1,8

    Gramm

    60

    Gramm

    Baguette-Brötchen

    439

    1,1

    60

    Gramm

    Weißbrot-Weizentoastbrot

    359

    0,9

    60

    Gramm

    Kommißbrot

    353

    0,9

    60

    Gramm

    Graubrot-Roggenmischbrot

    353

    0,9

    60

    Gramm

    Vollkornbrötchen

    326

    0,8

    60

    Gramm

    Vollkornbrot-Weizenvollkornbrot

    277

    0,7

    60

    Gramm

    Knäckebrot

    278

    0,7

    60

    Gramm

    Pumpernickel

    267

    0,7

    60

    Gramm

    Grahambrot

    258

    0,7

    60

    Gramm

    Steinmetzbrot

    253

    0,6

    60

    Gramm

    Croissant aus Blätterteig

    221

    0,6

    60

    Gramm

    Cornflakes

    576

    1,4

    60

    Gramm

    Haferflocken

    1

    0

    60

    Gramm

    Weizenvollkornmehl

    2

    0

    120

    Gramm

    Pizzateig roh

    272

    0,7

    Knabbereien

    25

    Gramm

    Knabbergebäck

    448

    1,1

    25

    Gramm

    Salzstangen

    448

    1,1

    25

    Gramm

    Cracker

    240

    0,6

    25

    Gramm

    Erdnussflips

    191

    0,5

    25

    Gramm

    Erdnuss geröstet und gesalzen

    195

    0,5

    25

    Gramm

    Pistazie geröstet und gesalzen

    192

    0,5

    25

    Gramm

    Schoko-Reiscrispies

    160

    0,4

    25

    Gramm

    Kartoffelchips (verzehrsfertig)

    113

    0,3

    25

    Gramm

    Zwieback

    66

    0,2

    25

    Gramm

    Studentenfutter mit Erdnüssen

    4

    0

    25

    Gramm

    Erdnuss roh

    3

    0

    25

    Gramm

    Pistazie roh

    2

    0

    25

    Gramm

    Walnuss roh

    0

    0

    Fisch, Krusten-, Schalen-, Weichtiere

    100

    Gramm

    Klippfisch (getrockneter Fisch)

    7223

    18,1

    100

    Gramm

    Hering gesalzen

    5930

    14,8

    100

    Gramm

    Heringsfilet Matjesart

    3284

    8,2

    100

    Gramm

    Seelachs, Konserve in Öl, abgetropft

    2900

    7,3

    100

    Gramm

    Bratsardine

    1931

    4,8

    100

    Gramm

    Hering Konserve abgetropft

    913

    2,3

    100

    Gramm

    Sprotte Konserve abgetropft

    899

    2,3

    100

    Gramm

    Makrele Konserve abgetropft

    881

    2,2

    100

    Gramm

    Sprotte geräuchert

    785

    1,9

    100

    Gramm

    Krabbe klein Konserve abgetropft

    937

    2,3

    100

    Gramm

    Makrele geräuchert

    722

    1,8

    100

    Gramm

    Bückling

    689

    1,7

    100

    Gramm

    Lachs Konserve abgetropft

    540

    1,4

    100

    Gramm

    Aal geräuchert

    500

    1,3

    100

    Gramm

    Brathering Konserve, nicht abgetropft

    481

    1,2

    100

    Gramm

    Schlemmerfilet tiefgefroren

    305

    0,8

    100

    Gramm

    Thunfisch Konserve in Öl, abgetropft

    291

    0,7

    100

    Gramm

    Fischstäbchen paniert tiefgefroren

    250

    0,6

    100

    Gramm

    Krabben

    146

    0,4

    100

    Gramm

    Sprotte

    100

    0,3

    100

    Gramm

    Forelle geräuchert

    67

    0,2

    100

    Gramm

    Forelle gegart

    65

    0,2

    100

    Gramm

    Lachs roh

    32

    0,1

    Fleisch, Fleischwaren und Wurst

    100

    Gramm

    Kasseler (ma) mariniert

    2452

    6,1

    100

    Gramm

    Kasseler

    1230

    3,1

    100

    Gramm

    Knackwurst/Servela

    1190

    3

    100

    Gramm

    Fleischkäse

    977

    2,4

    100

    Gramm

    Fleischwurst

    975

    2,4

    100

    Gramm

    Wiener Würstchen Konserve

    941

    2,4

    100

    Gramm

    Geflügelwiener Würstchen

    837

    2,1

    100

    Gramm

    Bockwurst

    700

    1,8

    100

    Gramm

    Bratwurst grob/Schweinsbratwurst grob

    520

    1,3

    100

    Gramm

    Weißwurst Münchener

    574

    1,4

    100

    Gramm

    Cordon bleu paniert frittiert (zubereitet ohne Fett)

    335

    0,8

    100

    Gramm

    Brathähnchen Brustfilet roh

    66

    0,2

    100

    Gramm

    Rind/Schwein Hackfleisch roh

    66

    0,2

    100

    Gramm

    Pute Brust roh

    46

    0,1

    30

    Gramm

    Schwein Schinken roh gepökelt geräuchert (Lachsschinken)

    742

    1,9

    30

    Gramm

    Deutsche Salami

    639

    1,6

    30

    Gramm

    Schwein Speck durchwachsen (Frühstücksspeck)

    531

    1,3

    30

    Gramm

    Landjäger

    518

    1,3

    30

    Gramm

    Cervelatwurst

    378

    0,9

    30

    Gramm

    Pute Brust Aufschnitt gepökelt gegart

    366

    0,9

    30

    Gramm

    Teewurst

    357

    0,9

    30

    Gramm

    Bierschinken/Schinkenpastete

    343

    0,9

    30

    Gramm

    Rindfleischsülze

    311

    0,8

    30

    Gramm

    Hausmacher Leberwurst Konserve

    291

    0,7

    30

    Gramm

    Mortadella norddeutsch

    287

    0,7

    30

    Gramm

    Schwein Schinken gekocht ungeräuchert

    279

    0,7

    30

    Gramm

    Corned Beef deutsch Konserve

    252

    0,6

    30

    Gramm

    Corned Beef

    250

    0,6

    30

    Gramm

    Jagdwurst

    245

    0,6

    30

    Gramm

    Kalbsleberwurst

    235

    0,6

    30

    Gramm

    Leberpastete

    221

    0,6

    30

    Gramm

    Thüringer Rotwurst

    211

    0,5

    Hühnerei

    60

    Gramm

    Hühnerei Vollei roh

    86

    0,2

    Käse, Milch und Milchprodukte

    30

    Gramm

    Roquefort

    449

    1,1

    30

    Gramm

    Salzlakenkäse aus Ziegenmilch

    426

    1,1

    30

    Gramm

    Schmelzkäse mind. 45% Fett i. Tr.

    378

    1

    30

    Gramm

    Gouda mind. 45% Fett i. Tr.

    327

    0,8

    30

    Gramm

    Münster mind. 45% Fett i. Tr.

    306

    0,8

    30

    Gramm

    Feta

    287

    0,7

    30

    Gramm

    Parmesan

    252

    0,6

    30

    Gramm

    Edelpilzkäse mind. 50% Fett i. Tr.

    236

    0,6

    30

    Gramm

    Sauermilchkäse < 10% Fett i. Tr.

    236

    0,6

    30

    Gramm

    Limburger mind. 40% Fett i. Tr.

    213

    0,6

    30

    Gramm

    Chester mind. 50% Fett i. Tr.

    210

    0,5

    30

    Gramm

    Brie mind. 45% Fett i. Tr.

    210

    0,5

    30

    Gramm

    Camembert mind. 45% Fett i. Tr.

    201

    0,5

    30

    Gramm

    Appenzeller mind. 50% Fett i. Tr.

    186

    0,5

    30

    Gramm

    Butterkäse mind. 50% Fett i. Tr.

    181

    0,5

    30

    Gramm

    Greyerzer mind. 50% Fett i. Tr.

    177

    0,4

    30

    Gramm

    Tilsiter mind. 45% Fett i. Tr.

    165

    0,4

    30

    Gramm

    Edamer mind. 45% Fett i. Tr.

    154

    0,4

    30

    Gramm

    Frischkäse

    113

    0,3

    30

    Gramm

    Quark mit Kräutern < 10% Fett i. Tr.

    70

    0,2

    30

    Gramm

    Körniger Frischkäse

    69

    0,2

    30

    Gramm

    Mozzarella

    56

    0,1

    100

    Gramm

    Ayran

    219

    0,6

    100

    Gramm

    Buttermilch

    57

    0,1

    100

    Gramm

    Kuhmilch Trinkmilch 1,5% Fett

    47

    0,1

    100

    Gramm

    Joghurt 1,5% Fett

    45

    0,1

    Gemüse- und Gemüseerzeugnisse

    20

    Gramm

    Miso

    590

    1,5

    20

    Gramm

    Oliven

    420

    1,1

    100

    Gramm

    Gewürzgurken Sauerkonserve, abgetropft

    960

    2,4

    100

    Gramm

    Sauerkraut Konserve abgetropft

    430

    1,1

    100

    Gramm

    Spargel Konserve abgetropft

    375

    0,9

    100

    Gramm

    Pilze Konserve, nicht abgetropft

    320

    0,8

    100

    Gramm

    Bohnen grün Konserve abgetropft

    271

    0,7

    100

    Gramm

    Erbsen grün Konserve abgetropft

    238

    0,6

    100

    Gramm

    Kichererbsen Konserve abgetropft

    240

    0,6

    100

    Gramm

    Zuckermais Konserve, nicht abgetropft

    198

    0,5

    100

    Gramm

    Tomaten Konserve, nicht abgetropft

    199

    0,5

    100

    Gramm

    Pilze roh

    8

    0

    25

    Gramm

    Kichererbsen getrocknet

    6

    0

    100

    Gramm

    Erbsen grün roh

    2

    0

    100

    Gramm

    Spargel roh

    4

    0

    100

    Gramm

    Tomaten roh

    3

    0

    100

    Gramm

    Bohnen grün roh

    2

    0

    100

    Gramm

    Zuckermais roh

    0

    0

    Kartoffeln und Kartoffelprodukte

    100

    Gramm

    Pommes frites

    287

    0,7

    100

    Gramm

    Kartoffeln gegart

    3

    0

    Gewürze, Würzmittel und Hilfstoffe

    5

    Gramm

    Fleischbrühe (Würfel)

    1250

    3,1

    20

    Gramm

    Sojasoße Fertigprodukt

    1144

    2,9

    5

    Gramm

    Brühwürfel

    861

    2,2

    5

    Gramm

    Bratensoße (Trockenpulver)

    398

    1

    20

    Gramm

    Tomatenketchup

    224

    0,6

    20

    Gramm

    Mayonnaise 80% Fett

    96

    0,2

    5

    Gramm

    Senf

    63

    0,1

    10

    Gramm

    Tomatenmark

    59

    0,1

    Öle, Fette, Butter, Schmalz

    20

    Gramm

    Butter gesalzen

    255

    0,6

    20

    Gramm

    Butter

    1

    0

    20

    Gramm

    Olivenöl

    0

    0

    * Kochsalzberechnung: NaCl in mg = Na x 2,5; (akt. 01.2015) Berechnet mit Prodi 6

    Möchten Sie mehr über den Energie- und Nährstoffgehalt der einzelnen Lebensmittel erfahren oder den Natriumgehalt anderer Lebensmittel ermitteln, so steht Ihnen unsere Kategorie Lebensmittel zu Verfügung.

    Natriumgehalt in Mineralwasser

    Mineralwässer unterscheiden sich untereinander oft erheblich in ihrem Kochsalzgehalt. Insbesondere bei Bluthochdruck ist ein natriumarmes Wasser (unter 20 mg Natrium/l) empfehlenswert. Tafel-, Mineral- oder auch Heilwasser mit über 200 mg Natrium/l sollten Sie in diesem Falle meiden!

    In folgender Tabelle sind einige natriumarme Mineralwässer mit weniger als 20 mg Natrium/Liter zusammengetragen und nach ihrem Natriumgehalt aufsteigend geordnet. Die Liste kann Ihnen beim Einkaufen die Suche nach einem für Sie geeigneten kochsalzarmen Mineralwasser erleichtern.

    Übrigens finden Sie auch auf den Wasserflaschen die Natrium-Analysedaten. Falls Ihnen Abweichungen zu neueren Analysedaten auffallen, sind wir für eine Mitteilung dankbar.

    Der Kochsalzgehalt errechnet sich wie folgt: Natriumgehalt x 2,5

    1 l Mineralwasser enthält also z.B. 8 mg Na x 2,5 = 20 mg Kochsalz

    Mineralwasser

    mg Na / l

    mg Cl / l

    Black Forest still (Peterstaler)

    0,6

    0,9

    Hornberger Lebensquell, medium und naturelle

    1

    1,5

    Finkenbach-Quelle

    1,85

    3,7

    Bad Brückenauer Mineralwasser

    2,4

    4,2

    Röhn Sprudel

    2,9

    3,9

    Vitrex naturell (Schwarzwald Sprudel)

    3,88

    11,3

    Adelholzener naturell

    4,1

    3,5

    Bad Dürrheimer Naturell

    4,7

    11,2

    Selters naturell

    5,6

    9,9

    Silbers-Quelle

    5,6

    3,1

    Krumbach Naturell

    5,7

    5,8

    Labertaler Stephanie Brunnen

    6,0

    < 1,0

    St. Leonhard

    6,3

    12,2

    Dietenbonner Mineralwasser

    6,3

    Keine Angabe

    Evian

    6,5

    6,8

    Eiszeit Quell

    6,9

    3,2

    Silber Brunnen

    7,5

    3,2

    Berg Quelle

    7,7

    6,5

    Vittel

    7,7

    4,0

    Urbacher

    7,9

    13,7

    Lieler (Lieler Schlossbrunnen)

    8

    11

    Krumbach

    9,1

    6,4

    Schurwald Mineralquellen

    9,4

    15

    Contrex

    9,4

    7,6

    Fürst Bismarck Quelle

    10,2

    14,9

    Ensinger Naturelle

    10,2

    23,6

    Wittenseer Quelle

    10,9

    24,0

    Vio (Apollinaris)

    11,0

    18,0

    Extaler (Naturella)

    12,0

    Keine Angabe

    Volvic naturell

    12,0

    15,0

    Gerolsteiner naturell

    12,0

    9,0

    Jebenhauser Schlossquelle (Aqua Römer)

    12,2

    17,8

    Ileburger Sachsen Quelle medium

    12,4

    15

    Römerquelle (Aqua Römer)

    12,4

    20,3

    Bad Niedernauer, Heilwasser (Römerquelle)

    12,4

    20,3

    Adelholzener

    12,9

    20,5

    Aqua Vitale

    13

    25

    Hochwald Sprudel

    13,9

    32

    Bad Dürrheimer

    14,4

    28,1

    Carolinen

    14,8

    11,0

    Diaman Quelle

    14,9

    28,4

    Das neue Überkinger

    15

    25

    Elisabethen Quelle

    15,3

    12,0

    Filippo (Imnauer Mineralquellen)

    15,7

    20,7

    Winfried

    15,7

    Keine Angabe

    Wendenquelle medium

    16,1

    Keine Angabe

    alwa

    17

    28

    Vilsa Mineralwasser

    17,0

    18,0

    Artesia Quelle

    17,2

    17,9

    Rietenauer Mineralquellen

    17,3

    12,7

    Naturpark Quelle (Aqua Römer)

    18,6

    8,6

    Schwalbacher Quelle

    19,5

    11,8

    Aspacher Klosterquelle

    19,7

    13,2

    Bad Meinberger

    19,9

    13,0

    Steinsieker Mineralwasser

    20,0

    130,0

    Quelle: Herstellerinformationen und mineralwasserkompass.de (aktualisiert: 03.2015)

    Sport und Bewegung

    Mangelnde körperliche Bewegung erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Menschen mit vorwiegend sitzender Tätigkeit haben gegenüber denen, die sich regelmäßig körperlich betätigen, ein um 20-50% erhöhtes Risiko, eine Hypertonie zu entwickeln. Leichte bis mittlere regelmäßige körperliche Betätigung trägt also zur Prävention (Vorbeugung) und zur Therapie des Bluthochdrucks bei.

    Welcher Sport ist der richtige?

    Gemäßigter Ausdauersport ist am besten. Hierunter fallen Sportarten, wie

    • Schwimmen

    • Walking

    • Laufen

    • Radfahren

    • Wandern

    • Gymnastik

    • Tanzen

    • Golf

    • Rudern

    • Skilanglauf

    Für alle diese Sportarten gilt aber: Vorsicht vor Überanstrengung und Erschöpfung! Der Ausdauersport sollte idealerweise regelmäßig 3-4 x / Woche für 30-60 Minuten ausgeübt werden und die Intensität nur langsam gesteigert werden.

    Sprechen Sie mit Ihrem Arzt: Er wird Ihnen die für Sie am besten geeignete Sportart empfehlen.

    Welcher Sport ist nicht geeignet?

    Nicht geeignet sind alle Kraftsportarten wie Bodybuilding und Kampfsportarten, also alle Sportarten, die einen plötzlichen, hohen Krafteinsatz erfordern.

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