Ernährungstipps & Patienteninfos & Beratungsmaterialien
Ernährungstipps
Auf diesen Seiten finden Sie die bewährten DEBInet-Ernährungstipps, die wir für Sie in unveränderter Form aus dem alten DEBInet (vor 11/2025) übernommen haben.Die Ernährungstipps werden ab 12/2025 sukzessive überarbeitet.
Patienteninfos
Ganz neu konzipiert haben wir kurze und prägnante Patienteninfos zur Weitergabe an Betroffene und Interessierte. Der Inhalt kann unten eingesehen werden, zum Ausdruck empfehlen wir das übersichtliche zweiseitige PDF-Format.Beratungsmaterialien
Dieser Bereich wird nach und nach mit Schulungsunterlagen, LM-Tabellen und anderen Beratungsmaterialien gefüllt, die dann unter den PREMIUM-Anwendern ausgetauscht werden können. Wir freuen uns dabei auf Ihre Anregungen und Ihre Mitwirkung.Patienteninfos/Ernährungsinfos
Patienteninfo Laktoseintoleranz
Krankheitsbild
Definition
Eine Laktoseintoleranz ist eine Milchzuckerunverträglichkeit, bei der ein Bestandteil der Milch, die Laktose (Milchzucker), Unverträglichkeiten hervorruft. Der Schweregrad ist individuell sehr unterschiedlich und u.a. abhängig von der vorhandenen Menge der Laktase (Milchzucker spaltendes Enzym) im Dünndarm.
Symptome
Typische Symptome sind Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall und Übelkeit.
Ursachen
Ursache ist das Fehlen bzw. die unzureichende Produktion des Verdauungsenzyms Laktase in der Dünndarmschleimhaut. Dadurch kann der Zweifachzucker „Laktose“ nicht in seine Einzelbestandteile gespalten und ins Blut aufgenommen werden. Er gelangt stattdessen in untere, mit Bakterien besiedelte Darmabschnitte und begünstigt dort eine vermehrte Bildung von Gasen und eine erhöhte Darmaktivität.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch einen oralen Milchzuckerbelastungstest (= H2-Atemtest mit 50 g Laktose in 200 ml Wasser). Wird die aufgenomme Laktose im Dünndarm nicht ausreichend ins Blut aufgespalten und gelangt dann in den Dickdarm, wird dort bei der bakteriellen Zersetzung Wasserstoff (H2) freigesetzt. Dies kann über den Anstieg des Wasserstoff-Gehaltes in der Atemluft nachgewiesen werden.
Therapie
Bei einer Laktoseintoleranz löst der in Milch- und Milchprodukten enthaltene Zweifachzucker „Laktose“ die Beschwerden aus. Somit handelt es sich um eine diätetische Therapie, bei der das Hauptaugenmerk auf Milch, Milchprodukten und Lebensmittel, die diese enthalten, gerichtet ist.

Ernährungstherapie
Calciumzufuhr
Milch und Milchprodukte sind die wichtigsten Calciumlieferanten in unserer Ernährung. Selbst bei einer Laktoseintoleranz ist eine ausreichende Calciumversorgung durch den regelmäßigen Verzehr von verträglichen Käsesorten und Sauermilchprodukten (Milchzucker bereits vergoren) möglich. Außerdem trägt die Wahl eines calciumreichen Mineralwassers (mindestens 150 mg Calcium pro Liter), von grünen Gemüsesorten wie Brokkoli oder Grünkohl sowie calciumangereicherten Pflanzendrinks zur bedarfsdeckenden Calciumversorgung bei.
Sauermilchprodukte und Käse
Durch den Zusatz von Milchsäurebakterien in Sauermilchprodukten werden größere Mengen Milchzucker abgebaut. Daher sind Naturjoghurt, Kefir, Dickmilch, Buttermilch usw. auch bei einer Laktoseintoleranz gut zum Verzehr geeignet. Die Milchsäurebakterien fördern zudem die Darmgesundheit und Vielfalt des Mikrobioms. Ähnliches gilt für die Verträglichkeit vieler Käsesorten, da der Milchzucker bei der Käseherstellung durch Fermentation weitgehend abgebaut wird. Käse mit weniger als 0,1 g Laktose/ 100 g darf zudem als laktosefrei gekennzeichnet werden.
Tipps für den Alltag
- Der völlige Verzicht auf Laktose ist nicht empfehlenswert und notwendig, da die eingeschränkte Lebensmittelauswahl die Nährstoffversorgung und Vielfalt des Mikrobioms reduzieren kann.
- Laktosehaltige Lebensmittel möglichst über den Tag verteilen und in Kombination mit anderen Nährstoffen wie Eiweißen und Fett aufnehmen.
- Viele Milchprodukte enthalten von Natur aus nur geringe Mengen an Laktose, z.B. Hartkäse oder Butter, und sind daher gut verträglich.
- Durch eine gesteigerte Zufuhr von löslichen Ballaststoffen über einen höheren Gemüseanteil können Darmbeschwerden reduziert werden.
- Fertigprodukte können nennenswerte Mengen an Laktose, beispielsweise über die Zugabe von Molkenpulver oder Magermilchpulver, enthalten.
Wo finde ich Unterstützung und weitere Informationen?
Weitere Informationen und professionelle Beratungsangebote
In unserer Rezeptdatenbank finden Sie zahlreiche laktosearme und -freie Rezepte. Ausführlichere Informationen zu Krankheitsverlauf und Ernährungstherapie erhalten Sie im Premium- Bereich, bei einer zertifizierten Ernährungsfachkraft oder einem Ernährungsmediziner DAEM/DGEM.
Literatur
- DEBInet – Deutsches Ernährungsberatungs- & -informationsnetz: Ernährungstipps I Laktoseintoleranz
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) (2020): DGE Beratungsstandards. 1. Auflage 2020
- Hauner et al. (2019): Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP). Aktuelle Ernährungsmedizin, 44, 384-419. https://doi.org/10.1055/a-1030-5207
Ernährungstipps
Krankheitsbild
Definition
Eine Laktoseintoleranz ist eine Milchzuckerunverträglichkeit, bei der ein Bestandteil der Milch, die Laktose (= Milchzucker), Unverträglichkeiten hervorruft. Der Schweregrad ist individuell sehr unterschiedlich. Er hängt u.a. davon ab, ob die Laktase (Milchzucker spaltendes Enzym) völlig fehlt oder ob noch eine Restfunktion vorhanden ist.
Die Laktoseintoleranz sollte nicht mit einer Milcheiweißallergie verwechselt werden.
Ursachen
Ursache für die Milchzuckerunverträglichkeit ist das Fehlen bzw. die unzureichende Produktion des Verdauungsenzyms Laktase. Dieses ist notwendig, um den Milchzucker in seine Einzelbestandteile (Glucose + Galaktose) zu spalten, die dann in das Blut aufgenommen werden können.
Das Verdauungsenzym Laktase kommt in der Dünndarmschleimhaut vor. Wird der Milchzucker nicht gespalten und gelangen größere Mengen in untere, mit Bakterien besiedelte Darmabschnitte, dient der Milchzucker den Bakterien als Nährsubstrat. Es entstehen große Mengen an Gasen und organischen Säuren. Diese bewirken ein Einströmen von Wasser in den Darm sowie vermehrte Darmbewegungen.
[premium]Symptome
Die Folgen bzw. Symptome einer Milchzuckerunverträglichkeit sind:
-
Bauchschmerzen/ -koliken
-
Völlegefühl
-
Blähungen
-
Durchfall
-
Übelkeit
Diagnose
Zur Sicherung der Diagnose wird ein oraler Milchzuckerbelastungstest mit 50g Milchzucker durchgeführt. Wird die Laktose im Dünndarm nicht ausreichend resorbiert, kann dies mit zwei Methoden nachgewiesen werden:
-
Anstieg des Wasserstoff-Gehaltes in der Atemluft
-
fehlender oder zu geringer Blutzuckeranstieg
Die nicht resorbierte Laktose gelangt in den Dickdarm und wird von den dortigen Bakterien unter Freisetzung von Wasserstoff verstoffwechselt. Der entstehende Wasserstoff wird absorbiert und über die Lunge abgeatmet. Bei einem Wasserstoff-Anstieg von mehr als 20 ppm und einem Blutzuckeranstieg von weniger als 20 mg/dl gilt die Diagnose der Laktoseintoleranz als gesichert.
Formen
Primärer Laktasemangel
Hier werden abhängig vom Zeitpunkt der Manifestation zwei Formen unterschieden: neonataler Laktasemangel (erbliche Stoffwechselkrankheit, sehr selten) und physiologischer Laktasemangel, der nach dem Abstillen beginnt. Dabei geht die Laktase-Aktivität, mit zunehmendem Alter, gegen null zurück. Diese Form ist weltweit verbreitet.
Sekundärer Laktasemangel
Hier ist der Laktasemangel Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung wie z.B. Zöliakie oder Morbus Crohn. Deshalb kann diese Form in jedem Alter auftreten. Wenn die auslösende Erkrankung abgeheilt ist, kann auch wieder ausreichend Laktase gebildet werden und sich die Laktoseintoleranz zurückbilden.
Häufigkeit
Regionale Unterschiede
Die Mehrzahl der Weltbevölkerung (ca. 90%) kann Milchzucker nach dem Säuglingsalter nicht mehr vollständig verwerten.
In asiatischen Ländern z.B. fehlt den meisten Menschen das Enzym zur Spaltung des Milchzuckers. Daher findet man in diesen Regionen auch keine Milch oder Käseprodukte auf dem Speiseplan. In Mitteleuropa leiden ca. 10 - 20% der Durchschnittsbevölkerung an einer Laktoseintoleranz.
Komplikationen
Bei Laktasemangel besteht die Therapie in der Reduzierung bzw. Meidung des Verzehrs von Milch und Milchprodukten. Da diese Lebensmittel Hauptlieferanten des Mineralstoffs Calciums sind, der u.a. für die Stabilität des Knochengerüstes mitverantwortlich ist, besteht bei Menschen mit Laktasemangel die Gefahr einer Osteoporose.
Bei Vegetariern, deren Haupt-Eiweißlieferant meist Milch- und Milchprodukte darstellen, kann es zusätzlich zu einem Eiweißmangel kommen, v.a. wenn unzureichende Kenntnisse über die Nährstoffzusammensetzung der Nahrungsmittel und des Nährstoffbedarfs vorliegen.
Laktoseintoleranz - Ernährungstherapie
Allgemeine Informationen
Bei einer Laktoseintoleranz / Milchzuckerunverträglichkeit lösen Milch und Milchprodukte bzw. deren Inhaltsstoffe die Beschwerden aus. Somit handelt es sich um eine diätetische Therapie, bei der das Hauptaugenmerk auf Milch, Milchprodukte und Lebensmittel, die diese enthalten, gerichtet ist.
Basis: Gesund und vollwertig
Eine sinnvoll zusammengesetzte, gesunde Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung, gesund und leistungsfähig zu sein, sich wohl zufühlen und genügend Abwehrkräfte gegenüber Krankheiten zu entwickeln.
Besteht eine Milchzuckerunverträglichkeit, sollte die Ernährung gesund und möglichst vollwertig sein, damit der Körper alle notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge erhält.
Ausführliche Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten "Vollwertige Ernährung".
Calciumzufuhr
Milch und Milchprodukte sind die wichtigsten Calciumlieferanten in unserer Ernährung. Um den Calciumbedarf bei einer Laktoseintoleranz aber trotzdem zu decken, kann auf calciumhaltiges Mineralwasser oder Leitungswasser ausgewichen werden. Ein Mineralwasser darf die Bezeichnung "calciumhaltig" tragen, wenn es mind. 150 mg Calcium pro Liter enthält. Auch Gemüsesorten, die viel Calcium enthalten - wie z.B. Broccoli und Grünkohl - sollten in den Speiseplan vermehrt mit eingebaut werden.
Da der Körper bei einem Verzicht auf Milchprodukte oft nicht ausreichend mit Calcium versorgt wird und die Gefahr einer Osteoporose besteht, ist die Supplementierung von Calcium in Form von Calciumpräparaten oder die Zufuhr calciumangereicherter Lebensmittel (z.B. Fruchtsäfte) in manchen Fällen notwendig.
Ausführliche Informationen zum Thema Osteoporose und Calcium finden Sie in unseren Seiten zum Thema "Osteoporose". Hier können Sie sich außerdem einen Überblick über den Calciumgehalt ausgewählter Nahrungsmittel verschaffen.
Therapie der Laktoseintoleranz
Grundprinzip
Die Therapie der Milchzuckerunverträglichkeit hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab, also davon, welche Mengen Milchzucker vertragen werden. Dies reicht von einer völligen Unverträglichkeit bis hin zu einer leichten Unverträglichkeit. Letztendlich ist für jeden Betroffenen wichtig zu wissen, bei welcher Menge Laktose er mit Beschwerden reagiert.
Nur selten kommt es bereits bei sehr geringen Laktosemengen (unter 3g) zu Unverträglichkeitsreaktionen, so dass Lebensmittel mit geringen Milchzuckermengen und in kleiner Menge verzehrt meist ohne Probleme vertragen werden.
Beschwerden treten oft erst bei Laktosemengen von über 10g auf.
Abhängigkeit der Milchzuckerunverträglichkeit vom Schweregrad der Erkrankung:
|
Schweregrad |
Milchzucker (g) pro Tag, der problemlos vertragen wird |
|---|---|
|
leicht |
8 - 10 g |
|
mittel |
bis 1 g |
|
schwer |
ohne |
Prinzip der Ernährungstherapie
Das Prinzip der Ernährungstherapie besteht in der Einschränkung bzw. Verzicht beim Verzehr von Milch und -produkten sowie von Lebensmitteln, die solche enthalten.
Gesäuerte Milchprodukte und Käse
Obwohl Sauermilchprodukte (Joghurt, Dickmilch, Kefir etc.) relativ große Mengen Milchzucker enthalten (siehe Lactosegehalt von Lebensmitteln), werden sie häufig gut vertragen. Grund hierfür sind die Milchsäurebakterien, die im Darm größere Mengen Milchzucker abbauen.
Ähnliches gilt für die Verträglichkeit vieler Käsesorten, da der Milchzucker bei der Käseherstellung durch Fermentation weitgehend abgebaut wird. Es ist für die Ernährungspraxis von Bedeutung, wenn Sauermilch- und Käseprodukte verzehrt werden können, da hierdurch zumindest ein Teil des Calciumbedarfs gedeckt wird. Außerdem sorgen Sauermilchprodukte für eine gut funktionierende Darmflora.
Tipp: Laktosefreie Rezepte
In unserer Rezeptdatenbank finden Sie zahlreiche laktosefreie Rezepte.
Laktoseintoleranz - Ernährungstherapie in der Praxis
Milchzucker als Lebensmittelinhaltsstoff erkennen
Beim Einkauf helfen Zutatenlisten und Nährwertangaben, den Laktosegehalt eines Lebensmittels einzuschätzen. In der Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) ist die Kennzeichnung und Nährwertinformation europaweit geregelt.
Nährwertangaben
Auf verpackten Lebensmitteln muss bei der Nährwertkennzeichnung der Energie- und Nährstoffgehalt (Kilokalorien bzw. Kilojoule, Fett, gesättigte Fette, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz) tabellarisch und in 100 g bzw. ml ausgewiesen werden.
Bei Milch, ungezuckerten Milchprodukten und Käse entspricht der Kohlenhydratgehalt im Lebensmittel der von Natur aus enthaltenen Laktose. Mit der Fermentierung und Käsereifung nimmt der Gehalt des Milchzuckers ab. So sind beispielsweise Hart- und Schnittkäse sowie Butter von Natur aus laktosefrei und allgemein gut verträglich. Sie enthalten, wie die im Handel erhältliche laktosefreie Milch, meist weniger als 0,1 g Laktose / 100 g bzw. ml.
Zutatenliste
Im Zutatenverzeichnis sind die im Lebensmittel enthaltenen Zutaten aufgelistet. Dabei sind die Zutaten nach ihrem Gewichtsanteil absteigend sortiert. An letzter Stelle steht die Zutat, die in geringster Menge vorhanden ist.
Allergenkennzeichnung
Zur Allergenkennzeichnung werden in der Zutatenliste die 14 häufigsten Auslöser von Lebensmittelallergien und -intoleranzen hervorgehoben. Dazu zählen auch Milch und Milchprodukte (einschließlich Laktose). Bei unverpackten Lebensmitteln z.B. beim Bäcker, an der Fleischtheke oder im Restaurant muss ebenfalls eine Information über die enthaltenen Allergene verfügbar sein.
Laktose wird als Trägersubstanz für Medikamente, Süßstofftabletten, Aromen und zum Teil in Gewürzmischungen eingesetzt. Dabei handelt es sich um kleinste Mengen, welche meist dauerhaft unproblematisch sind. Mit der neuen Allergenkennzeichnungsverordnung muss Laktose, auch wenn sie nur als Hilfsstoff eingesetzt wird, in der Zutatenliste deklariert sein.(4)
Spurenkennzeichnung
Der Aufdruck „Kann Spuren von… enthalten.“ ist eine freiwillige Angabe des Herstellers. Aus technologischen Gründen kann der Hersteller das Allergen nicht mit absoluter Sicherheit vermeiden. Da es sich dabei, wenn überhaupt, um Spuren handelt, muss der Hinweis i.d.R. für Menschen mit Laktoseintoleranz nicht berücksichtigt werden.
Empfehlung
Das Zutatenverzeichnis immer lesen, denn die Hersteller können die Zusammensetzung ihrer Produkte jederzeit verändern. Im Zweifelsfall besteht die Möglichkeit, direkt beim Hersteller nachzufragen.
Lebensmittelauswahl
Lebensmittel, die Laktose von Natur aus Laktose enthalten
Folgende Lebensmittel enthalten von Natur aus Milch bzw. Milchzucker. Abhängig vom Laktosegehalt sind sie somit nicht bzw. nur in kleinen Mengen (leichte Form der Laktoseintoleranz) geeignet:
|
Lebensmittelgruppe |
Lebensmittel |
|---|---|
|
Milch, Milchprodukte* und Käse* |
Milch, Pudding, Milchmixgetränke, Kakaogetränke, Milchbreie, Kondensmilch, Kaffeeweißer, Trockenmilch, Joghurt, Dickmilch, Kefir, Buttermilch, Sauermilch, Sauerrahm, Sahne, Molke, Quark, Hüttenkäse, Schmelzkäse, Käsezubereitungen, Käse, … |
*Die gekennzeichneten Lebensmittel enthalten unterschiedlich große Mengen Laktose (siehe Laktosegehalt ausgewählter Lebensmittel).
Lebensmittel, die Laktose enthalten können
Milchzucker, Milch, Molkenpulver usw. können insbesondere in verarbeiteten Produkten vorkommen. Wer sehr empfindlich ist bzw. keinerlei Laktaseproduktion mehr hat, muss selbst auf kleinste Mengen Laktose achten.
|
Lebensmittelgruppe |
Lebensmittel |
|---|---|
|
Brot und Backwaren |
Brot- und Kuchenbackmischungen, Milchbrötchen, Waffeln, Kuchen, Kekse, Knäcke, Kräcker |
|
Fertiggerichte und -saucen |
Pizza, Knödel, Lasagne, Backfisch, Kühl- und Tiefkühlgerichte, Konservenwaren, marinierte Fleisch- oder Gemüsezubereitungen, Gourmet- und Grillsoßen, Salatdressing, Mayonnaise, Pesto, Brotaufstriche, … |
|
Fleisch und Wurstwaren |
Würstchen (z.B. Brühwürste), Leberwurst, fettreduzierte Wurstwaren, Wurstkonserven, Schinken, ... |
|
Instant-Erzeugnisse |
Instant-Suppen, Instant-Soßen, Instant-Cremes, Kartoffelpüreepulver, Knödelpulver, Bratlingmischungen, ... |
|
Süßwaren |
Eiscreme, Schokolade, Sahne- und Karamellbonbons, süße Riegel, Nougat, Nuss-Nougat-Creme, Pralinen, Weichlakritzwaren, … |
|
weitere Produkte |
Müslimischungen, Margarineprodukte, Streichcremes, Gewürzmischungen, Süßstofftabletten, Aromen, Verdickungs- und Bindemittel, ... |
Laktose- und milchfreie Lebensmittel
Mit Ausnahme von Milch, Milchprodukten und Käse sind Lebensmittel von Natur aus laktosefrei. Am sichersten ist daher eine Ernährungsweise, in der so viel wie möglich frische und unverarbeitete Lebensmittel ausgewählt werden und Milch und Frischmilchprodukte durch laktosefreie Alternativen ersetzt werden.
Folgende Lebensmittel enthalten keinen Milchzucker:
-
Fruchtsäfte, Mineralwasser, Tee, Kaffee, ...
-
Obst
-
Gemüse
-
Nüsse und Mandeln
-
Hülsenfrüchte, Tofu
-
Kartoffeln, Nudeln, Reis
-
Getreide, Getreideflocken
-
laktosefreie Milch und Milchprodukte
-
Hart- und Schnittkäse
-
Hühnerei, gekochtes Ei, Spiegelei
-
Fleisch und Fleischwaren z.B. kalter Braten, Roastbeef, Corned Beef
-
Wurst (Inhaltsstoffe erfragen)
-
Fisch und Meeresfrüchte
-
naturreine Pflanenöle, laktosefreie Margarine, Butterschmalz, (Butter)
-
Kräuter, Gewürze
-
Honig, Konfitüre
-
Zuckerrübensirup, Melasse, Apfelkraut, Birnenkraut
-
Fruchtgummi ohne Joghurt
Laktoseintoleranz - Laktosegehalt ausgewählter Lebensmittel
Laktosegehalt ausgewählter Lebensmittel (g Laktose/100g)
|
Name |
Lact [g] / 100g |
|---|---|
|
Molkenpulver |
65,9 |
|
Kaffeeweißer |
55,0 |
|
Molkenkäse |
53,8 |
|
Magermilchpulver |
50,5 |
|
Buttermilchpulver |
42,1 |
|
Vollmilchpulver |
35,1 |
|
Kondensmilch 10 % Fett |
12,5 |
|
Kondensmilch 4 % Fett |
2,2 |
|
Stutenmilch |
6,2 |
|
Eselsmilch |
6,1 |
|
Büffelmilch |
4,9 |
|
Süßmolke |
4,7 |
|
Kuhmilch Trinkmilch 3,5% Fett |
4,7 |
|
Schafmilch |
4,4 |
|
Ziegenmilch |
4,2 |
|
Kaffeesahne 10 % Fett |
4,1 |
|
Dickmilch 1,5% Fett |
4,1 |
|
Buttermilch |
4,0 |
|
Kefir 3,5% Fett |
3,6 |
|
Saure Sahne 10 % Fett |
3,5 |
|
Kochkäse mind. 30% Fett i. Tr. |
3,5 |
|
Mascarpone |
3,4 |
|
Ricotta mind. 45% Fett i. Tr. |
3,4 |
|
Schlagsahne 30% Fett |
3,3 |
|
Körniger Frischkäse |
3,3 |
|
Quark < 10% Fett i. Tr. |
3,2 |
|
Joghurt 3,5% Fett |
3,2 |
|
Joghurt 10% Fett |
2,7 |
|
Frischkäse |
2,6 |
|
Ayran |
1,6 |
|
Obatzda |
1,0 |
|
Schmelzkäse mind. 45% Fett i. Tr. |
1,0 |
|
Appenzeller mind. 50% Fett i. Tr. |
0,4 |
|
Cheddar mind. 50% Fett i. Tr. |
0,3 |
|
Camembert mind. 50% Fett i. Tr. |
0,1 |
|
Brie mind. 50% Fett i. Tr. |
0,1 |
|
Sauermilchkäse < 10% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Weichkäse |
|
|
Camembert mind. 40% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Brie mind. 60% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Romadur mind. 30% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Münster mind. 45% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Limburger mind. 40% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Schnittkäse |
|
|
Gorgonzola |
0,0 |
|
Roquefort |
0,0 |
|
Feta |
0,0 |
|
Mozzarella |
0,0 |
|
Edamer mind. 45% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Gouda mind. 45% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Butterkäse mind. 50% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Tilsiter mind. 45% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Raclette-Käse mind. 45% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Hartkäse |
|
|
Emmentaler mind. 45% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Bergkäse mind. 45% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Greyerzer mind. 50% Fett i. Tr. |
0,0 |
|
Parmesan |
0,0 |
|
Sonstige Lebensmittel |
|
|
Streichfähiger Fleischsalat |
0,1 |
|
Käsesahnetorte |
1,7 |
|
Semmelknödel roh |
1,8 |
|
Bienenstich aus Hefeteig fettreich |
2,1 |
|
Grießnockerln roh |
3,1 |
|
Butterkeks |
5,3 |
|
Eiscreme |
6,7 |
|
Milchschokolade |
9,5 |
Berechnet mit Prodi expert
Ersatzlebensmittel
Für laktose- bzw. milchhaltige Lebensmittel gibt es zahlreiche "Ersatzlebensmittel". Die inzwischen nicht nur im Reformhaus sondern auch in einfachen und gut sortierten Lebensmittelläden erhältlich sind.
Ersatzlebensmittel für Milch und Milchprodukte
|
Milch / Milchprodukt |
Ersatzlebenmittel |
|---|---|
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