Gastronomie beteiligt sich an Aktion ‚Zu gut für die Tonne‘

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Neuer Verbündeter im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung

Laut einer Untersuchung der Universität Stuttgart werden in Deutschland knapp elf Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich von Lebensmittelindustrie, Handel, Großverbrauchern und Privathaushalten als Abfall entsorgt – zu viel, wie das Bundesverbraucherministerium unter Ilse Aigner mahnt. Aus diesem Grund hat sie die Kampagne „Zu gut für die Tonne“ gegründet. Das Ziel der Kampagne besteht darin, durch Aufklärung gegen Lebensmittelverschwendung vorzugehen. Am 30.05.2012 hat sich der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) der Initiative angeschlossen.

Lebensmittelabfälle in Deutschland betragen insgesamt ca. 11 Millionen Tonnen

Grafik Lebensmittelverschwendung

Quelle: Kastner et al. 2012

In einer Presseerklärung erläuterten Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und die Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bundesverbandes, Ingrid Hartges: „Lebensmittel sind kostbar – wir brauchen einen breiten gesellschaftlichen Schulterschluss für eine größere Wertschätzung unserer wertvollen Ressourcen. Gaststätten, Restaurantbetriebe, Großküchen, Kantinen und auch die Gäste selbst können einen wichtigen Beitrag leisten, um die Lebensmittelverschwendung zu verringern.“

Aigner und Hartges haben bereits konkrete Vorstellungen, wie in der Gastronomie Ressourcen geschont und Lebensmittelmüll vermieden werden können:

Mülltonne

  • Die Portionsgröße von Gerichten sollte sich an den Wünschen der Kunden orientieren. Dies bedeutet, dass standardmäßig mindestens zwei verschiedene Portionsgrößen angeboten werden.
  • Übrig gebliebene Lebensmittel sollten eingepackt und mit nach Hause genommen werden können („Doggy Bag“). Diese Praxis ist in den USA gang und gäbe, in Deutschland haben Gäste aber immer noch Hemmungen, sich Speisen einpacken zu lassen.
  • Bereits bei der Ausbildung junger Gastronomen werden Themen wie effiziente Verarbeitung von Lebensmitteln, kluger Einkauf und richtige Lagerung thematisiert.
  • Eine Checkliste soll helfen, Mitglieder der DEHOGA für das Thema zu sensibilisieren. Bei Bedarf werden weitere Hilfestellungen gegeben.
  • Gastronomen sollen über die Möglichkeit der Weitergabe von nicht verbrauchten Lebensmitteln an karitative Einrichtungen, beispielsweise die TAFELN aufgeklärt werden.

Ministerin Aigner und ihre Kollegen aus dem europäischen Ausland haben sich ein hohes Ziel gesetzt: Mit dieser und ähnlichen Kampagnen soll die Menge unnötiger Lebensmittelabfälle bis zum Jahr 2020 halbiert werden.

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