Foodwatch kürt dreisteste Werbelüge 2012
Zucker hat in kindgerechten Tees nichts zu suchen, entschieden 129.229 Verbraucher, und wählten die Instant-Tees von Hipp ab dem 12. Monat zur dreistesten Werbelüge des Jahres 2012. Das fertig zubereitete Getränk enthält 7,6 Gramm Zucker pro 200 Milliliter, was zwei Stück Würfelzucker entspricht. Damit sei es eher ein Süßgetränk als ein empfehlenswerter Durstlöscher, stellt foodwatch fest.
Mit 34,1 Prozent der Stimmen gewannen die Hipp-Kindertees vor der Viva Vital Hackfleischzubereitung (als fettreduziert ausgelobt, dabei soll an hochwertigem Fleisch gespart worden sein), Becel pro.activ (darin enthaltene Pflanzensterine könnten bedenklich Nebenwirkungen haben), dem Clausthaler Classic von Radeberger („mit ohne“ Alkohol (0,45 Volumenprozent)) und dem Tee „Landlust Mirabelle & Birnen“ von Teekanne (aromatisiert; Früchte auf der Verpackung dargestellt, die nicht drin sind). Hipp kündigte als Konsequenz aus der Bewertung bereits an, das ehemals als „Durstlöscher“ beworbene Produkt bis zum Jahresende umstellen zu wollen.
Die Kür zur dreistesten Werbelüge erfolgte im Rahmen der foodwatch-Kampagne abgespeist.de. Abgespeist.de wird von Foodwatch seit dem dem Jahr 2009 jährlich organisiert und richtet sich gegen die mögliche Täuschung von Verbrauchern durch „Etikettenschwindel“. In den Vorjahren entschieden sich Verbraucher für Ferreros Milchschnitte, den Monte Drink von Zott und Actimel von Danone als die dreistesten Werbelügen des Jahres.
Quellen
- Foodwatch (19.06.2012): Der Goldene Windbeutel 2012 geht an…
- www.abgespeist.de




