Leitlinie Zöliakie aktualisiert

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Gut sechseinhalb Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung haben verschiedene Fachgesellschaften die S2k-Leitlinie Zöliakie grundlegend überarbeitet. Neben praxisorientierten Handlungsempfehlungen zur Diagnose und Therapie der Zöliakie befinden sich darin auch Informationen zu anderen Weizen-assoziierten Erkrankungen.

© pixabay | DEBInet

In Fachkreisen gilt die Zöliakie als „Chamäleon der Gastroenterologie„. Grund dafür ist ihr vielfältiges Erscheinungsbild. Häufig fällt der Verdacht bei Magen-Darm-Beschwerden nicht auf diese Erkrankung. Daher wird Zöliakie oftmals erst stark verzögert oder sogar gar nicht diagnostiziert. Nicht zuletzt dank der 2014 veröffentlichten ersten Zöliakie-Leitlinie ist das Bewusstsein für die Erkrankung in medizinischen Kreisen gestiegen. Nach wie vor besteht aber ein unzureichendes Wissen über die diagnostischen Kriterien, so die Initiatoren der Leitlinie.

Daher lag ein besonderes Augenmerk bei der Überarbeitung der Leitlinie auf dem korrekten diagnostischen Vorgehen. Außerdem berücksichtigen die Vertreter der verschiedenen Fachgesellschaften neue Erkenntnisse zur Pathogenese und zu klinischen Verläufen. Im Zuge der Überarbeitung formulierten sie eine Reihe neuer Empfehlungen.

Auch das Kapitel zur Therapie der Zöliakie wurde neu strukturiert. Nach wie vor gibt es keine Alternative zur glutenfreien Ernährung bei gesicherter Zöliakie. Daher betont die Leitlinie die Notwendigkeit einer einführenden und wiederholten Ernährungstherapie. Praxisnahe Ernährungsempfehlungen sollen bei der Umsetzung der glutenfreien Diät helfen.

Außerdem gehen die Autoren im letzten Kapitel der Leitlinie klarer als bisher auf andere Weizen-assoziierte Erkrankungen (insbesondere Weizenallergie und Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität), deren Erscheinungsbilder, sinnvolle Diagnosemaßnahmen sowie Abgrenzungen zwischen den verschiedenen Krankheiten ein.

Die Leitlinie richtet sich nicht nur an Fachkreise, sondern auch an Menschen, die an Zöliakie erkrankt sind, und deren Angehörige. Trotz des komplexen Inhalts haben sich die Autoren zum Ziel gesetzt, eine einfach anwendbare praxisorientierte Leitlinie zu formulieren, die einen Handlungskorridor für häufige Entscheidungen liefert. Zudem verfolgen sie die Absicht, den Anteil der nicht-diagnostizierten oder falsch-diagnostizierten Patienten zu reduzieren.

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