Zusammenhang zwischen Vorstellungsvermögen und Gewicht entdeckt

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„Bei mir genügt es, wenn ich nur ans Essen denke und ich nehme schon zu.“ „Allein die Vorstellung an ein Gericht und mir läuft das Wasser im Munde zusammen. Ich kann es sogar riechen!“ Alles Einbildung? Aktuelle Studienergebnisse rücken diese Sätze in einen anderen, gewichtigen Kontext.

 © .Tromas
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Dass Heißhungerattacken mit Adipositas (Fettleibigkeit) einhergehen, ist seit Längerem bekannt. Wie intensiv Heißhungerattacken ausfallen, hängt wiederum davon ab, wie lebhaft Menschen sich in ihrer Phantasie Bilder von Lebensmitteln und Speisen ausmalen können. Bislang war nicht untersucht, ob auch die Fähigkeit, sich bestimmte Gerüche vorstellen zu können, Einfluss auf das Körpergewicht hat.

Aufschluss darüber sollte nun eine Studie der Yale Universität in New Heaven, einer der renommiertesten Universitäten weltweit, geben. Für die Studie füllten zunächst 25 Probanden Fragebögen aus, in denen ihre Fähigkeiten, sich bestimmte Dinge, Gerüche und Lebensmittel lebhaft in Gedanken vorzustellen, erfragt wurden. Eine Aufgabe lautete beispielsweise, sich den Duft der Seife oder des Shampoos, das die Probanden verwendeten, vorzustellen und die Intensität des heraufbeschworenen Bildes im Anschluss auf einer Skala zwischen 1 und 5 zu bewerten.

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Wie erwartet konnten sich Menschen mit einem höheren Body-Mass-Index (BMI, Körpermassenindex) Lebensmittel und deren Gerüche lebhafter vorstellen als Menschen mit einem niedrigeren BMI. Erstaunlicherweise war das olfaktorische Vorstellungsvermögen, also die Fähigkeit, sich Gerüche vorzustellen, stärker mit dem BMI assoziiert als das bildliche Vorstellungsvermögen. Eine Wiederholung der Befragung mit weiteren 57 Personen bestätigte dieses Ergebnis.

Wenn Menschen sich Gerüche besser vorstellen können, könnte dies das Verlangen nach Lebensmitteln steigern und damit die Nahrungsaufnahme erhöhen“, vermutet die an der Studien beteiligte Wissenschaftlerin Dr. Barkha Patel. „Wird die Fähigkeit, sich Gerüche vorzustellen jedoch gestört, beispielsweise durch einen Spaziergang, könnte das Verlangen zu essen möglicherweise verringert werden„, vermutet Patel. Daher hoffen die Wissenschaftler mit ihren bisherigen Studienergebnissen zur Weiterentwicklung kognitiver Verhaltenstherapien beitragen zu können. In zukünftigen Studien sollte das Vorstellungsvermögen der Probanden jedoch direkt gemessen werden, anstatt sich ausschließlich auf Selbstauskünfte der Probanden zu verlassen, rät Patel weiter.

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