
Der Geruch einer Speise trägt wesentlich zu ihrer Akzeptanz bei und in der Folge auch zu ihrem Verzehr. Der Mensch verfügt über die Fähigkeit, Gerüche ab dem Überschreiten eines bestimmten Schwellenwerts, der sogenannten „Geruchsschwelle“, zu riechen. Das Hormon Insulin scheint diese Schwelle beeinflussen zu können.
Der Körper schüttet nach dem Essen Insulin aus, das einen wesentlichen Teil der gespaltenen Nährstoffe in die Zellen bringt. Die Zellen nutzen die Spaltprodukte, um Energie zu gewinnen oder wandeln die Spaltprodukte in Stoffe um, die sich als Reserve speichern lassen.
Insulin bewirkt aber noch mehr: Es erhöht die Geruchsschwelle. Durch das Anheben der Schwelle werden Gerüche schwerer wahrgenommen und in der Folge nimmt wahrscheinlich auch die Lust ab, weiter zu essen.
Quelle:
Ketterer C, Heni M, Thamer C, Herzberg-Schäfer SA, Häring HU, Fritsche A: Acute, short-term hyperinsulinemia increases olfactory threshold in healthy subjects. Int J Obes (Lond). 2010 Nov 23. [Epub ahead of print]




