Ein voller Erfolg: Lebensmittelwarnung.de feiert ersten Geburtstag

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Seit einem Jahr haben Verbraucher die Möglichkeit, sich aktuell über Lebensmittelwarnungen und Rückrufaktionen in Deutschland zu informieren. Mit der Gründung des Portals „lebensmittelwarnung.de“ wurde der Grundstein gelegt für mehr Transparenz im Lebensmittelbereich, was angesichts der immer wiederkehrenden Lebensmittelskandale und ihrer Gefahren für die Gesundheit dringend erforderlich ist.

Eier
Am 2. November warnte das Portal vor erhöhten PCB-Gehalten in Bio-Hühnereiern (Erzeugercode: 0-DE-0358591).

Über drei Millionen Besucher verzeichnete die Internetseite lebensmittelwarnung.de, seit sie vor einem Jahr in Betrieb genommen wurde. Und 3.000 Besucher nutzen den erweiterten Service und lassen sich zeitnah über Twitter bei neu eingehenden Meldungen warnen. „Das Portal kommt bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern gut an. Sie erhalten dadurch direkte Informationen über unsichere Lebensmittel, die möglicherweise in Umlauf geraten sind“, zieht Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg, Präsident des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Bilanz. Im vergangenen Jahr wurden an dieser Stelle insgesamt 106 Warnungen veröffentlicht.

Für Cornelia Prüfer Storcks, derzeitige Vorsitzende der Verbraucherschutzministerkonferenz, ist lebensmittelwarnung.de ein Musterbeispiel für überregionale Zusammenarbeit und Informationsaustausch: „Mit www.lebensmittelwarnung.de erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher bundesweit auf einen Blick alle wichtigen Informationen, die von den zuständigen Behörden in den Ländern direkt online gestellt werden. Gerade weil Lebensmittel in den seltensten Fällen nur in einer bestimmten Region vermarktet werden, ist es sinnvoll, dass Verbraucher solche wichtigen Informationen schnell und gebündelt erhalten.“

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Der Erfolg des Verbraucherportals bewog die Betreiber, die Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, dazu, das bisherige Informationsangebot auszubauen. In Zukunft wird an dieser Stelle nicht nur vor Krankheitserregern oder gefährlichen Inhaltsstoffen in Lebensmitteln gewarnt, sondern auch vor gesundheitsschädlichen Bedarfsgegenständen wie Geschirr, Spielzeug, Reinigungsmitteln und kosmetischen Mitteln. Außerdem wird es in naher Zukunft auch möglich sein, sich per Email-Newsletter oder RSS-Feed über neu eingetroffene Warnungen benachrichtigen zu lassen.

Für die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner ist das Portal lebensmittelwarnung.de ein entscheidender Baustein für mehr Transparenz in der Lebensmittelkontrolle. Anlässlich des einjährigen Bestehens der Internetseite wies Aigner außerdem darauf hin, dass inzwischen per Gesetz weitergehende Veröffentlichungspflichten und -rechte für die Länderbehörden geschaffen wurden. Bleibt zu hoffen, dass diese Veröffentlichungsrechte auch genutzt werden. Der interessierte Verbraucher würde sich sicher auch über Informationen zur Hygiene in Lebensmittel verarbeitenden Betrieben und in der Gastronomie freuen. Hier hat Deutschland noch deutlichen Nachholbedarf.

Quelle:
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (2012):
Verbraucherportal Lebensmittelwarnung.de wird erweitert. Ein Jahr nach dem Start ziehen die Betreiber eine positive Bilanz. Pressemitteilung Nr. 301 vom 18.10.2012.

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