Mit Musik isst es sich langsamer

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Durch eine geschickt ausgewählte musikalische Untermalung lässt sich die Essgeschwindigkeit verringern. Dies ergab eine Versuchsreihe, die von Wissenschaftlern der Universität Aarhus (Dänemark) durchgeführt wurde. Die Studienergebnisse bieten einen interessanten Ansatzpunkt zur Unterstützung der Gewichtsabnahme.

Für die Studie wurden knapp 250 Probanden gewonnen, die – so die offizielle Version – Schokolade verkosten und sensorisch bewerten sollten. Eigentlich ging es den Wissenschaftlern darum zu messen, wie lange sich die Probanden für die Verkostung Zeit ließen, während sie verschiedene Varianten von Musik hörten. Außerdem gab es eine Verkostung ohne Musik. Kern des Experiments bildete die Musik. Die Tonspuren waren in Harmonie und Instrumentierung ähnlich, unterschieden sich aber in Tempo und Artikulation. Es gab eine langsame Version mit 45 bpm (beats per minute) sowie eine schnelle Version mit 180 bpm. Außerdem waren die aufeinanderfolgenden Töne entweder mehr oder weniger miteinander verbunden (legato) oder durch Lücken voneinander getrennt (staccato). Die sich so ergebenden vier Varianten (langsam legato, langsam staccato, schnell legato, schnell staccato) wurde mit der Situation ohne Musik verglichen.

Die Wissenschaftler beobachteten, dass die Testpersonen mit musikalischer Untermalung um 30 Prozent langsamer aßen als in Stille. Am deutlichsten ausgeprägt war der Effekt bei der langsamen legato-Version, gefolgt von der langsamen staccato-Variante und dem schnellen legato-Musikstück. Die Forscher vermuten, dass sich der Rhythmus des Kauens an den Takt der Musik anpasst, und daher die Probanten beispielsweise bei langsamen Musikstücken langsamer essen.

Noch fehlen Studien, wie sich die Hintergrundmusik bei vollständigen Mahlzeiten auf die Essensmenge auswirkt. Sollten die Ergebnisse der aktuellen Studie in weiteren Studien bestätigt werden, böte sich ein interessanter Ansatz zur Unterstützung der Gewichtsreduktion. Denn wenn die Musik dabei hilft, Mahlzeiten langsamer und bewusster zu genießen, wird auch das Sättigungsgefühl besser wahrgenommen. Auf diese Weise ließe sich die Kalorienaufnahme reduzieren, was wiederum die Gewichtskontrolle erleichtern würde, so die Hoffnung.

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