Durch die feuchtwarme Sommerwitterung finden Fruchtfliegen zurzeit optimale Vermehrungsbedingungen vor. Doch nicht jeder teilt seine Speisen und Getränke gerne mit den kleinen Insekten.
Die bei uns als Fruchtfliegen bekannten Tierchen – eigentlich sind es Taufliegen – sind nicht nur lästig, sie verbreiten auch Fäulnisbakterien und Hefen, die Obst und Gemüse schneller verderben lassen. Im Unterschied zu Stubenfliegen ist die Übertragung von Krankheitskeimen durch Fruchtfliegen allerdings sehr unwahrscheinlich. Dennoch können die kleinen Tierchen schnell lästig werden. Was hilft gegen die Plagegeister?
- Obst und Getränke schützen: Wie der Name schon vermuten lässt, haben Fruchtfliegen eine Vorliebe für Obst, außerdem mögen sie besonders Fruchtsäfte, vergorene Getränke sowie Essig. Deshalb sollten Obst und Getränke im Sommer nicht offen gelagert werden. Mit Fliegenhauben kann Obst vor einem Befall geschützt werden, alternativ kann es auch im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden (Ausnahme: Bananen, denn sie verfärben sich bei kühlen Temperaturen braun). Wer Trinkgläser z. B. mit einem Glasuntersetzer abdeckt, lockt keine Fruchtfliegen an und vermeidet unerwünschte Badegäste in seinem Getränk.
- Gärendes Obst und Gemüse sofort beseitigen: Verdorbenes Obst und Gemüse lockt Fruchtfliegen an. Deshalb sollte der Obstkorb insbesondere im Sommer regelmäßig kontrolliert werden.
- Keine Lebensmittel und Getränke offen stehen lassen: Wer keine Fruchtfliegen anlocken möchte, sollte nach dem Essen Speise- und auch Getränkereste rasch wegräumen und auch kein benutztes Geschirr offen stehen lassen.
- Mülleimer regelmäßig reinigen: Restmüll- und Komposteimer sind ein wahres Schlaraffenland für Fruchtfliegen und bieten optimale Vermehrungsbedingungen. Sie sollten deshalb unbedingt einen Deckel haben, regelmäßig geleert und gereinigt werden.
- Fallen aufstellen: Gegen Fruchtfliegen hilft eine Schale, in die Essig mit etwas Saft und einem Spritzer Spülmittel gefüllt wird. Das Spülmittel nimmt der Flüssigkeit die Oberflächenspannung, so dass die angelockten Fliegen ertrinken. Wer möchte, kann die Schale mit einer perforierten Klarsichtfolie abdecken (dann aber darauf achten, dass die Löcher groß genug sind). Im Handel sind außerdem Klebestreifen erhältlich, die an besonders exponierten Stellen, z. B. dem Küchenfenster oder in der Nähe des Obstkorbes, angebracht werden können.
Quelle:
Minifliegen in der Küche: So bekommen Sie die Hochsommer-Plage in den Griff. In: Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk) 2011, Heft 7/8, Seite 4-5.




