Worauf achten Studenten bei ihrer Ernährung? Alter und Geschlecht als Selektionskriterien

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Mit ein wenig Menschenkenntnis und Erfahrung gelingt es häufig, Studierende bestimmten Fachrichtungen zuzuordnen. Doch nicht nur äußerliche Merkmale und das Auftreten unterscheiden sich zwischen verschiedenen Studiengängen, sondern auch Ernährungseinstellungen und Essensvorlieben.

 © Moe_
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An der Bonner Universität wurden insgesamt 1.593 Studierende verschiedener Fachrichtungen (Recht, Mathematik, Germanistik, Sozialwissenschaften, Medizin, Agrar- und Ernährungswissenschaften) zu ihren Einstellungen, Vorlieben und Abneigungen in Bezug auf ihre Ernährung und damit verbundene Aktivitäten (beispielsweise Einkaufen gehen oder die Zubereitung von Speisen) befragt. Die meisten Studierenden waren zwischen 18 und 24 Jahre alt, wobei Frauen bedingt durch die Wahl der Studiengänge zahlenmäßig leicht überrepräsentiert waren. Unter Verwendung eines speziellen Verfahrens gelang es der Wissenschaftlerin Alice Barth vom Institut für politische Wissenschaft und Soziologie an der Universität Bonn, grundlegende Ernährungsorientierungen zu identifizieren. Sie unterschied dabei folgende Grundmuster:

  • Gesundheitsorientierung
  • Zubereitungsorientierung
  • Genussorientierung
  • Nahrungsaufnahme als Nebensache
  • Verbindung von Essen mit positiven sowie negativen Emotionen

Frau Barth von der Universität Bonn stellte fest, dass sowohl der Studiengang als auch das Geschlecht der Studierenden im Zusammenhang mit ihrer Ernährungsorientierung standen. Studentinnen hatten häufiger einen emotionalen Bezug zum Essen, bereiteten Speisen lieber selbst zu und achteten mehr auf eine gesunde Ernährungsweise als ihre männlichen Kommilitonen. In Bezug auf den Studiengang bestanden deutliche Unterschiede zwischen Studierenden naturwissenschaftlicher beziehungsweise geistes-, sozial- und ernährungswissenschaftlicher Fachrichtungen: Während Studierende der letztgenannten Fachrichtungen Essen als genussvolles Gemeinschaftserlebnis verstanden und insgesamt gesundheitsbewusster zu sein schienen, war die Ernährungsorientierung naturwissenschaftlicher Studierender eher pragmatisch. Qualität und Genuss beim Essen waren für sie vergleichsweise unwichtig.

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Nach ihren Vorlieben befragt, waren Nudeln bei den meisten Studierenden (68,5 Prozent) beliebt. Männer waren darüber hinaus vergleichsweise häufig für Fleisch, Fast Food und traditionelle deutsche Gerichte zu begeistern, während Frauen frisches Gemüse, vegetarische oder vegane Speisen, Süßspeisen und Salate bevorzugten. Auf ein Wort reduziert, beschrieb Frau Barth den „männlichen Geschmack“ als eher „deftig„, das „weibliche Geschmacksmuster“ dagegen als „leicht„.

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