Berger et al. stellten fest, dass das Magersucht-Risiko von Mädchen durch einen präventiv ausgerichteten Unterricht in bedeutsamen Ausmaß gesenkt werden kann.

Nachdem in Thüringen mehr als ein Viertel aller zwölfjährigen Mädchen ein problematisches Essverhalten zeigte, entwickelten Berger et al. „PriMa“: ein Programm zur Primärprävention von Magersucht bei Mädchen. An dem Programm nahmen in 42 Thüringer Schulen über 1000 Mädchen teil.
Das Programm umfasste 9×90 minütige Unterrichtseinheiten. Diese sahen z. B. Übungen vor, bei denen die Mädchen aktiv mitmachen konnten. Extra für diesen Anlass entwickelte Poster, die Szenen aus dem Leben einer Barbiepuppe zeigen, dienten als Gesprächsgrundlage. Auch die Berichte einer magersüchtigen Patientin waren Teil des Präventionsprogramms.
Die Mädchen wurden vor, direkt im Anschluss und drei Monate nach der Teilnahme an dem Programm befragt. Dadurch wurde erhoben, welches Selbstwertgefühl die Zwölfjährigen mit ihrem Körper verbinden und wie sie ihren Körper wahrnehmen: ob sie mit diesem zufrieden sind und welche Einstellung sie zu ihm haben. Weiterhin war das Essverhalten Bestandteil der Erhebung.
Quelle:
Berger U, Joseph A, Sowa M, Strauss B: The Barbie-Matrix: effectiveness of a school-based German program for the primary prevention of anorexia nervosa developed for girls up to the age of 12. PSYCHOTHER PSYCH MED 2007;57(6):248-55.
Angebote im Bereich Ess-Störungen in der Online-Datenbank der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf




