Bereits während der Schwangerschaft können bestimmte Lebensmittel das Risiko für allergische Erkrankungen steigern

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Ein neu entwickelter Schwangerschafts-Ernährungsindex zeigt deutliche Zusammenhänge zwischen der mütterlichen vorgeburtlichen Ernährung und dem Risiko für allergische Erkrankungen der Kinder. Unter den enthaltenen Lebensmitteln waren sowohl allergievermeidende als auch -fördernde Lebensmittel vertreten.

Bereits des Öfteren haben Wissenschaftler untersucht, wie sich der Verzehr einzelner Lebensmittel, verschiedene Ernährungsmuster und Ernährungsindizes während der Schwangerschaft auf das Risiko für allergischen Erkrankungen des Nachwuchses auswirken. Die Analyse von Ernährungsmustern und Ernährungsindizes hat den Vorteil, dass nicht einzelne Lebensmittel zur Risikobewertung herangezogen werden, sondern ein möglichst breites Spektrum. In einer aktuellen Übersichtsarbeit fanden Wissenschaftler allerdings kaum Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen verschiedenen Ernährungsmustern oder Ernährungsindizes während der Schwangerschaft und den allergischen Resultaten der Nachkommen. Dies kann auch damit zusammenhängen, dass die bislang eingesetzten Ernährungsindizes ursprünglich für andere Zwecke entwickelt wurden.

Wissenschaftler der Universität Colorado haben nun einen speziellen Ernährungsindex für die Ernährung während der Schwangerschaft entwickelt. Dieser enthält verschiedene Lebensmittel, die vor späteren Allergien schützen (Gemüse, Milchprodukte) sowie solche, die deren Entstehung begünstigen (Bratkartoffeln/Pommes frites, Reis, Getreideprodukte, rotes Fleisch und purer Fruchtsaft).

Anhand von Daten der Healthy-Start-Studie, einer Kohortenstudie von schwangeren Frauen und deren Kindern aus dem Raum Colorado, analysierten die Wissenschaftler sodann den Zusammenhang zwischen dem neu entwickelten Schwangerschafts-Ernährungsindex und dem Risiko für allergische Erkrankungen der Kinder bis zum Alter von vier Jahren. Es zeigte sich, dass eine günstigere Lebensmittelauswahl während der Schwangerschaft mit einem geringeren Risiko für allergische Rhinitis (allergischer Schnupfen), atopische Dermatitis (Neurodermitis), Asthma und Atemprobleme (Keuchen) assoziiert war. Dagegen bestand kein Zusammenhang zu Lebensmittelallergien der Kinder – wobei diese in der berücksichtigten Altersgruppe auch nur selten vorkamen.

Die Forscher vermuten als Ursache eine Beeinflussung der Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm (Darmmikrobiom) des ungeborenen Kindes. Aus früheren Studien ist bereits bekannt, dass der Verzehr von Gemüse und Milchprodukten (einschließlich Joghurt) die Artenvielfalt des Mikrobioms fördert, was wiederum die Darmfunktion unterstützt und das Allergierisiko vermindert.

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