Das Internet ist ein Markt der unbegrenzten Möglichkeiten, jedoch nicht ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) rät zur Wachsamkeit beim Bestellen von Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln aus dem Internet. Es besteht die Gefahr, dass Verbraucher bewusst getäuscht werden.

Im Rahmen einer Untersuchung des BVL wurden verschiedene Produkte aus dem Internet, insbesondere Nahrungsergänzungsmittel, stichprobenartig untersucht. Dabei zeigte sich, dass viele Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln (vor allem Schlankheitsmittel, Schönheits- und Potenzsteigerungsmittel, Antiagingprodukte und Sportlernahrung) zwar viel versprachen, aber wenig halten konnten. In vielen der untersuchten Mittel waren die intensiv beworbenen Zutaten nicht vorhanden, ein Teil der Mittel enthielt sogar gesundheitsschädliche Substanzen.
Bislang hinkt die Lebensmittelüberwachung dem zunehmenden Lebensmittelangebot im Internet deutlich hinterher. Die Lage wird dadurch erschwert, dass viele Internetanbieter nicht registriert und damit auch den Überwachungsbehörden nicht bekannt sind. Eine Stichprobe des BVL zur Kontrolle des Internethandels mit Lebensmitteln ergab, dass circa jedes vierte Unternehmen, das im Internet Lebensmittel verkauft, zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht registriert war. Noch bedenklicher war die Situation bei reinen Onlinehändlern: Hier waren zwei von fünf Händlern (40 Prozent) nicht gemeldet. Eine fehlende Registrierung verhindert nicht nur die Lebensmittelüberwachung, sie erschwert auch Reklamationen durch den Besteller.
Verbraucherschützer raten, bei Bestellungen besonders achtsam im Internet zu sein. Besonders bei Produkten, die nur über das Internet vermarktet werden, ist höchste Vorsicht geboten. Das BVL hat einen Flyer zum sicheren Einkauf von Lebensmitteln im Internet herausgegeben. Er ist hier kostenlos als Download erhältlich.




