Mehr Lust oder Frust beim Alltagseinkauf?

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Wie beginnt Ihr Start ins Wochenende? Mit leerem Kühlschrank und aufgebrauchten Vorräten? Dann sind Sie sicher nicht allein: Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen den Samstag für alltägliche Besorgungen. Die Begeisterung dafür hält sich allerdings in Grenzen, wie eine Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) offenbarte.

 © Attila con la cámara
© Attila con la cámara

Für die Analyse des Einkaufsverhaltens befragt die GfK rund 30.000 Haushalte in Deutschland. Die Befragungen werden regelmäßig wiederholt, um Trends im Einkaufsverhalten ermitteln zu können.

Aktuelle Ergebnisse aus dem Jahr 2014 zeigen, dass für jeden dritten Haushaltsführenden (34 Prozent) der Einkauf im Supermarkt, Discounter oder der Drogerie eher eine lästige Pflicht ist. Der Anteil der Pflicht-Einkäufer ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen: 2006 gaben 26 Prozent der Befragten an, alltägliche Einkäufe als lästig zu empfinden, 2010 waren es bereits 34 Prozent. Im selben Zeitraum sank die Anzahl der jährlichen Einkaufstermine von 267 (2004) auf 216 (2014).

Dass das Einkaufen von Gütern für den täglichen Bedarf zunehmend unbeliebter wird, lässt sich womöglich darauf zurückführen, dass immer mehr Menschen am eigentlich freien Samstag einkaufen müssen. Dementsprechend ist der Anteil des Umsatzes, der für Güter des täglichen Bedarf am Samstag erwirtschaftet wird, seit 2010 um zwei Prozent gestiegen, während der am Donnerstag und Freitag erzielte Anteil des Umsatzes zurückgegangen ist. Übrigens scheinen Senioren besonders gerne an Donnerstagen einzukaufen.

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Abschließend noch ein Blick in die Einkaufskörbe: Unterscheidet sich die Produktauswahl unter der Woche und am Wochenende? Die Daten der GfK sprechen dafür. Ab Donnerstag werden zunehmend mehr frische Lebensmittel gekauft, zum Beispiel Obst und Gemüse, Fleisch, Geflügel und Wurst. Vielleicht ein Hinweis darauf, dass am Wochenende mehr Mahlzeiten frisch zubereitet werden? Die Nachfrage nach Süßwaren und alkoholischen Getränken steigt ebenfalls zum Wochenende hin an. Putzmittel haben dagegen montags Hochkonjunktur. Der Absatz von Babynahrung bleibt über die gesamte Woche relativ stabil. Die Konsumforscher der GfK spekulieren, dass junge Väter und Mütter seltener Vollzeit arbeiten und daher den Einkaufstag selbst wählen können.

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