Neue Studienergebnisse belegen Unwirksamkeit der Blutgruppendiät

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Eine an die eigene Blutgruppe angepasste Ernährung soll das Abnehmen erleichtern und gesünder sein. Doch stimmt dies wirklich? Die Ergebnisse einer aktuellen Studie widerlegen grundlegende Aussagen der Blutgruppen-Diät.

Die Blutgruppendiät geht auf den Naturheilmediziner Dr. Peter D’Adamo zurück, der behauptete, dass die Blutgruppe eines Menschen bestimme, welche Lebensmittel er am besten vertrage. D‘Adamo zufolge sollten Menschen mit der Blutgruppe 0 (Jäger-Höhlenbewohner-Typ) vor allem Fleisch und Fisch benötigen, Menschen der Blutgruppe A (Landwirt-Typ) hingegen Pflanzenkost. Menschen der Blutgruppe B (die Ausgeglichen) würden die meisten Lebensmitteln vertragen, mit Ausnahme von Geflügelfleisch, Weizen- und Roggenprodukten. Die postulierte unterschiedliche Verträglichkeit führt D’Adamo darauf zurück, dass die Eiweiße der Lebensmittel mit Bestandteilen im Blut reagieren. Die Blutgruppe kann angeblich auch die Gewichtsabnahme beeinflussen und zu größeren Erfolgen führen, wenn eine Blutgruppen-angepasste Kost verzehrt wird.

Soweit die Theorie. In Studien wurde wiederholt über unterschiedliche Gesundheitsrisiken von Menschen mit verschiedenen Blutgruppen berichtet, sei es in Bezug auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder das Auftreten bestimmter Infektionen. Dr. Neal Barnard von der George-Washington-Universität und seine Kollegen haben nun in einer Studie verglichen, wie sich eine für Menschen der Blutgruppe A vorgeschlagene vegane Ernährungsweise auf die Gewichtsabnahme und Gesundheit von Menschen verschiedener Blutgruppen auswirkt. Hierfür analysierten die Wissenschaftler Daten einer randomisiert-kontrollierten Studie, in der die Probanden der Interventionsgruppe 16 Wochen eine fettarme, rein pflanzliche Diät einhielten, während die Probanden der Kontrollgruppe ihre gewohnte Ernährung beibehielten. Zu Beginn der Studie waren alle 244 Probanden übergewichtig, aber nicht an Diabetes erkrankt.

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Die Wissenschaftler stellten fest, dass die vegane Kost den Stoffwechsel der Probanden der Interventionsgruppe anregte, wodurch sie nach Mahlzeiten durchschnittlich knapp 19 Prozent mehr der aufgenommenen Kalorien verbrannten als die Probanden der Kontrollgruppe. Von 68 Probanden der Interventionsgruppe war die Blutgruppe bekannt. Sowohl die Probanden der Blutgruppe A, welche die für ihre Blutgruppe ideale Kost erhalten hatten, als auch die Probanden der anderen Blutgruppen hatten deutlich an Gewicht abgenommen, wobei die Gewichtsabnahme der Probanden mit der Blutgruppe A (-5,7 Kilogramm) entgegen der Theorie von D’Adamo geringer ausfiel als jene der anderen Blutgruppen (-7,0 Kilogramm). Ein ähnliches Bild ergab sich für die Fettmasse der Probanden. Die fettarme, vegane Kost wirkte sich auch günstig auf die Nüchternblutzuckerwerte, das Gesamtcholesterin und das LDL-Cholesterin aus, wobei hier ebenfalls alle Probanden profitierten und kein Heimvorteil der Menschen mit der Blutgruppe A ersichtlich war.

„Wir haben festgestellt, dass die Blutgruppe keinen Unterschied macht“, fasst Barnard zusammen. „Während die Blutgruppendiät besagt, dass eine Ernährung auf pflanzlicher Basis besser für die Blutgruppe A und schlechter für die Blutgruppe 0 sein sollte, erwies sie sich für Menschen aller Blutgruppen als vorteilhaft, und es gab keine Hinweise darauf, dass eine fleischhaltige Ernährung für irgendjemanden gut ist. Unsere Forschung zeigt, dass alle Blutgruppen gleichermaßen von einer veganen Ernährung profitieren, die auf dem Verzehr von Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten basiert, und zwar speziell im Hinblick auf Gewichtsverlust und kardiometabolische Gesundheit bei übergewichtigen Erwachsenen“, schließt Barnard.

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