Nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen: ein zunehmendes Gesundheitsproblem

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Zu den nicht-alkoholischen Fettlebererkrankungen (NAFLD) zählen verschiedene Erkrankungen der Leber. Trotz ihres vermehrten Auftretens und des drohenden schweren Verlaufs werden NAFLD häufig unterschätzt.

Das Spektrum der NAFLD reicht von gutartigen Ablagerungen von Fett in der Leber ohne Entzündung (Fettleber), über eine Fettleberhepatitis (Steatohepatitis, kurz NASH) mit entzündlichen Veränderungen der Fettleber, einer Leberfibrose (Bindegewebsvernarbung) bis hin zu Leberzirrhose (Vernarbung) und Leberzellkrebs. Nicht immer werden alle Stadien nacheinander durchschritten. So hatte jeder zweite Patient mit einer NAFLD-bedingten Krebserkrankung zuvor keine Leberzirrhose, sondern lediglich eine Fettleberhepatitis.

Die Symptome von NAFLD sind zunächst unspezifisch. Daher werden NAFLD häufig erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt, wenn Müdigkeit und Konzentrationsprobleme sich verschärft haben. Weitere Anzeichen sind dann gelbe Verfärbungen von Haut und Augen.
In Deutschland stellt die NAFLD ein zunehmend größeres Gesundheitsproblem dar. „Man kann durchaus von der ‚Volkskrankheit Fettleber‘ sprechen, die immer mehr Menschen betrifft und stark unterschätzt wird“, erläutert Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. „Feind Nummer eins der Leber ist das ‚Metabolische Syndrom‘, das zur nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung, der sogenannten NAFLD, führen kann. Etwa ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung leidet daran. Überdurchschnittlich häufig betroffen sind die 55-bis 75-Jährigen, aber auch bei Kindern stoßen die Ärzte immer häufiger auf eine Fettleber.“

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Menschen mit starkem Übergewicht haben nicht nur ein erhöhtes Risiko, an einer Fettleber zu erkranken. Im Vergleich zu normalgewichtigen Menschen ist ihr Risiko, dass die Erkrankung schwer verläuft und zu einem chronischen Schrumpfungsprozess der Leber führt, sechsfach erhöht.
Doch soweit muss es nicht kommen. „Es gibt durchaus Möglichkeiten, der Erkrankung vorzubeugen,“ hebt Prof. Manns hervor. „Regelmäßige körperliche Aktivität senkt das Risiko für Fettlebererkrankungen. NAFLD-Patienten sollten daher ein Ausdauer- und/oder Krafttraining durchführen. Auch sollte die Kalorienaufnahme dem Energiebedarf angepasst werden. Durch Ausdauerbewegung wie schnelles Spazierengehen kann die mit der Fettleber verbundene Zuckerkrankheit verhindert oder verzögert werden. Wichtig für eine gesunde Leber sind ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung.“

Neben einer Veränderung des Lebensstils könnten zukünftig auch Medikamente zur NAFLD-Therapie eingesetzt werden. Vielversprechende Forschungsansätze sind die Beeinflussung des Fettstoffwechsels der Leber, Verminderung von Entzündungsreaktionen sowie der Eingriff in den Prozess der Lebervernarbung.

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