Ohne Frühstück steigt das Risiko für Typ-2-Diabetes

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Mit der Anzahl an Wochentagen, an denen auf das Frühstück verzichtet wird, steigt das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. So lautet das Ergebnis einer Metaanalyse, in der Wissenschaftler des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) die Ergebnisse bestehender epidemiologischer Studien zusammenfassend auswerteten.

© herrkleoppel (überarbeitet)

Dr. Sabrina Schlesinger, Leiterin der Nachwuchsforschergruppe Systematische Reviews, und ihre Kolleginnen am DDZ bezogen in ihre Auswertung alle vorausschauenden Kohortenstudien zum Thema ein, die bis zum August 2017 veröffentlicht wurden. Sechs Studien erfüllten die Einschlusskriterien der Wissenschaftlerinnen und wurden im Folgenden gemeinsam analysiert.

Von den insgesamt 96.175 Probanden erkrankten 4.935 (5,1 Prozent) im Studienzeitraum an Typ-2-Diabetes. Probanden, die mindestens einmal das Frühstück ausließen, hatten ein 1,3-fach höheres Risiko für Typ-2-Diabetes. Das Typ-2-Diabetes-Risiko stieg mit zunehmender Anzahl von Wochentagen ohne Frühstück an: Von 1,06-fach bei einem Tag ohne Frühstück auf 1,55-fach bei vier bis fünf Tagen ohne Frühstück. Wenn noch seltener gefrühstückt wurde, nahm das Risiko nicht mehr weiter zu. Dieser Zusammenhang blieb auch bestehen, wenn die Wissenschaftlerinnen Unterschiede im Body Mass Index (BMI) der Probanden berücksichtigten.

Worauf dieser Zusammenhang zwischen dem Frühstücksverzicht und einem erhöhten Typ-2-Diabetes-Risiko zurückzuführen ist, lässt sich bislang nicht mit Bestimmtheit sagen. Man könnte vermuten, dass Menschen, die regelmäßig frühstücken, einen gesünderen Lebensstil haben, sich insgesamt gesünder ernähren und deshalb seltener an Typ-2-Diabetes erkranken. Allerdings wurde die Ernährungsqualität der Probanden in die aktuellen Studien ebenso einbezogen wie ihr BMI. Möglicherweise geht der Verzicht aufs Frühstücken mit einer schlechteren Blutzuckerkontrolle einher und kann auf diesem Weg eine Erkrankung an Typ-2-Diabetes begünstigen. „Weitere Studien sind nötig, die neben der Aufklärung der Mechanismen auch den Einfluss der Zusammensetzung des Frühstücks auf das Diabetesrisiko erforschen“, erläutert Dr. Sabrina Schlesinger. „Grundsätzlich ist ein regelmäßiges und ausgewogenes Frühstück allen Menschen – mit und ohne Diabetes – zu empfehlen.“

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