Autorin: Sinem Erdaghan
Hintergrund
In Deutschland leben circa vier Millionen Muslime. Einmal im Jahr müssen die gläubigen Muslime fasten. Diese Fastenzeit wird Ramadan genannt und beginnt im Jahr 2013 am 9. Juli und endet am 7. August. Anschließend folgt das Zuckerfest, das drei Tage dauert. Der Ramadan richtet sich nach dem islamischen Mondkalender, dessen Jahr nur 354 Tage hat. Da sich unser Kalender nach der Sonne richtet und 365 Tage hat, verschiebt sich der Zeitpunkt des Ramadans jedes Jahr um elf Tage.
Das Fasten gehört zu den fünf Säulen des Islams. Zu den fünf Säulen gehören außerdem:
- das Glaubensbekenntnis
- das Gebet (fünfmal täglich)
- die Almosenabgabe (das Geld kommt den bedürftigen Menschen zugute) und
- die Pilgerfahrt nach Mekka

Während der Fastenzeit dürfen die Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang keine Speisen und Getränke zu sich nehmen. Somit wird den „wohlhabenden“ Menschen ein Einblick in die „Armut“ gewährt. In der Fastenzeit unterstützt jeder Moslem seine Glaubensbrüder und Menschen in Not. In ärmeren Ländern läuft es darauf hinaus, dass Essensspenden im privaten Bereich und Moscheen bereitgestellt werden. Es ist auch möglich, Geld zu spenden, das dann über die örtliche Moschee weltweit verteilt wird.
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Vom Fasten ausgeschlossen sind Kinder bis zur Pubertät, kranke und ältere Menschen, Reisende und Frauen, die stillen, schwanger sind oder die Menstruation haben.
Wie ernährt man sich richtig?
Da man während des Ramadans zwei Mahlzeiten zu sich nimmt und der Ramadan dieses Jahr im Sommer stattfindet, muss man besonders auf die Ernährung achten.

Die Fastenden neigen dazu, abends so viel Nahrung wie möglich zu verzehren. Die Nahrungsmittelauswahl ist aus diesem Grund von großer Bedeutung und der Flüssigkeitsmangel muss kompensiert werden. Es sind Lebensmittel zu bevorzugen, die einen höheren Wassergehalt haben wie Obst und Gemüse (Wassermelone, Apfel, Salat …).
Das Fastenbrechen sollte traditionell mit einem Glas Wasser und mit einer Dattel erfolgen. Anschließend gibt es eine Suppe und einen Salat. Bevor man mit dem Hauptgang beginnt, sollte man eine kurze Pause einlegen. Im Hauptgang sind Proteine und Kohlenhydrate und auch als Vitaminlieferant Gemüse sehr wichtig, auf frittierte Nahrungsmittel sollte man verzichten. Im weiteren Verlauf des Abends muss man auf die Flüssigkeitszufuhr achten und am besten stilles Wasser oder ungesüßte Tees zu sich nehmen.
Wichtig ist das reichhaltige Frühstück vor Sonnenaufgang. Dazu sollte man sich genügend Zeit lassen: mit einem Stück Obst oder Müsli beginnen, anschließend langkettige Kohlenhydrate (Vollkornprodukte – die Sättigung hält länger), Milchprodukte und Ballaststoffe zu sich nehmen und dazu viel trinken.
Wenn man sich während des Ramadans gesund ernährt und ausreichend trinkt, das heißt eine Flüssigkeitsmenge von circa eineinhalb bis zwei Liter zu sich nimmt, kann man bedenkenlos fasten. Die Reinigung und Entgiftung des Körpers durch das Fasten ist in allen Kulturen anerkannt. Außerdem werden das Wohlbefinden und das innere Gleichgewicht durch den Ramadan positiv beeinflusst und gesteigert.




