
Die Tupinambas sind ein brasilianischer Indianerstamm, der sich hauptsächlich von bestimmten Erdknollen ernährt und dem diese spezielle Erdknolle, der Topinambur, seinen Namen zu verdanken hat. Nach seiner Einfuhr nach Europa erhielt der Topinambur zunächst großen Zuspruch, wurde dann aber im 18. Jahrhundert von der Kartoffel verdrängt.
Der Korbblütler verträgt Temperaturen von bis zu –30 °C und vermehrt sich fast explosionsartig. Wird ihm nicht Einhalt geboten, breitet er sich schnell aus. Die gelb blühende Pflanze gleicht einer kleineren Ausgabe der Sonnenblume und erfüllt als Windschutz gute Dienste.
Roh schmeckt Topinambur eher langweilig, aber durch das Garen erhält er einen raffinierten, leicht nussigen, süßlichen Geschmack nach einer Mischung aus Artischocke, Schwarzwurzel, Kohlrabi und Spargel. In Maßen genossen, tut er dem Magen wohl, in großen Mengen kann Topinambur aber aufgrund des Inhaltstoffs Inulin Durchfälle und Blähungen verursachen. –> Inhaltsstoffe

Einkauf
Hellschalige Knollen schmecken würziger als dunkelschalige.
Lagerung
In eine Plastiktüte oder ein feuchtes Tuch gehüllt lassen sich die Knollen im Kühlschrank lagern. Falls das Aussehen etwas verdorrt ist, kann ein einstündiges Einlegen in kaltes Wasser Abhilfe schaffen.
In der Küche
Topinambur kann roh oder gekocht gegessen werden. Da beim Kochen in Wasser wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen, ist es vorzuziehen, das Gemüse zu backen, zu dünsten oder zu braten.
Informationen zu der Serie „STAR der Woche“
Quelle:
amazon(3866472013, [Bendel L: Das große Lexikon der Früchte und Gemüse. Herkunft, Inhaltsstoffe, Zubereitung, Wirkung. Anaconda, Köln, 2008])




