Das war die Gewinnspielfrage der Nutri-Science GmbH beim VDD Kongress in Wolfsburg. Zusätzlich wurde nach dem möglichen Fettsäuren-Verhältnis der schokolierten Nüsse gefragt. Um das Rätsel zu lösen, durften die Ernährungssoftwareprogramme NutriGuide® und Prodi® zur Hilfe genommen werden. Damit bestand die größte Herausforderung darin, die Menge der Nüsse mit Schokoladenüberzug richtig einzuschätzen.

Inzwischen sind die Antworten ausgewertet. Die Gewinnspielteilnehmer haben im Glas zwischen 1500 bis 11800 kcal vermutet. Die Frage nach dem Fettsäuren-Verhältnis haben 62,3% der Teilnehmer richtig beantwortet.
Haben oder hätten Sie´s gewusst?
In dem hier abgebildeten Glas befanden sich 1294 g mit Schokolade ummantelte Nüsse und damit 7091 kcal*. In 100 g „Nüssen mit Schokoladenüberzug“* befinden sich 12,7 g gesättigte Fettsäuren (GFS), 12,8 g einfach ungesättigte Fettsäuren (EUFS) und 13,7 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren (MUFS).
Welches Fettsäuren-Verhältnis haben oder hätten Sie vermutet?
| Antwort | Fettsäuren-Verhältnis GFS : EUFS : MUFS |
|---|---|
| A | 26 : 13 : 1 |
| B | 1 : 1 : 1 |
| C | 1 : 2 : 8 |
| Lösung | Hierbei handelt es sich um das Fettsäuren-Verhältnis von … |
| A | … Vollmilchschokolade |
| B | … Nüssen mit Schokoladenüberzug |
| C | … Walnüssen |
*berechnet mit Prodi 6.5, Datenbank BLS 3.02 Extrakt (1)
Empfehlungen für die Fettsäuren-Zusammensetzung
Laut „D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr“ sollte der Anteil gesättigter Fettsäuren maximal ein Drittel der Gesamtfettzufuhr betragen (< 10% der Gesamtenergie). Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sollten ca. 7% und max. 10% der Nahrungsenergie ausmachen. Einfach ungesättigte Fettsäuren dürfen mit 10% der Nahrungsenergie und mehr den Rest der Fettzufuhr abdecken. Kurz gesagt, handelt es sich um eine gute Fettsäuren-Zusammensetzung, wenn gesättigte Fettsäuren (mit max. 10% der Energie) und ungesättigten Fettsäuren (mit insgesamt 20% der Energie) im Verhältnis 1:2 stehen würden.(2)
Damit schneiden die „Nüsse mit Schokoladenüberzug“ deutlich besser ab als vielleicht zunächst vermutet.
Die evidenzbasierte Leitlinie „Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“ betont im Kapitel zur Umsetzung der Leitlinie, dass Ernährungsempfehlungen, sowohl die Restriktion der Fettzufuhr als auch die Modifikation des Fettsäurenmusters beinhalten müssen. Die Einschränkung der Fettzufuhr wird mit einer geringeren Energiedichte der Nahrung zur Prävention von Adipositas und Dyslipoproteinämien begründet. Ein Austausch von gesättigten Fettsäuren durch eine Kombination von n-6 und n-3 mehrfach ungesättigten Fettsäuren soll das kardiovaskuläre Risiko mit wahrscheinlicher Evidenz senken. Langkettige n-3 Fettsäuren sind dabei besonders wünschenswert. Die Reduktion der Zufuhr von gesättigten Fettsäuren auf weniger als 10% der Nahrungsenergie zur Senkung der LDL-Cholesterins wird als überzeugend eingestuft. (3)
Die Leitlinie spricht sich also für einen Austausch der gesättigten Fettsäuren durch ungesättigte Fette aus. Warum also nicht klein beginnen und Schritt für Schritt nach den besseren Alternativen suchen? In der Rubrik „Lebensmittel“ können Sie weitere Lebensmittel und ihre Fettsäuren-Zusammensetzungen analysieren.
Voraussetzung ist allerdings, den individuellen Energiebedarf im Blick zu behalten, um keine Gewichtszunahme zu riskieren. So stecken in den 1294 g Nüssen mit Schokoladenüberzug zwar bessere Fettsäuren als in Schokolade alleine, aber immer noch 7091 kcal, die bei einer positiven Energiebilanz insgesamt einem Kilogramm Körpergewicht entsprechen können.
Zu gewinnen gab es übrigens eine Lizenz für das Nährwertberechnungsprogramm NutriGuide® Standard im Wert von 396 €. Die Gewinner auf Platz zwei und drei können sich über ein NutriGuide® go im Wert von 35 € freuen. Alle Gewinner wurden inzwischen schriftlich benachrichtigt.
Quelle einblenden
- (1) Bundeslebensmittelschlüssel (BLS)
- (2) D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr
- (3) DGE, Evidenzbasierte Leitlinie „Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“, S. 4, 215 – 217




