Wer Kindern und Jugendlichen Obst, Gemüse und Milch schmackhaft machen möchte, sollte möglichst früh damit beginnen. Dies hat auch die EU-Kommission erkannt und möchte zukünftig dafür sorgen, dass Schüler neben Obst und Gemüse auch kostenlosen Zugang zu Milch erhalten. Als Anreiz für die beteiligten Länder winken erhöhte finanzielle Beihilfen.

Die Wertschätzung für eine vielfältige und gesunde Ernährung beginnt in jungen Jahren. Wer Kindern früh gesundes Genießen vermittelt, vermeidet spätere Fehlernährung mit all ihren gesundheitlichen Folgen“, erläutert Staatssekretär Dr. Robert Kloos vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Seit 2009 gibt es ein Schulobstprogramm in Europa, mit dem Ziel, Kinder an eine gesunde Ernährung heranzuführen. Mittlerweile wurde das Programm korrekterweise in Schulobst- und -gemüse-Programm umbenannt, die bewährten Inhalte sind jedoch gleich geblieben: Schüler an Grundschulen und Kindertageseinrichtungen erhalten regelmäßig eine kostenlose Portion Obst und Gemüse, viele wichtige Informationen über Obst und Gemüse und über eine gesunde Ernährung insgesamt. Speziell entwickelte Programme wie etwa der IN FORM Ernährungsführerschein sollen die heranwachsende Generation auf den Geschmack einer gesunden Ernährung bringen und das Fundament für einen gesunden Lebensstil bilden.
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Das Programm wird als Investition in eine gesunde Zukunft der Kinder von heute angesehen. Doch wer finanziert die Ausgaben? Bislang bestritten EU und die Länder die Ausgaben jeweils zur Hälfte (zuletzt 12,3 Millionen Euro). Nun gibt es gute Nachrichten aus der EU: Zukünftig wird die EU rund 20 Millionen Euro beitragen, sodass die Länder nur noch ein Viertel der tatsächlich entstehenden Kosten tragen müssen. Dies ist ein enormer Anreiz auch für schwächere Länder, sich an dem Programm zu beteiligen. Außerdem wurde die Anmeldefrist zur Teilnahme für das kommende Schuljahr bis zum 3. April verlängert.
Voraussichtlich ab 2016 wird eine weitere Änderung in Kraft treten: Dann wird das Schulmilchprogramm dem Schulobst- und -gemüse-Programm gleichgestellt und ebenfalls pädagogisch begleitet. Im Unterschied zum Obst und Gemüse erfolgt die Schulmilchabgabe bislang nicht kostenfrei, die EU übernimmt nur ein Zehntel der anfallenden Kosten. Hinzu kam bislang ein enormer bürokratischer Aufwand, der wohl viele Schulen von der Teilnahme abhielt. Ohne konzeptionelle Veränderungen hätte dies wohl über kurz oder lang zum Aussterben der Schulmilchaktion geführt.
Quellen einblenden
- Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (2014): Mehr Geld und mehr Zeit für Obst und Gemüse in der Schule. Pressemitteilung Nr. 69 vom 14.03.14.
- Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (2014): Mehr Obst, Gemüse und Milch: Staatssekretär Kloos begrüßt neues EU-Schulprogramm. Pressemitteilung Nr. 47 vom 17.02.14
- Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (2014): FörderwegweiserSchulfruchtprogramm




