Speisesalz ist aus der Küche nicht wegzudenken. Ein anhaltend hoher Konsum kann Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), täglich höchstens sechs Gramm Speisesalz aufzunehmen. Laut einer aktuellen Untersuchung des Max Rubner-Instituts essen allerdings mehr als die Hälfte der Frauen und vier von fünf Männern zu viel Salz.

Für die Studie wurden 15.371 Probanden im Alter von 14 bis 80 Jahren zu ihren Ernährungsgewohnheiten während der letzten vier Wochen befragt. Mit Hilfe einer Software zur Berechnung des Nährstoffgehaltes wurde die Natriumaufnahme der Probanden ermittelt. Da Natrium in Lebensmitteln hauptsächlich in Form von Kochsalz (Natriumchlorid) vorkommt, konnte über die Natriumaufnahme auch die Speisesalzaufnahme der Probanden geschätzt werden.
Demnach nehmen Männer über die Nahrung ca. 9 Gramm Salz pro Tag auf, bei Frauen sind es ca. 6,5 Gramm. Junge Männer im Alter von 19 bis 24 Jahren essen mit durchschnittlich 9,4 Gramm pro Tag besonders viel Salz. Bei Frauen steigt die mittlere Salzaufnahme auf 6,7 Gramm pro Tag bei 35-50-Jährigen an. Wahrscheinlich liegen die tatsächlichen Werte noch etwas höher, da das Nachsalzen am Tisch nicht berücksichtigt wurde.
Vier von fünf Männern (86 Prozent) und über die Hälfte der Frauen (58 Prozent) überschreiten mit ihrer Salzaufnahme den Grenzwert der DGE. Fast ein Drittel des aufgenommenen Natriums stammt aus Brot oder Brötchen, ein Fünftel (Männer) bis ein Sechstel (Frauen) aus Fleisch und Wurstwaren und ein Zehntel des Natriums wird über Milchprodukte und Käse aufgenommen.
Mit ein paar Tricks kann die Salzaufnahme deutlich reduziert werden:
- Verzichten Sie auf das Nachsalzen von Speisen am Tisch.
- Verwenden Sie zum Würzen anstelle von reinem Speisesalz besser Kräuter und salzarme Würzmischungen.
- Käse und Wurst sollten nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Besonders gepökelte Lebensmittel enthalten viel Salz.
- Vorsicht bei Fertiggerichten. Hier kann sich viel Salz verstecken.
- Handelsübliches Brot enthält ebenfalls viel Salz. Beim Frühstück kann es durch Müsli ersetzt werden. Wer sein Brot selbst backt, kann selbst bestimmen, wie viel Salz er zufügt. Bei Brotbackmischungen lohnt sich ein Blick auf das Zutatenverzeichnis.
Quellen einblenden
- Max Rubner-Institut (2013): Kochsalzzufuhr der deutschen Bevölkerung. Online-Artikel
- H. Kreutz (2013): Deutsche essen zu viel Salz – vor allem junge Männer. Aid infodienst, Artikel vom 10.04.2013.




