
Die Psychologinnen Chapman und Ogden befragten Teilnehmer dazu, was sie motiviert ihr Essverhalten zu ändern. Lesen Sie dazu „Die Ernährung umstellen I„. Die folgenden Beispiele verdeutlichen die Mechanismen, die Chapman und Ogden beobachteten.
„… ich aß eine Menge Fastfood und dann sagt ich mir ’nein, das solltest Du lassen‘ weil sich die Pfunde häuften und ich in den Spiegel sah und [dachte] ‚oh, ich mag mich nicht'“. Paul, 44 Jahre, Flugbegleiter (Beispiel für: Anhäufen von Hinweisen)
Grundaussage: Schrittweise nahm ich wahr, dass ich etwas an meiner Ernährung ändern muss
„Ich hab im Fernsehen eine Sendung gesehen, die mir gezeigt hat, dass ich mit einer Packung Chips am Tag am Ende des Jahres die gleiche Fettmenge wie mit dem Trinken von fünf Liter Öl aufgenommen habe. So hatte ich das vorher nie betrachtet und ich verbannte Chips; sie sind zu Hause nicht [mehr] erlaubt.“ Ray, 41 Jahre, Elektriker (Beispiel für: Handlungsauslöser)
Grundaussage: Ich wollte etwas verändern, da etwas Einschneidendes in meinem Leben passierte
„Als ich jünger war hab‘ ich mir auf dem Heimweg von der Schule immer eine Flasche Limo und ein paar Süßigkeiten gekauft, aber darüber bin ich hinausgewachsen… manchmal esse ich gern Schokolade, aber die kaufe ich nicht so oft, und das mit dem ’süßen Zahn‘ von früher hat sich gegeben.“ Tom, 22 Jahre, Student (Beispiel für: gleitende Veränderung)
Grundaussage: Die Veränderung passierte einfach
„Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich mit 22, 23 Jahren eine Freundin hatte, die Vegetarierin war. Sie mochte kein Gemüse und deshalb war sie so ziemlich der schlimmste Esser auf der Welt, sie mochte die meisten Sachen nicht, na ja Pommes mochte sie… Ich habe zwei bis drei Jahre mit ihr zusammengelebt und dann am Ende nur noch Mist gegessen.“ Daniel 32 Jahre, Frisör (Beispiel für: aufgezwungene Veränderung)
Grundaussage: Ich musste etwas verändern, ich hatte keine Wahl
Quelle:
Chapman K, Ogden J: How Do People Change Their Diet? : An Exploration into Mechanisms of Dietary Change. J HELATH PSYCHOL 2009;14:1229-42
Hinweise:
- Die Zitate wurden übersetzt, die Namen entsprechen Pseudonymen
- Der von Chapman und Ogden vorgestellte Ansatz ist nur ein Modell und wurde in diesem Rahmen lediglich als gedanklicher Anreiz vorgestellt




