Erhöhtes Darmkrebsrisiko bei Gewichtszunahme bereits im jungen Erwachsenenalter

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Mit der Gewichtszunahme steigt bei jungen Erwachsenen auch das Risiko für Darmkrebs. Dies stellten Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE, Potsdam) und der Christian-Albrechts-Universität (Kiel) nach der Auswertung von 12 Beobachtungsstudien mit über 16.000 an Darmkrebs erkrankten Menschen fest.

 © buggolo
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Mittlerweile ist Darmkrebs in Deutschland die zweithäufigste Krebsform bei Frauen und die dritthäufigste bei Männern. Etwa die Hälfte derjenigen, die an Darmkrebs erkranken, sterben. Während allgemein bekannt ist, dass Übergewicht das Risiko für Darmkrebs erhöht, wurde der Zusammenhang zwischen der Gewichtszunahme im jungen Erwachsenenalter und der Gefahr, an Darmkrebs zu erkranken, bislang kaum untersucht.

Unter Federführung von Wissenschaftlern des DIfE und der Christian-Albrechts-Universität (Kiel) wurde dieser Zusammenhang nun in einer Metaanalyse ausgewertet. Die Gewichtszunahme der Probanden wurde dabei als Indikator für die Zunahme des Körperfetts angesehen. Mittels systematischer Literaturrecherche identifizierten die Wissenschaftler insgesamt zwölf nationale und internationale Beobachtungsstudien mit Daten von 16.151 Personen, die erstmals an Darmkrebs erkrankt waren. Diese Daten wurden anschließend gemeinsam ausgewertet, wobei die Heterogenität zwischen den Studien berücksichtigt wurde.

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Die Analyse ergab, dass Personen mit einer vergleichsweise hohen Gewichtszunahme (im Mittel 15,2 kg) ein 22 Prozent höheres Darmkrebsrisiko hatten als Personen, die ihr Gewicht konstant hielten. Pro fünf Kilogramm Gewichtszunahme stieg das Risiko um vier Prozent. Interessanterweise hatte das Ausgangsgewicht der Probanden keinen Einfluss auf das Darmkrebsrisiko, sondern lediglich die Gewichtszunahme. Männer hatten ein höheres Dickdarmkrebsrisiko als Frauen, dagegen bestand kein Unterschied zwischen den Geschlechtern bezüglich einer Erkrankung an Enddarmkrebs.

Basierend auf ihren Ergebnissen empfiehlt Dr. Krasimira Aleksandrova, Wissenschaftlerin am DIfE und Seniorautorin des Artikels, der aktuell in der Fachzeitschrift Obesity Reviews veröffentlicht wurde: „Um das Darmkrebsrisiko zu minimieren, ist es wichtig, nicht nur mit zunehmendem Alter auf ein normales Körpergewicht und vor allem einen normalen Körperfettanteil zu achten, sondern bereits schon in jungen Jahren damit zu beginnen.“ Die nächsten Forschungsschritte sind schon geplant: „Derzeit arbeiten wir daran, die biologischen Mechanismen aufzuklären, die hinter dem beobachteten Zusammenhang stehen„, verrät Dr. Aleksandrova.

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