nutriCARD – Forschen über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Herz-Kreislauf-Gesundheit

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Die Universitäten Jena, Halle und Leipzig haben sich zu einem Kompetenzcluster zusammengeschlossen. Sein Name – „nutriCARD“ – ist Programm: Gemeinsam mit externen Kooperationspartnern wollen Wissenschaftler der drei Universitäten die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser verstehen und neue Präventionsstrategien entwickeln.

 © *sax
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Prof. Dr. Lorkowski (Universität Jena, Prof. Dr. Gabriele Stangl (Universität Halle-Wittenberg) und Prof. Dr. Peggy Braun (Universität Leipzig) haben sich für die nächsten sechs Jahre einiges vorgenommen. Gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern der Universität, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, regionalen Partnern aus der Lebensmittel- und Agrarwirtschaft sowie Multiplikatoren aus dem Bereich der Ernährungskommunikation wollen sie Assoziationen zwischen der Ernährung und der Herz-Kreislauf-Gesundheit weiter erforschen. Das Forschungsprogramm des nutriCARE-Kompetenzclusters umfasst drei Säulen:

  • Modifikation bestehender Rezepturen für traditionelle Lebensmittel mit dem Ziel, diese „herzgesünder“ zu machen. Dies geschieht beispielsweise, indem tierische Fette in der Bratwurst teilweise durch pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe ausgetauscht werden. So sollen neue Produkte entstehen, die geschmacklich mindestens dem Original ebenbürtig sind und daher auch von Verbrauchern akzeptiert werden. Zugleich sind die neu entwickelten Lebensmittel aufgrund ihres geringeren Energie- und Fettgehalts, dem geringeren Anteil an gesättigten Fetten und dem höheren Ballaststoffgehalt ernährungsphysiologisch hochwertiger. Schritt für Schritt soll die Palette der herzgesund modifizierten Lebensmittel dann um Milchprodukte, Backwaren, Snacks und Fertiggerichte erweitert werden.
  • Die zweite Säule widmet sich der Grundlagenforschung. Unter Verwendung von Zell- und Tiermodellen sowie Studien am Menschen werden Mechanismen der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erforscht. Von besonderem Interesse sind hierbei die Bedeutung der Ernährung und erblicher Faktoren.
  • Damit Ergebnisse aus der Forschung unmittelbar in der Praxis Anwendung finden, befasst sich die dritte Säule mit der Entwicklung von Kommunikations- und Bildungskonzepten sowie deren Umsetzung. Ziel ist unter anderem der Entwurf eines Bildungsprogramms, das speziell auf junge Familien und Kinder fokussiert ist. Sollten sich diese und weitere Konzepte als wirksam erweisen, wird eine Einführung in Kitas und Schulen angestrebt. Ein weiteres Ziel von nutriCARD ist die Erstellung von Unterrichtsmaterialien zum Thema „gesunde Ernährung„.

Als jüngstes von insgesamt vier Kompetenzclustern der Ernährungsforschung hat nutriCARD im Mai dieses Jahres seine Arbeit aufgenommen. Der Forschungsverbund wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Aktionsplans „Präventions- und Ernährungsforschung: Forschung für ein gesundes Leben“ gefördert.

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