Felder mit Kühleffekt

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Durch die Verwendung spezieller landwirtschaftlicher Verfahren könnte die sommerliche Hitze vor Ort spürbar abgeschwächt werden. So lautet das Ergebnis eines europäischen Forschungsprojekts über den Klimaeffekt verschiedener Landwirtschaftspraktiken.

mit Direktsaat bestelltes Feld
© IRRI Images

In einer Versuchsreihe auf Feldern in Südfrankreich verglich das Forscherteam um Dr. Edouard Davin von der Hochschule Zürich das Rückstrahlvermögen (Albedo) verschiedener Anbaumethoden. Sie stellten fest, dass das Rückstrahlvermögen von Weizenfeldern, die mit der Direktsaat-Methode bestellt wurden, um die Hälfte höher war als von konventionell bestellten Feldern. Bei der Direktsaat werden die Reste, die sich nach der Ernte der Vorkultur noch auf dem Feld befinden, stehen gelassen und die neue Saat mit speziellen Sähmaschinen darüber ausgesät. Die Reste der vorigen Kultur dienen dann als Mulch während der Anbauphase.

Mithilfe von Computersimulationen berechneten die Wissenschaftler den Effekt dieser intensiveren Abstrahlung auf das Klima vor Ort und kamen zu einem vielversprechenden Ergebnis: Trotz der geringen Verdunstung könnte mit der Direktsaat-Methode die Temperatur an heißen Tagen vor Ort um 2°C sinken.

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Für die Wissenschaftler wäre ein Anbau nach dieser Methode damit eine durchaus sinnvolle Alternative, mit der die starken Schäden extremer Hitze auf Ökosysteme und die Landwirtschaft vermindert werden können. Allerdings gilt es noch, europäische Landwirte von dieser Anbaumethode zu überzeugen. Denn anders als in Nord- und Südamerika ist die Bestellung der Felder nach der Direktsaat-Methode hierzulande eher eine Seltenheit. Bis sich die Anbaumethode amortisiert, benötigen Landwirte viel Durchhaltevermögen: Zu Beginn der Umstellung sinken zunächst einmal trotz geringerer Lohn- und Arbeitskosten die Erlöse, bevor die Vorteile der Direktsaat, also der Schutz des Ackers vor Bodenerosion, die Vermehrung günstiger Bodenorganismen, die geringere Verdunstung auf dem Feld sowie die geringere Verbreitung von Unkräutern zum Tragen kommen.

Allerdings bleibt die Frage, wie viele Anbaubetriebe angesichts der derzeit sehr angespannten finanziellen Situation bereit und in der Lage sind, diese Durststrecke zu überbrücken.

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