Gegen kindliches Übergewicht – gesunde Haushaltsroutinen fördern

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Gemeinsame Mahlzeiten, weniger TV und eine bessere Schlafqualität – diese Veränderungen können dazu beitragen, dass übergewichtige Kinder etwa ein halbes Kilogramm in sechs Monaten abnehmen. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle Studie, die am 9.9. in der Zeitschrift JAMA Pediatrics veröffentlicht wurde.

Children running outdoor.

Bereits aus früheren Studien ist bekannt, dass bestimmte Routinen in einem Haushalt – wie die Mahlzeiten in der Familie einzunehmen und nur wenige Stunden täglich fernzusehen – das Risiko für Übergewicht bei Kindern senken. „Über Routinen zu sprechen ist der Schlüssel“, meint die leitende Studienautorin Dr. Elsie Taveras, die in einem Bostoner Kinderkrankenhaus arbeitet. 121 Familien mit Kindern im Alter von zwei bis fünf Jahren waren an der Studie beteiligt. Da sich Übergewicht gehäuft in Familien findet, die einer ethnischen Minderheit angehören oder die ein geringes Einkommen haben, wählten Taveras und ihre Kollegen für ihre Untersuchung überwiegend afro- und lateinamerikanische Familien aus.

Eine Hälfte der Familien bekam die übliche Betreuung und Informationsmaterial in Form von Malbüchern, die die kindliche Entwicklung im Blickfeld hatten. Die andere Hälfte erhielt viermal Besuch zuhause sowie vier Anrufe von Gesundheitspädagogen. Außerdem wurde ihnen per Post Informationsmaterial zugestellt, das auf eine Änderung der Haushaltsroutinen abzielte. Darin wurden die Einführung von gesunden Routinen – Familienmahlzeiten, angemessene Schlafdauer, begrenzte Fernsehzeit und ein Entfernen des Fernsehers aus dem Kinderschlafzimmer, nicht jedoch Übergewicht oder eine Gewichtsreduktion der Kinder thematisiert.

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Von 111 Familien lagen nach sechs Monaten Ergebnisse vor. Bei den Kindern in den Familien mit normaler Betreuung nahm der BMI etwas zu, bei den Kindern mit der intensiveren Betreuung hingegen etwas ab. Der Unterschied betrug etwa ein halbes Kilogramm. Das sei eine geringe, jedoch nicht unbedeutende Gewichtsreduktion für im Wachstum befindliche Kinder, meint Taveras. Die Forscher stellten fest, dass die Kinder in der „Routine-Gruppe“ im Durchschnitt eine Stunde länger schliefen als die Kinder in der Vergleichsgruppe. Auch schauten sie am Wochenende etwa eine Stunde weniger fern. Die Anzahl der Familienmahlzeiten änderte sich in beiden Gruppen nicht, allerdings nahmen die Familien offenbar bereits zu Studienbeginn viele Mahlzeiten gemeinsam ein. Wichtig sei nun festzustellen, ob die erzielte Veränderung anhalte, meinen die Forscher. Dies bliebe in einer größeren Studie zu prüfen.

Quelle:
Seaman AM (Reuters Health, 10.09.2013): Routine changes tied to kids‘ weight loss: study

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