Lebenselixier Nüsse

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Einerseits sind Nüsse wahre Schätze: Sie enthalten viel Eiweiß, reichlich B-Vitamine für Wachstum und Gehirnfunktion, das Zellschutz-Vitamin E sowie wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Zugleich sind die Kraftpakete, aber auch kleine Kalorienbomben. Neue Studien belegen eine deutlich verlängerte Lebenserwartung bei regelmäßigem Nussverzehr. Das Positive daran: Bereits kleine Mengen genügen.

 © macinate
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In den Niederlanden haben Wissenschaftler anhand von Daten einer großen niederländischen Kohortenstudie den Zusammenhang zwischen dem täglichen Nussverzehr und der Lebenserwartung untersucht. Insgesamt 120.852 Männer und Frauen zwischen 55 und 69 Jahren nahmen an dieser Studie teil. Alle Probanden wurden per Fragebogen eingehend zu ihren Lebensstil- und Ernährungsgewohnheiten befragt. Die Angaben der Probanden zum Verzehr von Nüssen, Erdnüssen und Erdnussbutter wurden anschließend mit den Angaben zur Sterblichkeit während der darauffolgenden zehn Jahre zusammengeführt und gemeinsam ausgewertet. Aus Gründen der Praktikabilität wurden dabei nur die Fragebogendaten aller Verstorbenen und einer Subgruppe der Überlebenden stellvertretend für alle überlebenden Probanden verwendet (sog. eingebettete Fall-Kontroll-Methode).

Die Ergebnisse der Studie waren durchaus erfreulich: Mit zunehmendem Nusskonsum stieg auch die Lebenserwartung, wobei bereits ein durchschnittlicher Nussverzehr zwischen 0,1 und unter 5 Gramm Nüssen pro Tag mit einem 12-prozentigen Rückgang der Sterblichkeit (Mortalität) assoziiert war. In der Gruppe mit einem durchschnittlichen Nussverzehr von über 10 Gramm, wurde sogar ein Rückgang der Mortalität um 23 Prozent beobachtet. Dementsprechend nahm auch die ursachenspezifische Mortalität bei regelmäßigem Nussverzehr ab, wobei dieser Effekt interessanterweise in der Gruppe mit einem durchschnittlichen Nussverzehr von 5 bis 10 Gramm stärker ausgeprägt war als in der Gruppe mit einem noch höheren Nussverzehr. Dieses Ergebnis war jedoch nicht statistisch signifikant. Eine gemeinsame Auswertung mit Daten aus früheren Studien ergab darüber hinaus einen 15-prozentigen Rückgang der Krebsmortalität und sogar einen 29-prozentigen Rückgang der Mortalität an Erkrankungen des Atemtrakts bei Personen mit hohem Nussverzehr verglichen mit Nuss-Abstinenten.

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Obwohl Erdnüsse botanisch gesehen nicht zu den Nüssen, sondern zu den Hülsenfrüchten zählen, war ein ähnlicher Zusammenhang auch für den Erdnussverzehr zu sehen, jedoch nicht für den Verzehr von Erdnussbutter. Die Wissenschaftler führen dies darauf zurück, dass Erdnüsse ähnlich wie Nüsse viel Magnesium, einfach ungesättigte Fettsäuren und vor Krebs schützende Phytosterine enthalten. Im Vergleich zu Erdnüssen enthält Erdnussbutter dagegen mehr Salz und gesundheitsschädliche Trans-Fettsäuren, jedoch nur vergleichsweise geringe Gehalte des B-Vitamins Niacin.

Ob und in welchem Umfang Nüsse tatsächlich das Sterblichkeitsrisiko senken, lässt sich allein mit den bisher vorliegenden Studienergebnissen nicht zweifelsfrei belegen. Die bisherigen Ergebnisse sind allerdings vielversprechend und sollten durch weitere Studien verifiziert werden, so die Autoren der Studie, die aktuell in der Fachzeitschrift International Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde.

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