Nachhaltige Ernährungsbildung

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Über 580.000 Kinder haben den Ernährungsführerschein

Seit fünf Jahren lernen Grundschüler den praktischen Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten und bereiten vollwertige Gerichte zu. Wenn sie die schriftliche und die praktische Prüfung bestehen, erhalten die Schüler einen Ernährungsführerschein. Inzwischen sind über 580.000 Kinder stolze Besitzer des Führerschein-Dokuments.

Hamburger

Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des Ernährungsführerscheins lobte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner das Konzept: „Es ist eine Erfolgsgeschichte: Mit dem Ernährungsführerschein ist es uns gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern gelungen, Hunderttausenden von Kindern wichtiges Wissen über gesunde Ernährung und Lebensmittel zu vermitteln. Mit viel Spaß haben die Kinder gesund essen und genießen gelernt und ausprobiert.“ Und Dr. Margareta Büning-Fesel, Geschäftsführerin des kooperierenden aid Infodienstes, ergänzt: „Die sensationelle Teilnehmerzahl spricht für sich. Unser Konzept ist voll aufgegangen. Gemeinsam Spaß haben, kreativ etwas ausprobieren, mit allen Sinnen neue Dinge kennenlernen und die Kompetenz erwerben, sich selber etwas zum Essen machen zu können: Nur so kann eine lebendige und nachhaltige Ernährungsbildung funktionieren.“

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In sechs bis sieben Doppelstunden lernen die Kinder, wie man mit Küchengeräten und Lebensmitteln umgeht und einfache Gerichte selbst zubereitet. Für die Durchführung der Unterrichtseinheiten wurden LandFrauen und „Klasse-2000-Gesundheitsförderer“ mit Mitteln des Bundesverbraucherministeriums ausgebildet und eingesetzt. Der aid Infodienst beteiligte sich außerdem an der Fortbildung der Lehrer.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass der „Ernährungsführerschein“ fortgesetzt werden soll. Schülern und Lehrern gefällt das Schulungskonzept. Außerdem verbesserte sich die Ernährungskompetenz und der Teamgeist der Schüler durch das Programm. In welcher Form die Fortsetzung des Ernährungsführerscheins geschieht, ist bislang jedoch offen. „Ich hoffe, dass bald überall in unserem Land alle Schulkinder den Ernährungsführerschein im Unterricht ablegen können und dass Mittel und Wege gefunden werden, ihn als festen Bestandteil in die Schulprogramme zu installieren“, so die Zukunftsvision von Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes.

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