Neue Erkenntnisse über die gesundheitsförderliche Wirkung von Nüssen

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Häufiger Nusskonsum geht mit einer geringeren Konzentration an Entzündungsmarkern einher. Dies stellten Wissenschaftler des Brigham and Women’s Hospital in Boston im Rahmen einer großen Studie fest. Die Ergebnisse erweitern das Verständnis darüber, wie Nüsse vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes schützen können.

© Arenamontanus

„Bevölkerungsstudien haben durchweg eine Schutzfunktion von Nüssen vor kardiometabolischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes gezeigt und wir wissen, dass Entzündungen ein zentraler Prozess bei der Entstehung dieser Krankheiten sind“, erläutert die an der Studie beteiligte Assistenzprofessorin Dr. Ying Bao die Studienlage. Bislang war allerdings kaum etwas darüber bekannt, wie die präventive Wirkung von Nüssen vermittelt wird.

Daher werteten Bao und ihre Kollegen Daten von 5.013 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der US-amerikanischen „Nurses‘ Health Study“ und der „Health Professionals Follow-Up Study“ zum Nusskonsum gemeinsam mit Ergebnissen der Blutuntersuchen der Probanden aus. In beiden Studien wurden die Probanden mit Hilfe von Fragebögen zu ihrem Verzehr von Erdnüssen und Nüssen gefragt und jeweils ein Durchschnittswert über den Studienzeitraum von fünf Jahren gebildet 1 . Als zuverlässige Marker für Entzündungsprozesse wurden Nüchternwerte von C-reaktivem Protein (CRP), Interleukin 6 (IL-6) und Tumornekrosefaktor-Rezeptor 2 (TNFR2) verwendet.

Nach Ausschluss von Störeinflüssen aus den Bereichen Demografie, Lebensstil, Ernährung und der medizinischen Vorgeschichte der Probanden war ein höherer Nusskonsum mit geringeren Entzündungswerten assoziiert. Probanden, die nach eigenen Angaben mindestens fünfmal wöchentlich Nüsse zu sich nahmen, hatten signifikant geringere CRP- (minus 20 Prozent) und IL-6-Spiegel (minus 14 Prozent). Das Ergebnis blieb auch bei Berücksichtigung des Body Mass Index der Probanden (BMI) als zusätzlichem Einflussfaktor bestehen. Dagegen unterschied sich die TNFR2-Konzentration zwischen den beiden Gruppen nicht. Wurden drei Portionen rotes oder verarbeitetes Fleisch, Eier oder raffiniertes (fein ausgemahlenes) Getreide durch drei Portionen Nüsse pro Woche ersetzt, sanken die CRP- und IL-6-Spiegel ebenfalls signifikant.

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„Unsere neue Arbeit legt nahe, dass die gesundheitsförderliche Wirkung von Nüssen teilweise durch die Verringerung systemischer Entzündungen bedingt ist“, fasst Assistenzprofessorin Dr. Bao die Ergebnisse der Studie zusammen. „Vieles darüber, wie unsere Ernährung Entzündungen beeinflusst und damit wiederum unser Risiko zu erkranken, bleibt unbekannt. Aber die Ergebnisse unserer Studie bestätigen eine allgemeine gesundheitsförderliche Funktion von Nüssen in der Ernährung und legen nahe, dass die Verminderung entzündlicher Prozesse einen Erklärungsansatz für den positiven Effekt von Nüssen auf kardiometabolische Erkrankungen darstellen.“

Erdnüsse und Nüsse enthalten eine ganze Reihe an gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen, die für die entzündungshemmende Wirkung in Frage kommen, darunter Magnesium, Ballaststoffe, die Aminosäure L-Arginin, Antioxidantien und freie Fettsäuren wie beispielsweise Alpha-Linolensäure. Bao und ihre Kollegen möchten durch weitere Studien erfahren, welche dieser Inhaltstoffe tatsächlich an der entzündungshemmenden Wirkung von Nüssen beteiligt sind.

1 Im Folgenden wird vereinfachend von „Nüssen“ geschrieben, auch wenn Erdnüsse streng genommen botanisch zu den Hülsenfrüchten zählen.

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