Rauchstopp – ein Figurkiller?

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Rund 10 Kilogramm nehmen Menschen im Mittel in den ersten fünf Jahren während und nach einer Raucherentwöhnung zu, berichten Wissenschaftler aus Athen. Dr. Konstantina Zachari referierte auf der diesjährigen Fachtagung der Europäischen Gesellschaft für Atemwegserkrankungen über aktuelle Studienergebnisse zum Zusammenhang zwischen dem Rauchen und dem Energiestoffwechsel.

 © peter_franz
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Im Vorfeld hatte Dr. Zachari gemeinsam mit ihren Kollegen von der Harokopio-Universität und der medizinischen Fakultät Athen ein kleines, methodisch fundiertes Experiment durchgeführt: 14 gesunde männliche Raucher besuchten an zwei Vormittagen das Studienzentrum, nachdem sie etwa zehn Stunden nichts gegessen und nicht geraucht hatten. An einem der beiden Termine sollten die Probanden zunächst innerhalb von 15 Minuten zwei Zigaretten rauchen und anschließend 45 Minuten warten. Danach konnten sie nach Belieben ihren Hunger mit einer Auswahl verschiedener Snacks stillen. Über einen Zeitraum von insgesamt zweieinhalb Stunden wurden die Energieaufnahme, der Appetit der Teilnehmer sowie ihr Verlangen zu rauchen dokumentiert. Außerdem wurden Blutproben entnommen, um darin den Gehalt verschiedener Hormone zu bestimmen, die an der Regulation von Hunger und Sättigung beteiligt sind.

Der andere Untersuchungstag verlief nahezu identisch, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Anstelle zu Beginn TATSÄCHLICH zwei Zigaretten zu rauchen, sollten die Probanden nun SO TUN, als würden sie zwei (nicht angezündete) Zigaretten rauchen.

In der Tat stellte sich heraus, dass das vorherige Rauchen zu einer statistisch signifikanten, geringeren Energieaufnahme von durchschnittlich 152 Kalorien führte. Das Rauchen hatte aber keinen Einfluss auf den Appetit und die geschmacklichen Vorlieben der Teilnehmer und auch nicht auf die Relation zwischen den aufgenommenen Makronährstoffen Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten. Allerdings beobachteten die Wissenschaftler, dass die Konzentration des appetitanregenden Hormons Ghrelin bei den Probanden geringer war, wenn sie vor dem Essen nicht geraucht hatten. Dies lässt sich dadurch erklären, dass der Ghrelin-Spiegel mit zunehmender Nahrungsaufnahme und damit einhergehender Sättigung absinkt. Dagegen fanden die Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen dem Rauchen beziehungsweise dem Verzicht auf das Rauchen und der Konzentration der Sättigungshormone Insulin, GLP-1, Cholecystokinin und Obestatin.

„In unserer kleinen Studie fanden wir, dass das Rauchen einen akuten Einfluss auf die Energieaufnahme hatte, was durch die Veränderungen des Ghrelin-Spiegels vermittelt werden könnte“, fasst Dr. Zachari die Ergebnisse ihrer Studie zusammen. Zachari weist außerdem explizit darauf hin, dass noch nicht bekannt ist, ob diese Ergebnisse in breiteren Bevölkerungsstudien reproduziert werden können. „Wir müssen auch andere potenzielle biologische Mediatoren und Wege untersuchen, um die mit der Raucherentwöhnung einhergehende Gewichtszunahme auszugleichen. sodass höhere Raucherentwöhnungsraten und weniger Rückfälle erreicht werden“, schließt Zachari.

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