Was (nicht) beim Abnehmen hilft

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Wer einen nahestehenden Menschen beim Abnehmen unterstützen möchte, braucht vor allen Dingen eines: Fingerspitzengefühl. Viel wichtiger als Kritik und gute Ratschläge sind Signale der Akzeptanz.

Menschen mit Übergewicht machen sich zwar häufig Sorgen um ihre Gesundheit, dennoch fällt es ihnen schwer abzunehmen. In einer kanadischen Studie wurde nun untersucht, wie enge Bezugspersonen – dazu zählten Eltern, Freunde und Partner – Studentinnen mit Übergewicht beim Abnehmen unterstützen können.

 © Butz.2013
© Butz.2013

Zu Beginn der Studie wurden alle Teilnehmerinnen gewogen und aus Körpergröße und Körpergewicht der Body Mass Index (BMI) bestimmt. Der BMI  aller Studentinnen lag zwar noch im normalen Bereich, allerdings kurz unterhalb der Grenze zur Adipositas. Da sich viele der Frauen Sorgen wegen ihres Übergewichts machten, lag die Vermutung nahe, dass sie darüber mit nahestehenden Personen sprachen. Fünf Monate nach dem Beginn der Studie wurden daher alle Probandinnen gefragt, wie häufig und auf welche Weise über dieses Thema gesprochen wurde. Drei Monate später wurden die Probandinnen erneut gewogen und die Veränderung des Gewichts bestimmt.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Frauen, die häufig wegen ihres Körpergewichts kritisiert wurden und viele gute bzw. gut gemeinte Ratschläge zum Abnehmen erhielten, dafür aber nur selten Signale von Akzeptanz empfingen (zum Beispiel ein „Ich mag dich, wie du bist!“), hatten nicht abgenommen, sondern sogar durchschnittlich zwei Kilogramm zugenommen. Andere, die Komplimente für ihr gutes Aussehen erhalten hatten, machten sich weniger Sorgen um ihr Gewicht als zu Studienbeginn und hatten sogar ein halbes Kilogramm abgenommen.

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Wir alle kennen Leute, die uns auf eine Gewichtszunahme aufmerksam machen oder anbieten, uns beim Abnehmen zu helfen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass diese Kommentare unangebracht sind„, meint die an der Studie beteiligte Assistenzprofessorin Christine Logel von der Universität Waterloo. Die Studie sei ein gutes Beispiel dafür, so Logel weiter,  wie das Gefühl, von geliebten Menschen akzeptiert zu werden, die Gesundheit fördern kann. Logel und ihre Kollegen gehen davon aus, dass psychischer Druck den ohnehin besorgten Frauen nicht hilft. Stattdessen wird eine Gewichtsabnahme gefördert, wenn sie sich um ihr Gewicht weniger Sorgen machen und sich von Anderen akzeptiert fühlen. Man kann vermuten, dass diese Frauen häufiger körperlich aktiv sind, sich gesundheitsbewusster ernähren, weniger (Gewichts-)Stress haben und daher ihr Körpergewicht besser kontrollieren können.

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