WHO möchte Zuckergrenze senken

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Wer nichts wagt, der nichts gewinnt: Geht es nach den Plänen der Weltgesundheitsorganisation WHO, sollte in Zukunft nur noch halb so viel Zucker als bisher empfohlen auf dem Speisezettel stehen. Doch wie realistisch ist diese verschärfte Empfehlung? Beobachter rechnen mit einem Sturm der Entrüstung vonseiten der Süßwarenindustrie.

Zuckerwürfel

Nach einer Auswertung von rund 9000 Studien schlagen Experten der WHO vor, den Zuckerkonsum weiter einzuschränken. Hierdurch könnte der Entstehung von Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Fettleibigkeit, Diabetes und auch Karies vorgebeugt werden.

Geht es nach den Vorstellungen der WHO, sollten alle Menschen weltweit maximal ein Zwanzigstel (5 Prozent) ihres Energiebedarfs aus Zucker, Honig, Sirup und anderen Süßungsmitteln decken. Bisher lag die Grenze bei 10 Prozent. Ein Erwachsener mit Normalgewicht und durchschnittlichem Energiebedarf sollte zukünftig anstelle von 50 Gramm Zucker pro Tag (was einer Menge von ca. 12 Teelöffeln entspricht) nur noch maximal 25 Gramm oder sechs Teelöffel Zucker pro Tag zu sich nehmen – Zucker in verarbeiteten Lebensmitteln und Getränken wie Fruchtsaftkonzentrat wird mit eingerechnet, Fruchtzucker in Obst dagegen nicht.

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Die WHO ist sich bewusst, dass ihre verschärfte Zielvorgabe ambitioniert ist. „Wir sollten auf fünf Prozent abzielen, wenn es möglich ist, aber zehn Prozent ist eher realistisch“, räumt der Ernährungsexperte der WHO, Francesco Branca, ein. Selbst wenn die 10 Prozent eingehalten würden, wäre schon viel erreicht, denn zurzeit werden sogar rund 15 Prozent der gesamten Energiezufuhr aus Zucker gedeckt.

Die WHO hat ihren Vorschlag nun online publik gemacht und lädt die interessierte Öffentlichkeit dazu ein, bis Ende März dazu Stellung zu nehmen. Man darf insbesondere gespannt sein, wie die Süßwarenindustrie auf den erneuten Vorstoß reagieren wird. Beim letzten Mal vor über zehn Jahren versuchte sie über den US-Kongress mit einer Streichung von Geldern für die WHO zu drohen. Damals hat die WHO ihre Pläne trotzdem umgesetzt.

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