Ein bisschen Butter in Ehren…

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Bei Butter streiten sich die Geister: Ob überhaupt und wenn ja wie viel ist mit einem gesundheitsförderlichen Lebensstil vereinbar? Eine gemeinsame Auswertung bisher durchgeführter Studien zeigt, dass die gesundheitlichen Auswirkungen des Butterkonsums wahrscheinlich gar nicht so groß sind wie bisher vielfach angenommen wurde.

Butterportionen
© thepinkpeppercorn

Für ihre Metaanalyse suchten Wissenschaftler um Dr. Laura Pimpin von der Tufts University in Boston nach wissenschaftlicher Literatur über den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Butter und der Mortalität (Sterblichkeit), einer Erkrankung an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen. Eingeschlossen in die Suche wurden alle Publikationen bis Mai 2015. Nach genauer Durchsicht der 5.770 Treffer aus neun Datenbanken verblieben neun prospektive (vorausschauende) Beobachtungsstudien mit insgesamt 636.151 Teilnehmern aus 15 Ländern. Der Beobachtungszeitraum lag je nach Studie zwischen durchschnittlich 10 und 23 Jahren pro Proband. Für die folgende Auswertung wurde der Butterkonsum der Probanden auf eine amerikanische Standardportion (14 Gramm Butter pro Tag, definiert vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium) bezogen. Damit variierte der Butterkonsum in den neun Studien zwischen durchschnittlich einer Drittel-Portion und 3,2 Portionen Butter täglich.

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In der folgenden statistischen Analyse wurden die Daten aller Studien gemeinsam ausgewertet. Von den insgesamt 636.151 Probanden starben im Beobachtungszeitraum 28.271 Probanden, 9.783 Probanden erlitten eine kardiovaskuläre Erkrankung (z. B. Schlaganfall, koronare Herzkrankheit) und 23.954 Probanden erkrankten an Typ-2-Diabetes. Wurde der Zusammenhang zwischen dem Butterkonsum und der Mortalität der Probanden betrachtet, zeigte sich ein geringfügig erhöhtes Sterberisiko bei höherem Butterkonsum (Erhöhung der Mortalität um ein Prozent pro zusätzlicher Standardportion Butter). Dagegen bestand kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Butter und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Interessanterweise schien Butterkonsum sogar vor einer Neuerkrankung an Typ-2-Diabetes zu schützen (Risikoreduktion um vier Prozent pro zusätzlicher Standardportion Butter).

„Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass Butter weder verteufelt werden noch davon ausgegangen werden sollte, dass sie wieder zu den gesundheitsförderlichen Dingen zählt,“ interpretiert der Seniorautor der Studie, Prof. Dr. Dariush Mozaffarian. „Um den Zusammenhang mit dem potentiell geringeren Diabetesrisiko zu verstehen, ist weitere Forschung nötig,“ erläutert Mozzaffarian. Ein geringeres Diabeteserkrankungsrisiko wurde auch in Verbindung mit der Aufnahme von Milchfett berichtet. Der Nachweis einer Ursache-Wirkungs-Beziehung sei mit den vorhandenen Daten nicht möglich. Die Risikoreduktion könnte entweder tatsächlich mit dem Verzehr von Butter zusammenhängen oder auf andere damit assoziierte Faktoren zurückzuführen sein.

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