Eine pflanzenbetonte Kost senkt Entzündungsmarker bei Übergewicht

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Eine überwiegend pflanzliche Ernährung kann entzündlichen Prozessen entgegenwirken und damit vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Krebs schützen. Dies bestätigt eine umfassende Metaanalyse unter Federführung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke, die aktuell in der Fachzeitschrift Obesity Reviews veröffentlicht wurde.

 © Lablascovegmenu
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Körpereigenes Fett dient nicht nur als Speichermedium für überschüssige Energie. Insbesondere Fett im Bauchraum und an den inneren Organen besitzt eine erhöhte Stoffwechselaktivität: Es setzt Botenstoffe, sogenannte Adipokine, frei. Einige dieser Adipokine sind entzündungsfördernd und begünstigen damit die Entstehung von Folgeerkrankungen bei Menschen mit Übergewicht. Da Übergewicht inzwischen weltweit zum Problem wird, interessieren sich viele Fachleute für Ernährungsstrategien, die dabei helfen, trotz eines zu hohen Körpergewichts möglichst gesund zu bleiben.

Dr. Krasimira Aleksandrova und der Doktorand Fabian Eichelmann haben in einer Metaanalyse den Stand der Wissenschaft zur Wirkung einer pflanzenbetonten Ernährung auf den Entzündungsmarker-Spiegel von Menschen mit Übergewicht zusammengefasst. „Eine pflanzenbetonte Kost ist so definiert, dass sie hauptsächlich auf Lebensmitteln wie Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten und Obst basiert. Zudem enthält sie gar kein oder nur sehr wenig Fleisch, kann aber moderate Mengen an Eiern, Milchprodukten und Fisch mit einschließen“, erläutert der Erstautor Fabian Eichelmann. Für die Metaanalyse wurden alle Interventionsstudien berücksichtigt, die zwischen Januar 1946 und Januar 2016 veröffentlicht wurden, deren übergewichtige Teilnehmer mindestens 18 Jahre alt waren und in denen die Wirkung einer pflanzenbetonten Kost mit einer Kontrolldiät verglichen wurde. Außerdem mussten alle Studien ausreichend groß sein, um Unterschiede in den Entzündungsmarker-Spiegeln zuverlässig nachweisen zu können.

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Von den ursprünglich im Rahmen der Literaturrecherche identifizierten 2.583 Publikationen erfüllten 29 Studien mit insgesamt 2.689 Probanden alle Einschlusskriterien. Die gemeinsame statistische Auswertung dieser Studien ergab einen Rückgang der Entzündungsparameter C-reaktives Protein (CRP) um 0,55 Milligramm/Liter und Interleukin-6 (IL-6) um 0,25 Nanogramm/Liter bei einer pflanzenbetonten Kost im Vergleich zur Kontrolldiät.

„Unsere Ergebnisse weisen somit darauf hin, dass übergewichtige Menschen durch eine pflanzenbetonte Ernährung ihr Entzündungsmarker-Profil deutlich verbessern und hierdurch möglicherweise selbst viel dazu beitragen können, sogenannten Volksleiden wie Herzinfarkt und Diabetes vorzubeugen“, fasst Studienleiterin Dr. Aleksandrova zusammen. Worauf genau dieser entzündungsreduzierende Effekt zurückzuführen ist, ist bislang nicht bekannt. Fachleute gehen davon aus, dass eher das komplexe Ernährungsmuster der überwiegend pflanzlichen Kost daran beteiligt ist als einzelne Lebensmittel oder Nährstoffe. Möglicherweise wirkt sich auch eine durch die pflanzenbetonte Ernährung hervorgerufene Gewichtsabnahme günstig auf die Entzündungsparameter aus.

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