Große Portionen, großer Appetit

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Sind Teller, Becher oder die Portionen groß, wird auch mehr gegessen und getrunken – das gilt sowohl für die Familienpizza als auch für die XXL-Cola. Der Zusammenhang wurde nun auch in einer groß angelegten wissenschaftlichen Übersichtsarbeit bestätigt.

© The Pizza Review

Im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche fanden Wissenschaftler der Universität von Cambridge 72 qualitativ hochwertige Studien, in denen der Zusammenhang zwischen der Portionsgröße, der Packungsgröße und der Größe des verwendeten Geschirrs mit dem Nahrungs- und Genussmittelkonsum von Kindern und Erwachsenen untersucht wurde.

Eine gemeinsame Auswertung der Studien (soweit möglich) bestätigte den Zusammenhang zwischen der angebotenen Portionsgröße und der Nahrungsaufnahme: Je größer die Portion, die Packung, oder der Teller ist, desto mehr wird verzehrt. Dies gilt sowohl für den Verzehr zuhause als auch außer Haus im Restaurant oder unterwegs. Demnach beeinflussen Umweltfaktoren unsere Konsumentscheidungen deutlich.

Auch wenn bei einer Verkleinerung üblicher Portionsgrößen mit Widerstand von vielen Seiten zu rechnen ist, würden sich derartige Anstrengungen lohnen. So errechneten die Wissenschaftler, dass die Energieaufnahme britischer Verbraucher durch eine geringeren Portionsgröße um 12 bis 16 Prozent pro Tag gesenkt werden könnte. Dies entspricht bis zu 279 Kalorien. Bei US-amerikanischen Verbrauchern wären sogar Einsparungen der täglichen Energieaufnahme zwischen 22 und 29 Prozent (maximal 527 Kalorien) möglich.

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Die Wissenschaftler bleiben jedoch nicht bei diesen theoretischen Überlegungen, sondern haben zusätzlich praktische Vorschläge im Gepäck, wie der weiteren Verbreitung von Übergewicht und Adipositas entgegengewirkt werden kann. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise, Obergrenzen für Portionsgrößen bei energiereichen Lebensmitteln (Fast Food, Desserts, Softdrinks) sowie Geschirr und Gläsern festzulegen. Außerdem sollten Großpackungen von Lebensmitteln im Supermarkt so platziert werden, dass sie für Kunden schlechter erreichbar und damit unattraktiver sind als kleinere Einheiten. Ferner schlagen die Wissenschaftler vor, günstigere Preise und Werbemaßnahmen für XXL-Packungen (beispielsweise Familienpizza) zu beschränken.

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