Mehr Obst und Gemüse für Kinder: Das EU-Schulfruchtprogramm

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Esst mehr Obst und Gemüse, das ist gesund! Ob dieses Argument Kinder wirklich dauerhaft überzeugt? Damit die Aufforderung bei den Jüngsten der Gesellschaft ankommt und den gutgemeinten Ratschlägen auch Taten folgen, wurde das EU-Schulfruchtprogramm ins Leben gerufen.

Gemüse

Mitmachen an dem Programm können alle Grundschulen, Kindertageseinrichtungen und andere vorschulische Einrichtungen sowie Schulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung.

Das Projekt wird von der EU mit 90 Millionen Euro gefördert. Die EU ist bereit, die Hälfte der anfallenden Kosten für Obst und Gemüse zu übernehmen. Die restlichen Ausgaben sollen die Einrichtungen vor Ort über Sponsoren (Firmen, Fördervereine, Schulträger, Eltern) decken. Seit diesem Schuljahr können die Einrichtungen zwischen biologisch und konventionell erzeugter Ware wählen.

Dass das EU-Schulfruchtprogramm Anklang findet, zeigen die Zahlen aus dem letzten Schuljahr: 2010/11 haben alleine in Baden-Württemberg 130.000 Schüler aus 820 Einrichtungen teilgenommen. Sie erhielten über fünf Millionen Portionen Obst und Gemüse, was einer Gesamtmenge von ca. 30 LKW-Ladungen entspricht. Und das Projekt kam bei den Kindern gut an: Neun von zehn Kindern waren für eine Fortsetzung des Schulfruchtprogramms nach den Ferien.

Das Schulfruchtprogramm beschränkt sich nicht nur auf die Verteilung von Obst und Gemüse. Speziell entwickelte Bewegungsspiele, Lieder, Reime und Rätsel sollen das Interesse für Obst und Gemüse wecken und zur Entwicklung eines gesunden Ernährungsverhaltens beitragen. Laut einer repräsentativen Befragung von Schülern der dritten und vierten Klasse, die vom baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz veröffentlicht wurde, kann das Projekt in dieser Hinsicht erste Erfolge verbuchen:

  • Das Essverhalten der Kinder hat sich verbessert.
  • Kinder und Lehrer sind sich einig, dass die Kinder aufgrund des Schulfruchtprogrammes mehr über Obst und Gemüse wissen und von dem Projekt profitiert haben.
  • In der Rangfolge war Obst bei Kindern beliebter als Gemüse, die Kinder wünschten sich aber dennoch eine Fortsetzung des gesamten Programms.

Der Erfolg des Schulfruchtprogramms ist sicher auch auf den Einsatz der beteiligten Lehrer zurückzuführen. Sie begleiteten das Projekt mit viel Engagement und Motivation.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr… Deshalb setzt das Projekt an der richtigen Stelle an: Verhaltens- und Verhältnisprävention von klein auf. Schön wäre es, wenn die beteiligten Kinder ihre Begeisterung auch an ihre Familien weitergeben würden. Sicher würde auch mancher „Hans“ von einer Steigerung des Obst- und Gemüsekonsums profitieren!

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