Nahrungsergänzungsmittel: BfR aktualisiert Empfehlungen für Vitamin- und Mineralstoff-Höchstmengen

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Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat seine 2004 vorgeschlagenen Höchstmengenempfehlungen an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst. Die Empfehlungen sollen ausreichend Ergänzungsmöglichkeiten für Personen mit geringer Nährstoffzufuhr geben und zugleich Menschen mit adäquater Nährstoffzufuhr vor den Risiken einer Überversorgung schützen.

 © stevendepolo
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Gesundheit, Wohlbefinden sowie verbesserte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit: Wer möchte das nicht? Doch was die Werbung für Nahrungsergänzungsmittel und angereicherte Lebensmittel verspricht, hat oft kaum etwas mit der Realität zu tun. Denn eine abwechslungsreiche, ausgewogene Kost versorgt den Organismus im Normalfall mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen. Eine Supplementation von Vitaminen und Mineralstoffen ist daher aus ernährungsphysiologischer Sicht im Allgemeinen nicht erforderlich und kann bei zu hoher Dosierung sogar gesundheitliche Schäden verursachen.

Obwohl sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern in den letzten Jahren verschiedene Modelle zur Ableitung von Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln diskutiert wurden, steht eine verbindliche Festlegung von Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln nach wie vor aus. Dies veranlasste das BfR dazu, seine vorgeschlagenen Höchstmengen aus dem Jahr 2004 anhand von neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu überarbeiten.

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„Die Besonderheit der Risikobewertung von lebensnotwendigen Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen liegt darin, dass sowohl die Risiken einer Mangel- als auch einer Überversorgung berücksichtigt werden müssen“, erklärt BfR-Präsident Prof. Andreas Hensel. Für die Ableitung der Höchstmengen beachteten die BfR-Experten daher neben den Referenzwerten für die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen (engl. „recommended daily allowance“, kurz RDA) auch die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen durch die übliche Ernährung sowie die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stammenden tolerierbaren höchsten Tagesaufnahmemengen (engl. „tolerable upper intake level“, kurz UL). Die für Nahrungsergänzungsmittel und angereicherte Lebensmittel sichere Aufnahmemenge ergibt sich dann aus der Differenz zwischen der tolerierbaren höchsten Aufnahmemenge und der Nährstoffzufuhr aus der üblichen Ernährung, wobei bei den meisten Nährstoffen zusätzlich ein Unsicherheitsfaktor als Puffer mitberücksichtigt wird.

Als Bezugsgruppe für die Ableitung der Höchstmengen wurden 15- bis 17-jährige Jugendliche gewählt. „Produkte, die unsere Empfehlungen einhalten und entsprechend der Herstelleranweisungen eingenommen werden, bergen nach derzeitigem Stand des Wissens für Menschen ab 15 Jahren kein gesundheitliches Risiko“, betont Prof. Andreas Hensel. Für einen Teil der Nährstoffe (darunter die Vitamine A, D und K sowie Eisen) empfiehlt das BfR verpflichtende Angaben auf entsprechend angereicherten Produkten. Außerdem weist das Institut darauf hin, dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse und zukünftige Marktentwicklungen erneute Anpassungen der Höchstmengen erforderlich machen könnten.

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