Nur gesunde Low-Carb- und Low-Fat-Varianten mit geringerer Mortalität assoziiert

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Low-Carb- und Low-Fat-Diäten sind möglicherweise mit einer geringeren Mortalität assoziiert. Dies gilt allerdings nur, wenn neben dem Gehalt von Kohlenhydraten und Fetten auch deren Qualität geachtet wird.

Ob Low-Carb- oder Low-Fat-Diäten besser ‚wirken‘, ist nach wie vor nicht eindeutig belegt und letztendlich wohl eine Frage der eigenen Vorlieben. Aus gesundheitlicher Sicht ist es auf jeden Fall von Vorteil, wenn die verbleibenden Kohlenhydrate/Fette hochwertig sind.

In einer Studie, deren Ergebnisse aktuell in der Fachzeitschrift JAMA Internal Medicine veröffentlicht wurden, untersuchten Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen der Art der verzehrten Kohlenhydrate/Fette und der Mortalität.

Für ihre Studie griffen Zhilei Shan vom Fachbereich Ernährung der Harvard T.H. Chan School of Public Health und seine Kollegen auf Daten des populären US-amerikanischen National Health and Nutrition Examination Surveys aus den Jahren 1999 bis 2014 zurück. Sie werteten Daten von 19.598 Frauen und 17.635 Männern mit einem Durchschnittsalter von knapp 50 Jahren aus. Alle Probanden hatten im Rahmen einer Erhebung Angaben zu ihrem Verzehr während der vergangenen 24 Stunden gemacht.

Zunächst berechneten die Wissenschaftler aus den Ernährungsangaben der Probanden deren gesamte Energieaufnahme und die Verteilung auf die Makronährstoffe Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß. Aus diesen Werten bildeten sie Ernährungsscores. Probanden mit einem geringen Kohlenhydratverzehr hatten einen hohen Low-Carb-Score, diejenigen mit geringer Fettaufnahme dagegen einen hohen Low-Fat-Score. Bei den Scores wurden zusätzlich, abhängig von der Art der verzehrten Kohlenhydrate/Fette, zwischen ungesunden und gesunden Scores unterschieden. Als gesund wurden Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten und Fette mit ungesättigten Fettsäuren gewertet, als ungesund galten dagegen Weißmehlprodukte und gesättigte Fettsäuren. Auch die Menge und der Ursprung des verzehrten Eiweißes (tierische oder pflanzliche Herkunft) wurden berücksichtigt.

Anschließend wurden die berechneten Scores mit Mortalitätsdaten in Zusammenhang gebracht. Bis Dezember 2015 waren 4.866 frühere Probanden verstorben. Es zeigte sich, dass weder die gesamten Low-Carb- noch die gesamten Low-Fat-Scores mit der Mortalität assoziiert war. Anders gestaltete sich allerdings die Situation, wenn zwischen gesunden und ungesunden Scores unterschieden wurde. Probanden mit ungesunden Scores hatten dabei eine erhöhte Mortalität, jene mit gesunden Ernährungsscores eine geringere.

Auch wenn in der Studie keine bestimmte Ernährungsweise untersucht wurde, sondern die tatsächlich verzehrten Lebensmittel (unabhängig von zugrunde liegenden Ernährungsidealen), sprechen die Ergebnisse doch dafür, dass man die Qualität der Makronährstoffe trotz Gewichtsabnahmewunsch nicht aus den Augen verlieren sollte.

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