Salz – Zuviel macht krank

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Salz hat zwar auch positive Seiten – es würzt, konserviert und hat unbestritten einen Nutzen für die menschliche Gesundheit – aber nur in der richtigen Menge. Die Empfehlung liegt bei 6 g pro Tag. Diese wird von vielen Verbrauchern um mehr als das Doppelte überschritten.

Salzquellen

Fast Food

Von dem verzehrten Salz stammen ganze 80 Prozent aus Fertigprodukten. Unter salzhaltige Waren fallen Brot, Wurst, Käse, Suppen, Soßen, Gemüsekonserven, Pizzas und erstaunlicherweise sogar Schokolade. Auf diese Salzversorgung hat der Verbraucher keinen Einfluss, außer er übt sich im Verzicht auf die beliebte Convenience.

Zuviel Salz schadet

Der Zusatz von Salz zu Lebensmitteln erfolgt neben geschmacklichen auch aus hygienischen und technologischen Gründen. Ein Zuviel an Salz fördert jedoch einen Bluthochdruck, der als Mitverursacher von Herz- und Schlaganfällen gilt. Ein übermäßiger Salz-Verzehr steht im Verdacht Magenkrebs, Osteoporose und Nierensteine mitzubedingen. Deshalb muss stark in Frage gestellt werden, ob die teilweise sehr hoch eingesetzten Salz-Mengen wirklich notwendig sind.

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Was spräche gegen eine Salzreduktion?

Geschmackliche Nachteile für den Verbraucher würden sich durch eine Salz-Senkung keine ergeben, wenn das Vorgehen schrittweise erfolgt. Die Industrie hingegen müsste Umstellungen hinnehmen. Der hygienische und der technologische Einsatz von Salz in Fertigprodukten müssten überprüft und wenn eine Senkung nachteilig erscheint, neue Ansätze entwickelt werden. Zunächst auftretende Zeit- und Kosten-Nachteile würden sich jedoch auf lange Sicht für die Gesundheit der Verbraucher bezahlt machen.

Verbraucher-Hinweise:

  • Achten Sie auf die Natrium-Gehalte verpackter Lebensmittel. Mit dem Faktor 2,5 multipliziert erhalten Sie einen Hinweis auf den möglicherweise enthaltenen Kochsalzgehalt. Die empfohlene Salz-Zufuhr liegt bei 6 g pro Tag.
  • Essen Sie stark Natrium-haltige Lebensmittel eher selten.
  • Das Nachsalzen mit dem Salzstreuer macht nur einen geringen Teil des Salzverzehrs aus. Allerdings sollten Sie dies nicht zur Gewohnheit werden lassen und vorher probieren, um festzustellen, ob ein Nachsalzen wirklich nötig ist.
  • Fragen Sie bei Ihrem Bäcker und Fleischer nach salzarmen Produkten.

Quellen einblenden

  • Barr SI: Reducing dietary sodium intake: the Canadian context. APPL PHYSIOL NUTR METAB 2010;35:1–8
  • BfR (2009): 3. Sitzung der BfR-Kommission für Ernährung, diätetische Produkte, neuartige Lebensmittel und Allergien. 3 Maßnahmen zur Verringerung des Salzgehaltes in Lebensmitteln. 10.08.2010
  • Foodwatch (2009): Hoher Salzgehalt in vielen Fertigprodukten. 10.8.2010
  • Foodwatch (2009): Salzige Produkte. 10.8.2010
  • He FJ, MacGregor GA: Reducing Population Salt Intake Worldwide: From Evidence to Implementation. PROG CARDIOVASC DIS 2010;52:363-382
  • Klaus D, Hoyer J, Middeke M: Kochsalzrestriktion zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen. DEUTSCHES AERZTEBLATT 2010;26:457-462
  • Sacks FM, Campos H: Dietary Therapy in Hypertension. N ENGL J MED 2010;362:2102-12

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