Stiftung Warentest testet Küchenkräuter

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Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen steigt die Lust auf Frisches. Kräuter sind wahre Universalgenies, wenn es darum geht, pikanten oder süßen Speisen den letzten Schliff zu verleihen und Abwechslung in den Speiseplan zu bringen. Laut Stiftung Warentest enthalten Küchenkräuter kaum Rückstände, so dass gesundheitliche Bedenken den Genuss nicht trüben müssen.

zwei Kräutertöpfe
Die meisten Kräuter enthalten kaum Rückstände von Pflanzenschutzmitteln.

Die Lebensmittelkontrolleure überprüften 47 Proben von Kräutern im Topf sowie tiefgefrorene und geschnittene Ware aus dem In- und Ausland auf Rückstände von insgesamt 500 Pflanzenschutzmitteln. Im Fokus standen die in der Küche häufig eingesetzten sechs Kräuterarten Petersilie, Schnittlauch, Koriander, Basilikum, Rosmarin und Minze.

Das Ergebnis der Rückstandsuntersuchungen war überwiegend positiv: Die meisten der untersuchten Kräuter waren gar nicht oder nur gering mit Pflanzenschutzmitteln verunreinigt. Die besten Noten erzielte Schnittlauch. Bei einer frischen Minze aus Vietnam, die in einem asiatischen Supermarkt zum Kauf angeboten worden war, wurden die gesetzlich festgelegten Grenzwerte allerdings deutlich überschritten. In einer deutschen Petersilie und einem geschnittenen Basilikum aus Spanien wurde bei mindestens einem Pestizid mehr als die Hälfte des zugelassenen Höchstgehalts nachgewiesen, dagegen wurden in den anderen Basilikum- und Petersilienproben kaum Verunreinigungen festgestellt.

Zwei der Rosmarintopfpflanzen waren deutlich mit Kupfer belastet, wobei allerdings nicht geklärt werden konnte, ob die erhöhten Werte auf erhöhte Bodenkonzentrationen des Metalls zurückzuführen waren oder auf die Verwendung eines kupferhaltigen Pilzbekämpfungsmittels. In 17 Küchenkräutern wurden Rückstände verschiedener Pflanzenschutzmittel nachgewiesen, meist jedoch nur in geringen Mengen.

Demnach können Verbraucher Küchenkräuter weitgehend unbesorgt einsetzen. Wer Belastungen mit Pflanzenschutzmitteln auch unterhalb der gesetzlich zugelassenen Höchstmenge minimieren möchte, sollte auf Bioware zurückgreifen. Die im Test untersuchten acht Bioprodukte waren deutlich weniger belastet als die konventionellen Kräuter, die Hälfte dieser Proben war sogar rückstandsfrei.

Quelle:
Stiftung Warentest (2012): Pestizide in Kräutern. Im grünen Bereich.

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