Vogue verzichtet auf Magermodels

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Drei Jahre nach der deutschen Frauenzeitschrift „Brigitte“ erteilt nun auch die international erscheinende Modezeitschrift „Vogue“ extrem dünnen Models eine Absage.

Vogue-Cover

„Als eine der einflussreichsten Stimmen der Modewelt sieht sich ‚Vogue‘ in der Verantwortung, ihr Gewicht in die relevanten Themen und Diskussionen der Branche einzubringen.“ Dies gab der Condé-Nast-Verlag bekannt. Die 19 Chefredakteure des international erscheinenden Hochglanzmagazins einigten sich auf eine „Gesundheitsinitiative“, die einen Sechs-Punkte-Kodex beinhaltet. Mit Magermodels und Mädchen unter 16 Jahren möchte „Vogue“ nicht mehr zusammenarbeiten – zumindest „nicht wissentlich“. Stattdessen wird die Zeitschrift fortan ausschließlich Models abbilden, die „objektiv betrachtet gesund sind und dazu beitragen, ein gesundes Körperbild zu fördern“. Dazu gehört auch eine Kampagne, in der sich „Vogue“ direkt an die Designer wendet und sie bittet, „die Folgen unrealistisch kleiner Größen ihrer Kleidung“ zu bedenken.

Weitere Ziele des Sechs-Punkte-Kodex sind die Realisierung gesundheitsbewusster Arbeitsbedingungen und ein wohl bislang einzigartiges Mentorenprogramm, in dem erfahrene Models ihre jüngeren Kolleginnen unterstützen.

In den letzten Jahren, insbesondere seit dem möglicherweise durch Essstörungen bedingten Tod zweier Models, wird in der Modewelt vermehrt über das Gewicht und die Gesundheit der Laufstegschönheiten diskutiert. Israel sprach unlängst sogar ein Beschäftigungsverbot für Models mit einem BMI unter 18,5 kg/m² aus. Bleibt zu hoffen, dass die Vogue-Kampagne trotz des Vorbehalts eines „nicht wissentlichen“ Zusammenarbeitens fruchtet und weitere Zeitschriften dem Beispiel folgen werden.

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