Süße Trends: „Frei-von“ und „reduzierte“ Süßwaren auf dem Vormarsch

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Anlässlich der Internationalen Süßwarenmesse ISM wagen wir eine Prognose zukünftiger Entwicklungen auf dem Süßwarenmarkt.

Die Internationale Süßwarenmesse (ISM) in Köln feierte dieses Jahr ihren 50. Geburtstag. Vom 02. bis 05. Februar begegneten sich auf der weltweit größten Messe dieser Art 1.774 Aussteller und rund 37.000 Fachbesucher aus 148 Ländern.

„Die ISM ist (…) als Trendforum einerseits und als Kommunikationsplattform andererseits sehr wichtig. In Köln sondiert die Industrie zusammen mit dem Handel die zukünftigen Betätigungsfelder. Nur so können die richtigen Entscheidungen getroffen werden, um dem Verbraucher weiterhin trendgerechte Produkte anbieten zu können“, erläutert ISM-Direktorin Sabine Schommer.

Ein Blick auf die dieses Jahr auf der ISM vorgestellten Produkte zeigt, dass Individualität auch im Süßwarensektor eine große Rolle spielt. Der Süßwarenkonsument von heute (und morgen) legt vermehrt Wert auf bewusstes Genießen authentischer, nachhaltiger Produkte, hat aber auch Freude am Mischen verschiedener Trends und Bedürfnisse je nach Anlass und Jahreszeit. „Viele etablierte Trends wie Bio, vegan, vegetarisch, fett- und zuckerreduziert oder gluten- und laktosefrei werden sich weiter fortsetzen“, ist sich Sabine Schommer sicher. Darüber hinaus werden ausgewogenere und natürlichere Produktvarianten zunehmen, denn Verbraucher erwarten zusätzlich zum guten Geschmack einen funktionellen Mehrwert. „Momentan haben natürliche und pflanzliche Produkte eine gute Chance am Markt, da der Wunsch nach einer gesunden, ausgewogenen Ernährung im Fokus steht“, beschreibt Sabine Schommer. In diese Kategorie fällt auch der in der Lebensmittelbranche weit verbreitete Proteintrend. Er hat auch vor dem Süßigkeitenregal nicht haltgemacht und so wurden beispielsweise besonders proteinhaltige Riegel mit Linsen-, Bohnen- und Erbsenprotein entwickelt, die mit Nüssen und Hanfzusätzen angereichert sind. Auch exotisch anmutende Insekten-Snacks wurden auf der ISM vorgestellt.

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Hoch im Kurs sind ebenfalls neue Geschmackserlebnisse. „Besonders beliebt ist die Kombination von bitteren Komponenten mit säuerlichen Aromen“, weiß Prof. Dr. Enrico Careglio von der Hochschule Trier zu berichten. Ein Beispiel hierfür ist eine Kombination von leicht bitteren Komponenten wie Matcha mit fruchtig-säuerlichen Cranberry- oder Kiwi-Aromen. Bei der Suche nach neuen Schokoladensorten greifen Produktentwickler zudem gerne auf bekannte Geschmacksrichtungen aus den Bereichen Feine Backwaren und Getränke zurück, so Careglio weiter. Beispiele dieses sogenannten „Cross Brandings“ sind Schokoladen der Geschmacksrichtungen Cheesecake, Vanillekipferl oder Latte Macchiato.

Wie geht es weiter? „Reformulierungen von Rezepturen werden die Entwicklungen maßgeblich bestimmen – unter Beibehaltung der sensorischen und texturellen Diversität“, prognostiziert Prof. Dr. Enrico Careglio. „Vor allem Süßwaren mit reduziertem Zuckergehalt und höherem Ballaststoffanteil werden als Folge des Nutri-Score auf sich aufmerksam machen. Retro-Produkte bleiben angesagt. Crossing raw materials wird verstärkt kommen, das heißt, Süßwaren werden beispielsweise Hanf- oder Gemüsebestandteile zugesetzt – eingepackt in ‚better-for-you-Konzepte‘. Auch wird der ‚Vegan-Trend‘ (inklusive Gluten- und Lactose-Free) auf neue Produktkonzepte ausgeweitet werden.“

Rund 19,4 Kilogramm Süßigkeiten verbraucht der Durchschnittseuropäer pro Jahr. Da ist bestimmt auch Spielraum für die eine oder andere Innovation…

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