Vom Durchschnittspreis und dem Durchschnittsverbrauch von Lebensmitteln in Deutschland

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Zur Abwechslung einmal ein paar Zahlen aus der amtlichen Statistik. Anlässlich der Grünen Woche in Berlin gab das Statistische Bundesamt bekannt, wie sich die Verbraucherpreise für Lebensmittel 2014 weiterentwickelt haben. Im Statistischen Jahrbuch 2014 finden sich außerdem Daten zum durchschnittlichen Lebensmittelverbrauch.

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Auch 2014 sind die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel gestiegen. Verglichen mit dem Jahr 2010 waren Lebensmittel 2014 durchschnittlich 11,5 Prozent teurer. Am höchsten war der Preisanstieg bei Molkereiprodukten (+19,5 Prozent), gefolgt von Obst (+16,8 Prozent) und Speisefetten/Speiseölen (+15,1 Prozent). Ein Vergleich der Entwicklung der Nahrungsmittelpreise und der Verbraucherpreise allgemein zeigt, dass die Preise für Lebensmittel immer noch etwas stärker angestiegen sind als die Verbraucherpreise insgesamt, der Unterschied war jedoch nicht mehr so stark ausgeprägt wie in den Vorjahren 2012 und 2013.

 © tuchodi
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Warum steigen die Lebensmittelpreise? Der Preis von Lebensmitteln in Deutschland hängt unter anderem vom Weltmarktpreis und damit der Nachfrage nach Lebensmitteln weltweit ab. Die Zunahme der Weltbevölkerung, der steigende wirtschaftliche Wohlstand und Änderungen im Konsumverhalten von Schwellenländern wie China oder Brasilien führten zu einer Erhöhung der Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln, die stärker ist als das Angebot. Wenn Landwirte auf ihren Flächen Energiepflanzen anstelle von Nahrungsmitteln kultivieren, führt dies zu einer Verknappung von Lebensmittel, wodurch der Lebensmittelpreis weiter steigt.

Wieviel Geld gibt ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland für Lebensmittel aus? Und welche Mengen an Lebensmitteln werden benötigt? Auskunft hierzu gibt das Statistische Jahrbuch 2014. Aktuell liegen Daten für das Jahr 2012/2013 vor. Von dem durchschnittlichen monatlichen Haushaltsnettoeinkommen in Höhe von 3.133€ wurden 2012 knapp 800€ für den Bereich „Wohnen, Energie und Wohnungsinstandsetzung“ ausgegeben, an zweiter Stelle standen mit 329€ Verkehrsausgaben, dicht gefolgt von Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (321€). Im Durchschnitt verbraucht jeder Einwohner Deutschlands pro Jahr 96 Kilogramm frisches Gemüse, 132 Kilogramm frisches Obst, 95 Kilogramm Getreide, 55 Kilogramm Kartoffeln, 11 Kilogramm Speiseöle und 33 Kilogramm Zucker. Hinzu kommen 214 Eier, 83 Liter Milch und Milcherzeugnisse, 17 Kilogramm Käse, 6 Kilogramm Butter und 88 Kilogramm Fleisch. Unter den Fleischsorten ist vor allem Schweinefleisch (53 Kilogramm) gefragt, gefolgt von Geflügelfleisch (19,4 Kilogramm) und Rind- beziehungsweise Kalbfleisch (13 Kilogramm).

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