Wie lässt sich die Ernährung von Studenten verbessern?

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Durch strategisch geschickt platzierte Informationen entscheiden sich Studenten häufiger für Wasser anstelle von zuckerhaltigen Getränken und verzehren mehr Obst und Gemüse.

 © WalkingGeek
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Beim Übergang vom Gymnasium auf die Hochschule nehmen Studenten häufig an Gewicht zu. Schuld sei – so meinen viele Studenten – die Abhängigkeit vom Essensangebot an den Mensen. Dies gilt interessanterweise auch für Mensen, in denen die Studenten sich gegen Bezahlung eines Pauschalpreises frei von einem reichhaltigen Buffet bedienen können. Wissenschaftler der Universitäten von Toronto und Neufundland haben nun untersucht, ob und wie sich das Ess- und Trinkverhalten von Studenten durch bestimmte Gesundheitsinformationen beeinflussen lässt.

Als Setting für ihre Intervention wählten Dr. Mary Scourboutakos und ihre Kollegen eine Mensa auf dem Universitätscampus Toronto mit einem vielfältigen, täglich vorhandenen Angebot an Vorspeisen und Suppen, einer Salat- und Fruchtbar, Beilagen, Desserts und 19 Getränken. Zunächst beobachteten die Wissenschaftler die Lebensmittel- und Getränkeauswahl der Studenten an sechs Terminen. Dann begann die eigentliche Intervention: Zur Förderung des Wasserkonsums wurden Informationen angebracht, wie viele Minuten zu joggen wären, um den Energiegehalt verschiedener Getränke „abzuarbeiten“. Außerdem wurden an strategisch wichtigen, publikumswirksamen Stellen Poster zur Förderung der Obst- und Gemüseaufnahme positioniert. Daran schlossen sich die nächsten sechs Beobachtungstermine der Wissenschaftler an.

An jedem Termin wurden Daten von 368 bis 510 Studenten erfasst. In die Auswertung gingen insgesamt 8570 Getränke, 3668 Salate und 954 Portionen an Früchten ein. Interessanter als die absoluten Mengen ist allerdings die Evaluation des Effekts der Intervention. „Wir fanden eine statistisch bedeutsame Zunahme des Anteils der Studenten, die Wasser tranken. Vor der Intervention wählten 43 Prozent der Studenten Wasser, danach waren es 54 Prozent“; berichtet Dr. Scourboutakos. „Ebenso nahmen die Besuche an der Fruchtbar um sechs Prozent [von 30 auf 36 Prozent] und an der Salatbar um 12 Prozent [von 60 auf 72 Prozent] zu“, fährt die Wissenschaftlerin fort.

Daher empfehlen die Wissenschaftler, den Erfolg der hier vorgestellten Methode in anderen Settings zu überprüfen. Ferner stellt sich die Frage, ob sich das Ernährungsverhalten der Studenten insgesamt verändert hat. Wurden Salat und Obst zusätzlich oder alternativ verzehrt (beispielsweise Obst anstelle von Eis als Dessert) und wirkten sich die Ernährungsinformationen auch auf die Ess- und Trinkgewohnheiten außerhalb der Universität aus? Wie lange hält der Effekt an? Wir sind gespannt auf zukünftige Studienergebnisse.

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