Zu viel Salz in verarbeiteten Lebensmitteln

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Ohne Salz schmeckt die beste Suppe fad. Bei einer zu hohen Aufnahme der weißen Würze drohen allerdings Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aus diesem Grund empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) den Salzgehalt von verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren.

Herz

Rund 352.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Damit sind Herzinfarkt, Schlaganfall und Co. die häufigste Todesursache in Deutschland, gefolgt von Krebserkrankungen. Außerdem leidet beinahe jeder zweite Deutsche (44 Prozent der Frauen und 51 Prozent der Männer) an Bluthochdruck. Anlass genug, darüber nachzudenken, wie Bluthochdruck und die häufig daraus resultierenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindert werden können.

Eine hohe Aufnahme von Salz kann zur Entstehung von Bluthochdruck führen. Im Umkehrschluss könnte der Blutdruck durch eine geringere Salzaufnahme in der Bevölkerung gesenkt werden. Doch diese Empfehlung ist in der Praxis nicht einfach umzusetzen, da Salz in annähernd allen verarbeiteten Lebensmitteln vorkommt.

Wurst-und Käseplatte
Wurst, Käse und Brot enthalten viel Salz.

Die Menge an Salz, die aus einzelnen Lebensmitteln aufgenommen wird, hängt zum einen von deren Salzgehalt, zum anderen von der verzehrten Menge (Portionsgröße) ab. Besonders viel Salz wird hierzulande aus Brot, Milchprodukten (insbesondere Hartkäse) sowie Fleisch- und Wurstwaren (hier vor allem durch Salz konservierte Lebensmittel, z. B. Salami) aufgenommen. Vergleichsweise „harmlos“ sind Knabbereien und Soßen. Diese haben zwar einen hohen Salzgehalt, werden jedoch seltener und/oder in geringeren Mengen verzehrt.

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In verarbeiteten Lebensmitteln lässt sich Salz schwer umgehen, gleichzeitig sind verarbeitete Lebensmitteln inzwischen fester Bestandteil unserer Ernährung. Deshalb empfiehlt das BfR, weniger Salz zur Herstellung von Lebensmitteln zu verwenden. Dies wäre ein erster Schritt zur Verringerung der Salzaufnahme. Die Verbraucher sollten ihrerseits darauf achten, im eigenen Haushalt sparsam mit Speisesalz umzugehen und ihre Speisen lieber mit anderen Gewürzen oder Kräutern aromatisieren. Das BfR empfiehlt außerdem, die blutdrucksenkende Wirkung einer salzreduzierten Kost durch Bewegung, Gewichtsabnahme, eine obst- und gemüsereiche Ernährung sowie den weitgehenden Verzicht auf Alkohol zu unterstützen.

Eine Umstellung auf weniger Salz in Speisen wird sicherlich nicht jedem von Anfang an schmecken. Zunge und Gaumen gewöhnen sich aber mit der Zeit an den abgeschwächten Geschmack – und das Herz sagt danke!

Quellen:

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