Alkohol und Energydrinks: Gefährliche Mischung

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Mehr Aufmerksamkeit am Tag, sportliche Ausdauer und nahezu unbegrenzte körperliche Leistungsfähigkeit abends in der Disco: Energydrinks sind sehr beliebt, insbesondere bei jüngeren Menschen. Die Kehrseite der Medaille: Bei „nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch“ können sie gesundheitsschädlich sein.

Energydrink

Energydrinks eignen sich nicht als Durstlöscher. Darauf wies das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wiederholt hin. Denn die eigentlich erwünschte aufputschende Wirkung kann mit unangenehmen Nebenwirkungen wie Herzrasen, Nervosität und Unruhe einhergehen, insbesondere bei übermäßigem Konsum oder/und wenn parallel Alkohol getrunken wird.

„Der gleichzeitige Konsum von Alkohol und Energiegetränken kann … zu einer Fehleinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit führen“, erläutert Miriam Ewald vom BfR. Der stimulierende Effekt von Energydrinks kann den eigenen Alkoholisierungsgrad maskieren. Die Müdigkeit, die normalerweise mit zunehmendem Alkoholkonsum einsetzt und die den Körper vor einer Intoxikation (Vergiftung) schützt, wird so überdeckt. Die Folge: Bei gleichzeitigem Genuss von Alkohol und Energydrinks trinken die Menschen mehr Alkohol als sie vertragen. Wer glaubt, Energydrinks könnte durch Alkohol bedingte motorische und visuelle Einschränkungen kompensieren, irrt. In Studien konnten Probanden ihre Reaktionsfähigkeit nicht mehr realistisch wahrnehmen. Unfälle beim Überqueren von Straßen oder beim Autofahren können die Folge sein.

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Lässt die aufputschende Wirkung der Energydrinks nach, werden die Wirkungen des übermäßigen Alkoholkonsums erst richtig spürbar. Erbrechen im Schlaf und Atemdepressionen mit lebensgefährlichen Auswirkungen können die Folgen sein. Die dehydrierende Wirkung von Koffein verzögert außerdem den Abbau von Alkohol im Körper und verstärkt seine Toxizität. Inzwischen mehren sich die Fälle, bei denen der gemeinsame Konsum von Alkohol und Energydrinks tödlich endete. Beispielsweise wird von einer 19-jährigen Frau berichtet, die an einem Abend sechs Drinks, jeweils eine Mischung aus einem Energydrink und Wodka, trank. Danach wirkte sie nicht ausnehmend betrunken, wurde aber am darauffolgenden Morgen tot mit einem Alkoholspiegel von 0,87 Promille im Bett aufgefunden. Eine Vorerkrankung, die den Tod der Frau erklären könnte, lag – wie in anderen ähnlichen Fällen auch – nicht vor. Somit liegt der Verdacht nahe, dass es durch die aufputschenden Substanzen in den Energydrinks zu tödlichen Herzrhythmusstörungen gekommen ist.

Von dem gemeinsamen Konsum von Alkohol und Energydrinks ist demnach dringend abzuraten. Da die Verwendung von Energydrinks zur Leistungssteigerung ein Risiko für übermäßigen Konsum und die Überschreitung von Verzehrsempfehlungen birgt, rät das BfR zu Warnhinweisen auf der Verpackung. Gewarnt werden sollte vor unerwünschten Wirkungen bei einem Konsum größerer Mengen derartiger Getränke im Zusammenhang mit ausgiebiger sportlicher Betätigung oder vor dem gleichzeitigen Genuss von alkoholischen Getränken. Außerdem sollte ein Hinweis auf der Verpackung zu finden sein, dass solche Getränke (insbesondere in größeren Mengen) nicht für Kinder, Schwangere, Stillende und Koffein-empfindliche Personen zu empfehlen sind.

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