Wann essen Kinder am meisten Zucker?

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Gibt es einen Unterschied bei dem, was Kinder während der Woche und am Wochenende essen? Die Ergebnisse der europäischen IDEFICS-Studie unterstützen diese Vermutung. Sie zeigen deutliche Unterschiede im Zuckerkonsum und geben Hinweise, wie sich die Ernährungsqualität bei Kindern und ihren Familien verbessern lässt.

© Coralí Cros

Für die oben genannte Fragestellung wurden Daten von rund 9.500 Kindern im Alter von zwei bis neun Jahren aus Deutschland und zehn anderen europäischen Ländern ausgewertet. Ein Vergleich der Verzehrdaten, die mit Hilfe von den Eltern geführter Ernährungsprotokolle erhoben wurden, zeigte, dass die Kinder dieser Altersklasse durchschnittlich über ein Fünftel ihrer täglichen Energieaufnahme aus Zucker decken, wobei der Verzehr am Wochenende etwas höher war als an Wochentagen. Eine besondere Stellung nahm der Freitag ein, der auch bei der Ernährung als Brücke zwischen den anderen Wochentagen und dem Wochenende fungierte.

Zu den Quellen für Zucker zählten Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke sowie „versteckte“ Zucker in Nahrungsmitteln wie Backwaren, Frühstücksflocken/Müslis, Milcherzeugnissen (Eis und Joghurts), Brotaufstrichen (Honig und Marmelade) und Dessertsoßen. Für die Wissenschaftler war es nachvollziehbar, dass die Eltern ihren Kindern nach einer stressigen Schulwoche zu besonderen Anlässen am Wochenende oder auch in den Ferien mehr Süßigkeiten gaben; zugleich können die Studienergebnisse Anhaltspunkte geben, wie sich die Ernährung der Kinder in ihren Familien verbessern lässt. Die an der Studie beteiligte wissenschaftliche Mitarbeiterin Åsa Svensson von der Universität Umeå in Schweden erläutert: „Es ist wichtig herauszufinden, wann das Ernährungsverhalten von Kindern weniger gesund ist. Dies ermöglicht Gegenmaßnahmen, um eine gesunde Ernährung zu fördern. Wenn der Gesamt-Zuckerkonsum der Kinder sinken soll, ist es wichtig für Eltern, insbesondere an Freitagen und Wochenenden die Ernährungsgewohnheiten der Familie unter die Lupe zu nehmen – darauf weisen unsere Ergebnisse hin. An diesen Tagen können Eltern besser kontrollieren, was ihre Kinder essen.

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Außerdem zeigen die Ergebnisse, dass eine valide Beurteilung der Ernährungsqualität von Kindern nur durch mehrtätige Ernährungsprotokolle, die sowohl Tage unter der Woche als auch am Wochenende umfassen, möglich ist.

Ein Manko der IDEFICS-Studie ist das vergleichsweise geringe Alter der teilnehmenden Probanden. Von der ergänzenden Studie I.Family, in der Teilnehmer der IDEFICS-Studie und ihre Familien weiter begleitet werden, erhoffen sich die Wissenschaftler daher zusätzliche Erkenntnisse über Faktoren, die einen gesunden Lebensstil, der eine entsprechende Ernährung einschließt, hemmen oder begünstigen.

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